Chakvinji: Festung und Geschichte
Unterkünfte in Chakvinji
Die Festung Chakvinji steht auf einem hohen Kalksteinhügel am linken Ufer des Chanistsqali. Sie liegt im Grenzbereich zwischen den Dörfern Jikhashkari und Chakvinji; zugleich wird Jikhashkari als das Dorf genannt, in dem sich die Festung befindet. Der Fluss und beide Dorfbezeichnungen geben dem Standort eine konkrete geografische Einordnung. Die Festung selbst ist der kulturhistorische Schwerpunkt des Besuchs.
Lage und Anfahrt
Die Festung gilt als leicht erreichbar und ist eine Sehenswürdigkeit an der Straße von Zugdidi nach Chkhorotsku. Der Zufahrtsweg zur Festung steigt von Süden an. Wenn Sie den Besuch einplanen, prüfen Sie vor der Fahrt die Straßenverhältnisse.
Historische Schichten und Dadiani
Die frühesten Verteidigungsschichten werden mit dem Königreich Egrisi in Verbindung gebracht, das in byzantinischen Quellen als Lazica bekannt ist; sie werden dem 4. und 5. Jahrhundert zugeordnet. Als architektur-archäologisches Denkmal wird die Festung in die Zeit vom 5. bis zum 17. Jahrhundert datiert. Diese Zeiträume stehen für unterschiedliche historische Maßstäbe: die frühe Einordnung der Verteidigungsschichten und die längere Datierung des Denkmals.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Befestigung bedeutend erweitert und in das Anwesen der Dadiani-Dynastie integriert. Mit Davit Dadiani, dem letzten Herrscher von Samegrelo, ist die Festung ebenfalls verbunden: Er wurde in einem kleinen Haus innerhalb der Festung geboren. Die Festung wurde als Kulturerbe von nationaler Bedeutung eingestuft.
Grundriss und Festungskomplex
Die Zitadelle hat einen langgestreckten ovalen Grundriss; sie ist 100 Meter lang und bis zu 30 Meter breit. Damit ist sie mehr als dreimal so lang wie ihre maximale angegebene Breite – eine Größenrelation, die ihre längliche Form konkret macht. Die Maße beziehen sich auf die Zitadelle; zum gesamten Komplex gehören außerdem ein Turm mit Tunnel, ein Palast und eine Kirche. So können Sie die Proportionen der Zitadelle von der Zusammensetzung der gesamten Anlage unterscheiden.
Mingrelien Und Oberswanetien: regionaler Kulturkontext
Im übergeordneten Reiseziel Mingrelien Und Oberswanetien bilden Samegrelo und Zemo Svaneti die historischen und geografischen Gebiete; ihre Zentren sind Zugdidi beziehungsweise Mestia. Zum regionalen Kulturkontext gehören das Museum in den beiden Dadiani-Palästen in Zugdidi und der botanische Garten am Dadiani-Palast. Das Museum bewahrt mehr als 44.475 antike Objekte, darunter Napoleons persönlichen Besitz und eine Totenmaske von Napoleon Bonaparte; der Garten wurde 1840 angelegt und erstreckt sich über 67 Hektar. Das Museumsreservat Nokalakevi ist ein weiterer Kulturort, in dem Besucher durch die Geschichte der Antike spazieren können. Innerhalb des Reservats befindet sich die Kirche der 40 heiligen Märtyrer aus dem 6. Jahrhundert. Ober-Swanetien wurde 1996 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Weitere Reiseziele entdecken: Mestia, Poti, Sugdidi, Kirovi, Anaklia
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