Līvānu Novads: Glas, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Līvānu Novads
Das Līvāni-Glas- und Handwerkszentrum bietet einen anschaulichen Einstieg in die Glasgeschichte. Das Līvāni-Glasmuseum gilt als das einzige Museum seiner Art im Baltikum und befindet sich seit 2013 im Zentrum. Es vermittelt die Geschichte der örtlichen Glasfabrik ab 1887 und erklärt die Herstellung von Glasgefäßen. Für einen längeren Einblick können Sie dort mehrere Stunden lang sowjetische Filme über die Fabrik, ihre Arbeit und ihre Beschäftigten ansehen. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Präsentationsmodalitäten.
Glas und Handwerk erleben
Auch die Ausstellungen des Zentrums reichen über die Glasproduktion hinaus. „Amatnieki Latgalē 19. – 20. gs.“ vermittelt die Geschichte und Entwicklung des Handwerks in Latgale. Im historischen Gewölbekeller sind Fotografien über das Frühjahrshochwasser in Līvāni zu sehen; außerdem ist hier Lettlands längster traditioneller Gürtel ausgestellt. So begegnen Sie in einem Haus sowohl regionalem Kunsthandwerk als auch unterschiedlichen Kapiteln der Ortsgeschichte.
Die Glasbläserwerkstatt lässt eine mehr als 100 Jahre alte Tradition wiederaufleben. Besucher können die Herstellung von Glasobjekten beobachten und unter Anleitung eines erfahrenen Glasmeisters mehr über die Glasherstellung erfahren. In der Glaswerkstatt können Sie auch ein eigenes gläsernes Souvenir herstellen; dafür ist eine Voranmeldung erforderlich. Das Zentrum bietet zudem kreative Werkstätten für Keramik, Glas und Textilkunst an, an denen man sich beteiligen kann. Die Verfügbarkeit dieser Angebote kann variieren.
Das Studio für angewandte Volkskunst „Dubna“ widmet sich historischen, für Latgale typischen Musterzeichen: Es erforscht sie und webt sie in moderne Textilien ein. Sie können dort entstandene Arbeiten ansehen und sich an der Tätigkeit beteiligen. Lettgallische Traditionen vermittelt auch die Folkloregruppe „Turki“ mit Gesang, Tanz, Rätseln und Handwerk wie Weben, Besenbinden, Fäustlingstricken und Butterstampfen. Das Programm ist nach Vereinbarung möglich.
Historische Orte und ihre Geschichten
Das Oppidum von Jersika liegt am Ufer der Daugava zwischen den Schluchten zweier Bäche. Archäologische Ausgrabungen lassen darauf schließen, dass Menschen dort bereits seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. lebten. Das Gelände befindet sich in Privatbesitz; Besuche müssen mit den Eigentümern vereinbart werden. Stimmen Sie einen Besuch vor der Anreise nochmals mit ihnen ab.
Die orthodoxe Christi-Verklärungs-Kirche von Jersika ist vor Ort als „Eiserne Kirche“ bekannt, weil ihre Außenbauteile aus Eisen oder Gusseisen bestehen. Zuvor stand die Kirche in Daugavpils; von Odesa war sie per Bahn dorthin gebracht worden. Sie bietet eine Möglichkeit, mehr über die Anfänge der Orthodoxie auf dem Gebiet Lettlands zu erfahren. Die dazu verfügbaren Informationen können veraltet sein.
Weitere historische Spuren führen zu unterschiedlichen Orten und Zeiten. Vor mehr als 1.000 Jahren entstand an einem alten Wikinger-Wasserweg am Ufer der Dubna, nahe ihrer Mündung in die Daugava, eine Handels- und Handwerkersiedlung namens Dubna. Die Ursprünge des heutigen Līvāni werden mit 1533 verbunden: Damals errichtete der deutsche Baron Jurgens Līvens ein Gut und nannte es Līvenhof. Das Gebetshaus der Altgläubigen in Līvāni wurde in den 1980er-Jahren wiederaufgebaut und erhielt 1998 einen Glockenturm. Die katholische Kirche von Znotiņi ist eine restaurierte rote Backsteinkirche aus dem Jahr 1926.
Brücken, Wege und Wasser
Die Gemeinde führt die Besucherroute „Über sieben Brücken“. Einzelne Brücken bieten verschiedene Ansichten: Von der Stadtbrücke in Līvāni sehen Sie Inseln in der Dubna, während die Kalvāni-Fußgängerbrücke über den Fluss führt. Die Švirkstu-Brücke ist ein Haltepunkt mit Blick auf unberührte Naturlandschaften über der Oša. An der Fußgängerbrücke von Rožupe stehen Spaziergänge, kreative Veranstaltungen und Aktivitäten im Mittelpunkt.
Ein weiterer Aussichtspunkt ist das Freiluftwohnzimmer am höchsten Punkt von Līvāni. Von dort reicht der Blick über das Stadtzentrum und die Bucht der Dubna. In der Freilichtbühne von Rožupe findet jedes Jahr im August das traditionelle Treffen der Danču-Musiker statt, auch „Kāzu muzikantu saiets“ genannt. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Veranstaltungstermin.
Die Fähre Līvāni–Dignāja verbindet die beiden Ufer der Daugava und dient Fußgängern, Autofahrern und Radfahrern. Sie ermöglicht eine direkte Querung von Latgale in Richtung Zemgale. Da Betriebsstatus und Fahrplan für die Planung wichtig sind, prüfen Sie beides vor der Fahrt.
Schwimmen und Erholung
Das Schwimmbad „Upe“ in Līvāni umfasst ein 11 × 25 Meter großes Sportbecken mit vier Bahnen, ein 5 × 7 Meter großes Kinderbecken sowie einen Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und Kaltbecken. Gebäude, Innenräume und Schwimmbad sind auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Öffnungsmodalitäten und Einrichtungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Līvāni, Engures Novads, Skaistas pagasts, Olaines Novads, Kokneses Novads, Ropažu Novads, Kocēnu Novads, Balvu Novads.
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