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Abuli: Kirchen, Kreuze und archäologische Spuren

Unterkünfte in Abuli

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Abuli bietet einen klaren Schwerpunkt für Reisende, die sich für Kirchenbau und archäologische Spuren interessieren. In und um das Dorf stehen unterschiedliche Zeugnisse: Kirchen, Kreuze, Gräber und Reste älterer Siedlungen. Die zeitlichen Bezugspunkte reichen von der Bronzezeit und dem ersten Jahrtausend v. Chr. bis zu einem armenischen Kirchenbau von 1884. So lässt sich Abuli über mehrere historische Schichten erschließen, statt die Reise auf ein einzelnes Bauwerk zu verengen.

Kirchen, Kreuze und Inschriften

Die Kirche von Abuli ist als Denkmal des 10. Jahrhunderts ausgewiesen. Die Festungssiedlung im umliegenden Gebiet wird dagegen dem ersten Jahrtausend v. Chr. zugeordnet. Damit stehen zwei deutlich unterschiedliche Zeitstellungen nebeneinander: Die spätere Datierung betrifft die Kirche im Dorf, die frühere die Festungssiedlung im Umfeld.

Frühfeudale steinerne Kreuze bilden einen weiteren Teil des kulturellen Erbes. Sie sind auf kubischen Basen montiert und mit Bolnuri-Medaillons sowie blühenden Kreuzen dekoriert. An der Westwand von Abulis georgischer Kirche befindet sich neben einem Fenster eine eingemeißelte Inschrift in Asomtavruli. Basen, Ornamente und Schrift liefern konkrete architektonische Merkmale, die über die Datierung einzelner Bauwerke hinausgehen.

Surb Astvatsatsin wurde aus fein behauenem Tuff errichtet und hat einen dreischiffigen Aufbau. Der Begriff beschreibt die Gliederung des Kirchenraums; am Westeingang befinden sich außerdem ein Gesims und darüber eine armenischsprachige Inschrift. Material, Grundriss und Eingangsseite ergeben so verschiedene Ansatzpunkte für die architektonische Einordnung.

Zwei weitere Kirchenreste sind in Abuli erhalten, ohne dass ihre Datierung gesichert ist. Zum zeitlichen Spektrum gehört auch ein armenischer Kirchenbau, der 1884 errichtet wurde. So stehen präzise eingeordnete Bauzeiten neben Zeugnissen, deren Alter offenbleibt.

Archäologische Spuren im Dorf und Umfeld

Auf einer kleinen felsigen Anhöhe am westlichen Ortsrand sind in den Fels gehauene Sarkophage erhalten. Östlich von Abuli liegt ein bronzezeitlicher Friedhof auf dem Gelände des modernen Friedhofs. Am südlichen Ortsrand bewahrt ein Siedlungshügel Spuren von Verteidigungsmauern. Große Tongefäße aus der Spätbronzezeit wurden im Gebiet Abulis gefunden. Das Spektrum reicht damit von Bestattungsplätzen über befestigte Siedlungsspuren bis zu Keramikfunden.

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Am Ufer des Dorfsees wird eine saisonale Hirtensiedlung prähistorischen und frühfeudalen Perioden zugeordnet. Sie ergänzt die Gräber, Mauerreste und Gefäßfunde um einen weiteren Zusammenhang: eine zeitweise pastorale Siedlungsform am Seeufer.

Festungsanlagen und Höhenlage

Die Festung von Abuli besitzt einen westlichen und einen östlichen Eingang sowie zwei halbrunde und drei rechteckige Türme. Terrassierte Räume liegen am östlichen Hang außerhalb der Festung; im südlichen Abschnitt befindet sich eine Quelle. Die Eingänge, die unterschiedliche Form der Türme und die Anordnung der Räume beschreiben verschiedene bauliche Aspekte der Anlage.

Die Abuli-Zyklopenfestung auf dem Mount Patara Abuli ist eine hoch gelegene megalithische Anlage auf etwa 2.700 Metern. Zu ihr gehören in Trockenbauweise errichtete Mauern, eine innere Festung, Speicherstationen und rund 40 Ställe. Der Weg zu dieser Anlage führt über einen steilen Pfad aus Gras und Felsblöcken. Höhenlage, Wegbeschaffenheit und die ungefähre Zahl der Ställe geben unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Anlage und ihren Zugang einzuordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Borjomi, Abastumani, Didi Mitarbi, Tsemi, Nakalakevi, Zarzma, Aspindza, Likani.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Samzche-Dschawachetien.

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