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Nendeln entdecken: Ziegelei, Römerzeit und Moor

Unterkünfte in Nendeln

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Nendeln verbindet Spuren der Industriegeschichte mit römischer Vergangenheit, historischer Baukultur und einem geschützten Flachmoor. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, bieten diese Themen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Ziegelei erzählt von einer Veränderung der Produktion, die Fundamente des römischen Gutshofs verweisen auf eine frühe Besiedlung, und Kapelle sowie Hagenhaus stehen für verschiedene Kapitel der Ortsgeschichte.

Ziegelei und Ringofen

Im Wohnhaus «Churer Strasse 63» ist das ehemalige Kerngebäude der Ziegelei erhalten; unter dem Wohnhaus befindet sich ein historischer Ringofen. Um 1881 wurde in Nendeln ein Hoffmann’scher Ringofen eingebaut, der eine deutlich höhere Ziegelproduktion ermöglichte. Damit lässt sich die Ziegelei aus zwei Blickwinkeln einordnen: als erhaltenes Bauzeugnis und als Ort einer technischen Veränderung der Produktionsweise.

Römische Spuren und historische Bauwerke

Im Feld in Nendeln sind die Fundamente eines römischen Gutshofs sichtbar. Er wurde vermutlich zwischen dem späten 1. und dem frühen 2. Jahrhundert nach Christus erbaut. Damit ergänzt eine archäologische Zeitebene die wesentlich jüngeren Bauwerke des Ortes. Als zeitliche Orientierung lässt sich der Gutshof von den späteren Bauten absetzen: Seine vermutete Entstehung in der Römerzeit liegt weit vor dem Hagenhaus von 1837 und der neuen Kapelle von 1935.

Eine auf 2020 datierte Denkmalschutzbeschreibung führt das «Hagenhaus» als geschützt. Zum Ensemble gehören ein Doppelwohnhaus, eine Stallscheune, ein Waschhaus und ein Schützenhäuschen; erbaut wurde das Haus 1837. Auch die Kapellengeschichte umfasst zwei Bauphasen: Die ältere Kapelle St. Sebastian und St. Rochus wurde 1639 errichtet und beim Ausbau der heutigen Churer Strasse abgebrochen. Die neue Kapelle St. Sebastian und St. Rochus in Nendeln entstand 1935.

Keramikhandwerk in Nendeln

Im Eschner Dorfteil Nendeln befindet sich die keramik werkstatt schaedler, der älteste Kunstgewerbebetrieb Liechtensteins. Seit 1836 stellt die Werkstatt Steingutgeschirr in Kleinserien, exklusive Kunstkeramik und Kachelöfen her. Ziegelei und Werkstatt zeigen unterschiedliche Seiten der Produktion: Beim um 1881 eingebauten Ringofen steht die deutlich höhere Ziegelproduktion im Mittelpunkt; bei der Werkstatt reicht die Herstellungstradition bis 1836 zurück und umfasst verschiedene Keramikerzeugnisse.

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Flachmoor und Tourenwahl

Das geschützte Flachmoor «Schwabbrünna-Äscher» liegt in Nendeln und ist das zweitgrösste Flachmoor Liechtensteins. Damit steht neben Bau- und Handwerksgeschichte auch ein klar benanntes Landschaftsgebiet als eigenes Thema.

Für Ihre Tourenplanung ist vor allem der Endpunkt ein klarer Unterschied: Der Rundwanderweg «Durch das Nendler und Maurer Riet» beginnt und endet in Nendeln; die 4. Etappe des Liechtenstein-Wegs führt von Nendeln über Eschen und Bendern-Gamprin nach Ruggell. Wenn Sie den Ausgangsort zugleich als Ziel suchen, entspricht das der Rundwanderung; die Etappe führt hingegen weiter bis Ruggell.

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