Béal Na Mbuillí entdecken
Unterkünfte in Béal Na Mbuillí
Für eine Reise nach Béal Na Mbuillí bieten Strokestown Park, das National Famine Museum und der National Famine Way unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte und Landschaft. Im Museum stehen die Große Irische Hungersnot und die Lebenswelten auf dem Strokestown-Park-Anwesen im Mittelpunkt; die Gärten eröffnen einen weiteren Zugang zum Ort. Der markierte Wander- und Radweg wiederum erinnert an ein konkretes Kapitel der irischen Geschichte. Bei der Reiseplanung können Sie daher abwägen, ob Sie vor allem Ausstellungen, Gartenräume oder eine längere Strecke in den Blick nehmen möchten.
Geschichte in Strokestown Park
Das georgianisch-palladianische Herrenhaus von Strokestown Park ist ein begehbares Zeitdokument und vermittelt Einblicke in unterschiedliche irische Lebenswelten. Das National Famine Museum zeigt die parallelen Lebenswelten der aristokratischen Grundbesitzer von Strokestown Park und ihrer Pächter während der Großen Irischen Hungersnot. So begegnen im Museumsbesuch sowohl die Perspektive des Anwesens als auch die seiner Pächter.
Originaldokumente geben im Museum den Stimmen der Hungersnot Raum: Sie stammen von Menschen aus dem Umfeld des Strokestown-Park-Anwesens. Die Dokumente können dort besichtigt werden. Sie sind Teil des Strokestown Park Famine Archive, das eine der weltweit bedeutendsten Dokumentensammlungen zur Großen Irischen Hungersnot umfasst. Für Ihre Auswahl bedeutet das: Sie können die Geschichte nicht nur über die Darstellung im Museum kennenlernen, sondern auch über historische Schriftstücke.
Die Vermittlung verbindet kreative Inszenierungen mit Audio-, audiovisuellen und Touchscreen-Elementen; außerdem gibt es einen Familienaktivitätsführer. Die Audioguides werden auf Englisch, Irisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Mandarin angeboten. Da die verfügbaren Sprachen wechseln können, prüfen Sie vor der Reise, ob Ihre gewünschte Sprache aktuell verfügbar ist. Eine besondere Einzelheit des Hauses ist die Galerie-Küche in Strokestown Park House: Sie gilt als die letzte ihrer Art in Irland.
Ummauerte Gärten und Waldflächen
Strokestown Park umfasst 6 Acres große ummauerte Gärten sowie üppige, ausgewachsene Waldflächen. Zu den Gartenbereichen gehören eine der längsten Staudenrabatten Irlands, eine üppige Farnery und ein viktorianischer Rosengarten. Die verschiedenen Gestaltungselemente setzen jeweils eigene Akzente: Staudenrabatte, Farnery und Rosengarten stehen neben den Waldflächen als unterschiedliche Bestandteile des Anwesens.
Zum Programm der historischen Gärten und Waldflächen gehören ganzjährig familienfreundliche Veranstaltungen, Vorträge, Führungen und Kunstinstallationen zur Gestaltung und Geschichte der Gärten. Für einzelne Veranstaltungen gelten eigene Termine; prüfen Sie diese vor der Reise. Damit stehen neben der Geschichte des Herrenhauses auch Gartenkunst und die Entwicklung der Gartenanlagen als Themen für Ihren Besuch zur Wahl.
Der National Famine Way
Der National Famine Way ist ein 165 km langer, markierter Wander- und Radweg. Er beginnt an der Gedenkglaswand bei Strokestown Park House und dem National Famine Museum und erinnert an den erzwungenen Auswanderungsmarsch von 1847, der mit Strokestown verbunden ist. Die Route verläuft entlang des Royal Canal und verbindet Strokestown Park mit dem Famine Memorial von Rowan Gillespie am Custom House Quay in Dublin. Die Länge und die beiden genannten Fortbewegungsarten machen den Weg zu einer anderen Art, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, als der Museumsbesuch vor Ort.
Zur Orientierung auf dem Weg dienen klare Beschilderung, eine von Ordnance Survey Ireland erstellte Karte, digitale Vermittlungsangebote sowie ein Pass beziehungsweise ein Führer. Diese Hilfen geben Ihnen verschiedene Möglichkeiten, sich mit Verlauf und Thema der Route zu befassen. Wenn Sie eher einzelne Museums- und Gartenbereiche erkunden möchten, stehen deren historische und landschaftliche Schwerpunkte im Vordergrund; der National Famine Way ist dagegen eine markierte Strecke mit eigenem Erinnerungsbezug.
Weitere Themen im County Roscommon
Auch im übergeordneten Reiseziel County Roscommon gibt es eigenständige Kultur- und Wanderthemen. In Boyle steht Boyle Abbey, ein gut erhaltenes Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert. Das restaurierte Torhaus beherbergt ein Interpretationszentrum. Die Abtei bietet damit einen anderen historischen Schwerpunkt als Strokestown Park: Hier prägen Kloster und Torhaus den Besuch, während in Strokestown das Herrenhaus, das Museum und die Gärten im Vordergrund stehen.
Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel County Roscommon verläuft der Suck Valley Way als Rundweg von Mount Talbot an der Westseite des Suck bis zum Stadtrand von Castlerea; nach einer kurzen Unterbrechung führt er an der Ostseite zurück. Zu den Landschaften entlang der Route gehören Moore, Überschwemmungswiesen, Wälder und traditionelles Ackerland, stellenweise auch Abschnitte am Fluss. Diese County-weite Wanderoption lässt sich so nach ihren eigenen Landschaften und ihrem Rundwegcharakter betrachten, ohne sie mit dem National Famine Way gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Tulsk, Termonbarry, Arigna, Boyle, Ballaghaderreen, Ballinlough, Cootehall, Lisacul
Zur übergeordneten Reiseübersicht: County Roscommon.