Baylet: Archäologie und Geschichte
Unterkünfte in Baylet
Baylet liegt am Südufer von Inch Island; die archäologische Fundstelle befindet sich unmittelbar östlich des nördlichen Endes des Farland Embankment. Prähistorische Fundstellen, ein großes Ringfort und historische Straßenbezeichnungen geben dem Ort einen klaren archäologischen und kulturhistorischen Schwerpunkt. Für Reisende, die sich für Ortsgeschichte und Landschaft interessieren, bieten diese Themen einen konkreten Anhaltspunkt bei der Wahl des Reiseziels.
Archäologie: Fundstellen und Zeiträume
Zum archäologischen Erbe gehört ein prähistorischer Muschelhaufenfundplatz (Midden), der für den Zeitraum von 12.700 v. Chr. bis 400 n. Chr. verzeichnet ist. Daneben wird Baylet (1) als mesolithischer Muschelhaufenfundplatz aus der Zeit von 8000 bis 4001 v. Chr. geführt. Der erste Fundplatz ist für einen Zeitraum bis 400 n. Chr. verzeichnet; Baylet (1) ist dagegen enger dem Mesolithikum von 8000 bis 4001 v. Chr. zugeordnet.
Der Muschelhaufenfundplatz in Baylet lag am Rand einer mindestens zwei Meter hohen Steilkante. In den Ablagerungen wurden unter anderem Ansammlungen von Strandschnecken festgestellt, die mehr als 0,1 Meter dick und fast einen Meter breit waren. Diese Maße beziehen sich auf die Strandschnecken-Ansammlungen selbst. So stehen neben den langen Zeiträumen auch konkrete Einzelheiten zum Fundplatz.
Ringfort und weitere Denkmäler
In Baylet sind noch umfangreiche Überreste des großen Ringforts erhalten. Außerdem sind archäologische Denkmäler als Souterrain, als Fundstelle eines oder mehrerer stehender Steine und als kurzer Steinkistengrab-Typ (Short Cist) verzeichnet.
Auch historische Straßenverbindungen sind benannt: Eine Straße führte von Baylet nach Mill Bay und wurde Castle Quarter road genannt. Eine weitere verlief von Bank End nach Baylet und hieß Shore road. Beide Namen gehören zu historischen Verbindungen und ergänzen die archäologischen Themen um die frühere Ortsorientierung.
Landschaft und Schutzgebiete
Im näheren Umfeld liegt der Farland Bank, auch Farland Embankment genannt, ein Damm zwischen Farland Point und Inch Island. Zwischen den Dämmen und Inch Island entstand Inch Lough, ein Gewässer, das vom Lough Swilly abgetrennt ist. Die Namen helfen, die Lage Baylets am Südufer der Insel und den Bezug zum Farland Embankment einzuordnen.
Baylet ist in den Regelungen zum Special Protection Area Lough Swilly aufgeführt. Die Grönland-Weißwangengans (Anser albifrons flavirostris) ist als geschützte Vogelart des Schutzgebiets benannt. Auf Inch Island in County Donegal befindet sich ein international bedeutendes Überwinterungsgebiet für Singschwäne; dort überwintern durchschnittlich etwa 6.000 Vögel.
Ein weiterer Naturbezug im County Donegal ist das Inch Wildfowl Reserve. Es wurde mit Naturschutzmanagement, Beteiligung der örtlichen Gemeinschaft und Besucher-Infrastruktur weiterentwickelt. Der Zugang für die Öffentlichkeit ist dort eingeschränkt.
Weitere Geschichte in County Donegal
Auch County Donegal bietet eigenständige historische Bezugspunkte. Donegal Castle war die persönliche Festung von Red Hugh O’Donnell, dem Lord von Tír Conaill. Führungen vermitteln die Geschichte von der Zeit der gälischen Lords über die Plantation und die lange Ruinenphase bis zur jüngsten Restaurierung; prüfen Sie vor der Reise die Verfügbarkeit der Führungen. Doe Castle ist eine mittelalterliche Festung der MacSweeneys und ergänzt diesen Blick auf die Geschichte des County Donegal um einen weiteren Festungstyp.
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