Alakhadzi: Küste und frühchristliche Tempel
Unterkünfte in Alakhadzi
Alakhadzi liegt auf der Westseite des Kaps Pizunda, nahe Gagra. Als Reiseziel verbindet der Ort einen langen Strand mit einer vielschichtigen Geschichte frühchristlicher Sakralbauten. Alakhadzi war außerdem Standort des genuesischen Handelspostens Santa Sofia. Wenn Sie ein Hotel in Alakhadzi suchen, bietet die Ortswahl damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Küste und historische Architektur.
Küstenlage und Orientierung
Der Strand von Alakhadzi wird mit mehr als sechs Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 80–90 Metern beschrieben. Alakhadzi liegt an der Hauptstraße zwischen Gagra und Pitsunda. Die ungefähren Entfernungen betragen rund 13 Kilometer bis Gagra und 10 Kilometer bis Pitsunda; sie ordnen den Ort damit zu beiden Städten in ähnlicher Größenordnung ein. Regelmäßige Minibusse und Taxis werden als Verkehrsmöglichkeiten genannt.
Frühchristliche Tempel im Vergleich
Der Sakralbaukomplex von Alakhadzi gilt als wichtig für die Untersuchung frühchristlicher Bauten am Kap Pizunda. Tempel Nr. 1 wird ins fünfte oder an den Beginn des sechsten Jahrhunderts datiert. Er war eine dreischiffige Basilika mit drei vorspringenden Apsiden. Seine Außenmaße lagen bei ungefähr 50 mal 28 Metern. Für den Bau kamen Blöcke und Platten aus Kalkstein und Sandstein sowie keramische Sockelziegel zum Einsatz. Der Ausdruck „dreischiffig“ beschreibt die Gliederung in drei Schiffe und macht zusammen mit den Apsiden den Grundriss konkreter als die Außenmaße allein. Tempel Nr. 1 wird als größter Tempel Abchasiens und des Kaukasus beschrieben.
Tempel Nr. 1 wurde durch Feuer zerstört; danach entstand Tempel Nr. 2 an derselben Stelle. Die zweite Kirche wandelte sich von einem Bau mit drei Apsiden zu einer Kirche mit nur einer Apsis. Zugleich ersetzte ein Steingewölbe die frühere Holzdachkonstruktion. Archäomagnetische Analysen datieren Tempel Nr. 2 in das späte achte oder frühe neunte Jahrhundert. Die unterschiedlichen Datierungen und der dokumentierte Umbau zeigen, dass die Tempel zu verschiedenen Bauphasen gehören.
Tempel Nr. 3 ist eine stark ruinierte Kreuzkuppelkirche mit drei Apsiden. Auf der Westseite erstreckte sich ein Narthex über die gesamte Breite. Ein Narthex ist eine Vorhalle; bei diesem Bau nahm sie also die ganze westliche Seite ein. Am Tempelstandort wurde 1970–1971 und erneut 1985–1986 gegraben.
Weitere historische Bezüge
In der Gegend von Akhashnykha sollen Ruinen von Tempeln erhalten sein. Akhashnykha wird als steinerner Schrein, als Kirche oder als Ikone beschrieben. Die Ortschaft liegt etwa zwei Kilometer vom Meeresufer entfernt. Der Ortsname Alakhadzi wird im Abchasischen als „Feigenquelle“ übersetzt. Im weiteren Gebiet könnte sich eine große frühmittelalterliche Siedlung mit einem Seehafen befunden haben.
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