Zum Inhalt

Duvanlii: Archäologische Spuren

Unterkünfte in Duvanlii

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Wenn Sie Duvanlii als Reiseziel mit archäologischem Schwerpunkt erwägen, stehen mehrere unterschiedliche Zeugnisse im Mittelpunkt. Zu den archäologischen Bezugspunkten des Ortes zählen die Siedlung an der Fundstelle Saite und der Siedlungshügel Kukuva Mound. Neben Duvanlii liegt zudem eine thrakische Nekropole mit mehr als 50 Grabhügeln. Zusammen eröffnen diese Orte unterschiedliche Perspektiven auf Siedlungen und Bestattungen sowie auf deren zeitliche Einordnung.

Siedlungsspuren und ihre Zeitstellung

Die Siedlung an der Fundstelle Saite wird dem späten Chalkolithikum zugeordnet. Kukuva Mound ist ein Siedlungshügel; für ihn sind Belege aus dem Spätneolithikum sowie dem frühen und späten Chalkolithikum angegeben. Im Vergleich reicht die Einordnung bei Kukuva Mound in frühere Abschnitte zurück, während Saite als spätchalkolithische Siedlung eingeordnet ist. Für die frühe Geschichte Duvanliis ergibt sich damit ein Vergleich zwischen einer spätchalkolithischen Siedlung und einem Hügel mit Nachweisen aus mehreren vorgeschichtlichen Abschnitten.

Beide Fundstellen sind als archäologische Kulturgüter von nationaler Bedeutung eingestuft. Die kommunale Denkmalliste enthält Forschungs- und Einstufungsangaben aus dem Jahr 1992. Die Klassifikation und dieses Jahr beantworten andere Fragen als die archäologische Datierung: 1992 bezieht sich auf die Angaben im Verzeichnis, nicht auf die Entstehung der Siedlungen.

Die thrakische Nekropole neben Duvanlii

Die Nekropole bildet einen eigenen Bestattungskontext neben dem Ort. Sie umfasst mehr als 50 Grabhügel, deren zeitliche Einordnung vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis in die Römerzeit reicht. Im Vergleich zu den Siedlungsbelegen mit ihren Einordnungen in neolithische und chalkolithische Abschnitte reicht dieser zeitliche Rahmen bis in die Römerzeit. Die Nekropole wurde 1926–1929 unter Bogdan Filov untersucht.

Für die historische Orientierung lohnt es sich, die Zeitstellung der Grabhügel von der Untersuchungsgeschichte zu unterscheiden: Das 5. Jahrhundert v. Chr. bis zur Römerzeit gehört zur Datierung der Nekropole; 1926–1929 bezeichnet ihre moderne Untersuchung. So stehen hier zwei verschiedene Zeitebenen nebeneinander. Zusammen mit den Siedlungsspuren bietet die Nekropole einen weiteren Zugang zur frühen Geschichte der Region, diesmal mit dem Schwerpunkt auf Bestattungen.

Anzeige

Funde im Museum in Plovdiv

Eine weitere Perspektive bietet das Regionale Archäologische Museum in Plovdiv. Dort werden Funde aus aristokratischen Bestattungen der Duvanlii-Nekropole gezeigt. Die bemerkenswertesten Exponate des ersten Jahrtausends sind in Saal 4 der Dauerausstellung zu sehen. Damit ist der Museumsbezug mit einer konkreten Ausstellung und einem bestimmten Saal verbunden.

Der Museumsbesuch und die Nekropole sind unterschiedliche Bezugspunkte: Die Nekropole liegt neben Duvanlii, während das Museum in Plovdiv Funde aus ihren aristokratischen Bestattungen zeigt. Wenn Sie das Museum in Ihre Reise einbeziehen möchten, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besuchsbedingungen.

Drei archäologische Blickwinkel

Für Ihre Interessenwahl lassen sich die Perspektiven unterscheiden: Saite und Kukuva Mound stehen für Siedlungsbelege aus vorgeschichtlichen Zeiträumen, die Nekropole für Bestattungen mit einer Datierung bis in die Römerzeit und das Museum für Funde aus aristokratischen Gräbern. Wenn Sie vor allem frühe Besiedlung vergleichen möchten, sind die beiden Siedlungsplätze die einschlägigen Themen. Für Bestattungsgeschichte ergänzen sich die Nekropole und die Museumspräsentation. So können Sie den archäologischen Schwerpunkt nach Gegenstand und Zeitstellung einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Dalgo pole, Otets Paisievo, Zhitnitsa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kaloyanovo.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.