Marttila: Flusslandschaft, Naturwege und Geschichte
Unterkünfte in Marttila
Marttila bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: den Weg am Paimionjoki sowie historische Bauwerke und Sammlungen. Längere Routen durch Moor- und Waldlandschaften bietet die Marttilan Korven eräreitistö in der Gemeinde Marttila. Wenn Sie ein Hotel in Marttila suchen, können Sie überlegen, ob für Ihre Reise eher Naturwege, Ortsgeschichte oder die Verbindung beider Themen im Vordergrund stehen soll.
Wege am Fluss und durch die Natur
Der Kumpulanrannan jokipolku ist für alle frei zugänglich und etwa 1,4 Kilometer lang. Er führt zu Ausblicken auf Kumpulanranta, Marttilas ehemaligen Badeplatz, und auf die Stromschnellenlandschaft des Paimionjoki bei Hakaniitty. Die lokalen Wegbedingungen können sich ändern. Der kurze Flussweg und die längeren Routen in der Gemeinde bieten unterschiedliche Längen als Orientierung für die eigene Planung.
Die Marttilan Korven eräreitistö in der Gemeinde Marttila bietet Routenvarianten von 5 bis 30 Kilometern. Sie verläuft durch eine nahezu wildnisartige Landschaft aus Mooren und Waldinseln. Bei der Planung der Route war vorgesehen, entlang der Wege Natur und ländliche Kultur der Gegend vielseitig vorzustellen. Die Wege sind im Gelände mit weißen Bändern und weiteren weißen Markierungen gekennzeichnet. Beide offiziellen Ausgangspunkte liegen etwa fünf Kilometer von der Straße 10 entfernt.
Entlang der Route gibt es unter anderem Feuerstellen und Schutzhütten. An einigen benannten Orten liegen Rastplätze; Tafeln in der Nähe erzählen die jeweilige Geschichte oder Überlieferung. Einrichtungen und Markierungen können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Fahrt die aktuellen örtlichen Informationen, wenn Sie diese Details für Ihre Planung benötigen.
In der Gemeinde Marttila liegt auch das Schutzgebiet Kaunilanmaa. Im höher gelegenen westlichen Teil ist die Baumartenvielfalt größer: Kiefern sind vorherrschend, daneben wachsen Birken, Fichten und Espen. Im Osten steht ein über 100 Jahre alter Fichtenbestand; der dichte Wald wurde jahrzehntelang unbehandelt erhalten. Im Wald befindet sich außerdem ein kleines, nicht entwässertes Sumpfwaldgebiet. An dessen Rändern gibt es zahlreiche Windwürfe und Totholz. Die verschiedenen Wald- und Moorbereiche geben dem Gebiet einen anderen Charakter als die Flusslandschaft am Kumpulanrannan jokipolku.
Kaunilanmaa hieß ursprünglich Palomäki. Auf Wunsch der Familie, die den Wald verkaufte, erhielt das Schutzgebiet den Namen Kaunilanmaa. Es ist das elfte Schutzgebiet der Luonnonperintösäätiö in Varsinais-Suomi. Haubenmeisen und Weidenmeisen brüten dort; beide gelten angesichts des Rückgangs alter Wälder als zunehmend gefährdete Arten.
Kirche und lokale Geschichte
Die St.-Martins-Kirche steht im Ortszentrum von Marttila und wurde 1765 erbaut. Sie repräsentiert den südfinnischen Langkirchenstil, den ihr Erbauer Antti Piimänen prägte. Zum Inventar gehört ein Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert; die Kanzel wurde von Pietari Brahe gestiftet. Auch ein Kronleuchter der Kirche ist mit einem anderen Ort verbunden: Er diente als Vorbild für die Kronleuchter in der Kirche von Turku Castle.
Das Marttilan kotiseutumuseo befindet sich in ehemaligen Getreidespeichern, die aufgrund eines kaiserlichen Erlasses von 1852 bis 1859 errichtet wurden. Saat- und Speisegetreide lagerte man dort für Misserntejahre. Die Marttilan nuorisoseura trug maßgeblich eine Sammlung von mehr als 1.000 Objekten zusammen, die vom bäuerlichen Alltag und von handwerklichen Fertigkeiten erzählt.
Hinter dem Museum steht ein Denkmal für Finnlands letzte Hinrichtung in Friedenszeiten. Antti Antinpoika Hannula wurde wegen der Tötung seines Vaters zum Tode verurteilt; die Strafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Hannula wollte seine Tat jedoch mit dem Tod sühnen und wurde am 22. Oktober 1824 mit dem Beil hingerichtet.
Orientierung in der Gemeinde
Die historische Hämeen Härkätie führt durch die Gemeinde Marttila und verbindet Turku mit Hämeenlinna. Der etwa 110 Kilometer lange Paimionjoki fließt ebenfalls durch die Gemeinde. Das Flussgebiet und die daran entlangführenden alten Straßen, darunter die Hämeen Härkätie, bilden eine landschaftliche und touristische Einheit.
Expressbus-Haltestellen befinden sich im Zentrum von Marttila an der Kreuzung Hämeentie mit Marttilantie/Tiipiläntie sowie in Ollila an der Kreuzung Hämeentie mit Kyröntie. Da sich betriebliche Angaben ändern können, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor der Reise.
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