Neale entdecken: Baugeschichte und Rundwege
Unterkünfte in Neale
Neale verbindet eine Landschaft aus Kalkstein mit historischen Bauwerken und zwei Rundwegen. Das ruhige Straßendorf liegt auf einem Kalksteinplateau zwischen Lough Corrib und Lough Mask; auch das weitere Gelände ist überwiegend von Kalkstein geprägt. Wer sich für Irlands ländliches Bauerbe interessiert, findet hier unterschiedliche Bauformen und Geschichten – von einer mittelalterlich anmutenden Pyramide bis zu den Ruinen einer Kirche und eines Landhauses.
Rundwege und Startpunkte in Neale
Der Neale Loop Green ist ein leichter Rundweg über 2,5 km. Er beginnt an der St John the Baptist Church und am Calvary. Der The Neale Heritage Walk ist 3 km lang; als Startpunkte nennt seine Beschreibung St. John's Church und das Calvary. Die Angaben geben Ihnen einen direkten Vergleich der Streckenlängen: Der Loop Green ist kürzer und als leichter Rundweg charakterisiert, während der Heritage Walk die längere der beiden beschriebenen Routen ist. Für die Auswahl können Sie so zunächst abwägen, welche Strecke besser zu Ihrem geplanten Zeitrahmen passt, ohne die beiden Wege gleichzusetzen.
Steinbauwerke und ländliches Erbe
Zu den markanten Bauwerken zählt die Pyramide von The Neale, ein Stufenbauwerk, das etwa 1760 errichtet wurde und 30 Fuß (9 Meter) hoch ist. Das Office of Public Works restaurierte die Pyramide 1990. Ein anderes Erscheinungsbild hat der Temple: Der unvollendete Tempel aus behauenem Stein wurde 1865 von John Browne, Baron of Kilmaine, zu Ehren seines früheren Titels Lord Mount Temple errichtet. Sein sechseckiger Grundriss und sechs schlichte dorische Säulen geben ihm eine klare geometrische Form.
Auch die Gods Of The Neale sind durch ihre steinernen Darstellungen geprägt. Steinplatten mit einem Greif, einem Einhorn und einem Engel sind in eine steinerne Struktur eingefasst. Das Denkmal liegt etwa 200 Yards östlich des Dorfes, innerhalb der alten Demesne-Mauer und nahe den Ruinen des Hauses von Lord Kilmaine. Die Ortsgeschichte verbindet hier monumentale Formen mit kleineren Details in Stein.
Gibbon's gehört wegen seiner Bauform, des örtlichen Feldsteinmauerwerks, der leicht geböschten Silhouette und des steilen, erneuerten Reetdachs zum ländlichen Bauerbe von Neale. Die traditionellen Ladenfronten des Dorfes gelten ebenfalls als Teil des baulichen Erbes. Zusammen zeigen diese Beispiele, wie unterschiedlich das bauliche Ortsbild ausfällt: von einem sechseckigen Tempel und einem Stufenbauwerk bis zu regional geprägter Bauweise.
Kirche, Landhaus und Ortsgeschichte
Die Neale Church wurde 1778 als einschiffige Church-of-Ireland-Kirche mit dreistufigem Turm errichtet; sie wirkt dreischiffig. Heute steht sie als Ruine ohne Dächer. Ihre wechselnde Nutzung ist ebenfalls Teil ihrer Geschichte: 1911 war sie in Gebrauch, 1945 ungenutzt, und 1976 wurde sie als Ruine beschrieben.
Neale House wurde 1737 als Landhaus errichtet. Das Haus ist heute eine Ruine und wurde 1939 größtenteils abgetragen. Die beiden Ruinen stehen damit für unterschiedliche historische Verläufe: Bei der Kirche sind mehrere Nutzungsstände überliefert, während für das Landhaus die weitgehende Abtragung im Jahr 1939 festgehalten ist.
Während der Zeit der Land League beherbergte das Dorf Charles Steward Parnell und Michael Davitt. Auch der Long Stone verweist auf die örtliche Überlieferung. Der Stein, auch The Lia Lugha oder Stone of Lu genannt, liegt südlich des Dorfes an der Weggabelung der Straßen von Cross und Cong. Der Überlieferung nach soll er die Grabstätte von Lugh Lamhfhada markieren, der in der Schlacht von Moyturna getötet worden sein soll. Diese Erzählung bleibt eine Tradition; sie ist von den baulichen und historischen Merkmalen der anderen Orte zu unterscheiden.
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