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Vardzia: Höhlenstadt und Kulturerbe

Unterkünfte in Vardzia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Vardzia verbindet eine in den Fels gehauene Festungsstadt mit einer geschichtsträchtigen Kulturlandschaft im oberen Mtkvari-Becken. Für Ihre Reiseplanung bieten sich verschiedene Schwerpunkte an: die Höhlenanlage, weitere historische Zeugnisse im Gebiet und eine mehrtägige Wanderroute. Die Anreise lässt sich per Bus oder über eine Zug- und Minibusverbindung planen.

Die Höhlenstadt und ihre Kirchen

Vardzia ist eine in eine Felswand gehauene Festungsstadt, die sich über 900 Meter erstreckt. Das Historisch-Architektonische Museumsreservat Vardzia umfasst einen Höhlenkomplex mit 13 Ebenen. Seine Hauptbauzeit fällt überwiegend in den Zeitraum von 1156 bis 1203. Zum Komplex gehören die Dormitio-Kirche, Verteidigungs- und Bewässerungsanlagen, Mönchszellen, ein Aquädukt, geheime Tunnel, ein Glockenturm und mehrere Kirchen. Insgesamt sind in Vardzia 242 Höhlen teilweise oder vollständig erhalten. Die Dormitio-Kirche und ihr Narthex, die Vorhalle, enthalten Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Porträts von König Giorgi III. und Königin Tamar.

Kulturlandschaft im Mtkvari-Becken

Das Vardzia-Khertvisi-Gebiet erstreckt sich über 18 Kilometer von Khertvisi bis Vardzia im oberen Mtkvari-Becken. Dörfer und Ackerflächen in der Schlucht sind terrassenförmig angelegt und folgen ihrer Topographie. Zum Erbe des Gebiets gehören Asomtavruli-Inschriften aus dem 9. bis 18. Jahrhundert. In Zeda Vardzia ist ein Beispiel des zweischiffigen Kirchentypus aus dem 11. Jahrhundert erhalten. Diese Zeugnisse ergänzen die Höhlenarchitektur um weitere Facetten der regionalen Bau- und Schriftgeschichte.

Festungen und historische Spuren

Die Straße von Khertvisi nach Vardzia führt durch das Mtkvari-Tal. In diesem Tal liegt auch die historische Festung Tmogvi, die im Mittelalter den Zugang nach Georgien aus Asien kontrollierte. Die Festung Khertvisi gilt als mittelalterliche Festung auf der vorläufigen UNESCO-Welterbeliste. Wenn dieser Status für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie den Listeneintrag nochmals. Zur historischen Dimension Vardzias gehören außerdem 28 Weinkeller mit 235 Qvevris, die es dort einst gab.

Wandern und Natur

Die Khertvisi–Shalosheti Mountain–Atskvita-Route ist 28 Kilometer lang und beginnt im Dorf Khertvisi. Sie führt in Richtung Atskvita durch unberührte Wildnis. Für die gesamte Strecke sind zwei bis drei Tage und eine Übernachtung im Zelt erforderlich. Die saisonale Eignung kann sich mit den Bedingungen ändern; prüfen Sie die Verhältnisse vor dem Aufbruch. Atskvita gilt als Ort, der georgische Folklore und Traditionen bewahrt. Mit dem Ort verbunden sind unterirdische Schutzräume, sogenannte Darnen, die vermutlich aus der späten Bronzezeit stammen.

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Auch die Tierwelt bietet einen eigenen Schwerpunkt: In den Felsen von Vardzia nisten Spatzen, Raben und Schmutzgeier. Rund um Vardzia lassen sich außerdem Blaumerle und Felsammer beobachten. Sichtungen variieren je nach Saison, daher gehört die Jahreszeit in die Planung, wenn Vogelbeobachtung für Sie wichtig ist.

Anreise nach Vardzia

Vardzia erreichen Sie per Bus oder Minibus auf der Strecke Tbilisi–Aspindza–Vardzia. Alternativ können Sie mit dem Zug von Tbilisi nach Akhaltsikhe fahren und anschließend einen Minibus nehmen. Da sich die Verkehrsverbindungen ändern können, prüfen Sie die Verbindung für Ihren gewählten Reiseweg vor der Abfahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Tskaltubo, Kutaisi, Terjola, Meore Obcha, Kursebi, Chiatura, Sairme, Etseri.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imeretien.

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