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Vollersroda: Dorfkirche, Ortsbild und Feininger-Radweg

Unterkünfte in Vollersroda

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Vollersroda lässt sich über sein regelmäßig angelegtes Straßendorf, die zentral im Ort stehende Kirche und den Feininger-Radweg erschließen. Diese Themen verbinden Ortsgeschichte und Kunstbezug mit einer konkreten Radroute. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie abwägen, ob für Ihre Reise vor allem das historische Ortsbild, die Geschichte der Kirche oder die Radroute den Ausschlag gibt.

Ein Straßendorf mit besonderer Ortsmitte

Vollersroda weist die für hochmittelalterliche Gründungen typische Form eines regelmäßig angelegten und nach außen scharf abgegrenzten Straßendorfs auf. Die regelmäßige Anlage und die klare Begrenzung prägen gemeinsam das Ortsbild. Auch die Position der Kirche erschließt sich aus dieser Struktur: Sie ist nicht in die Häuserzeile eingegliedert, sondern steht durch eine platzartige Erweiterung der Häuserzeilen zentral im Dorf. Straßenform und Kirchenstandort lassen sich so als zusammengehörige Teile der Dorfanlage betrachten. Zur geografischen Orientierung: Vollersroda liegt südwestlich des Parks Belvedere auf 330 Metern Höhe.

Kirche, Denkmal und Feininger

Die Kirche in der Dorfstraße wurde 1775 erbaut. Ihre Position steht in einem besonderen Verhältnis zum Ortsgrundriss: Statt Teil der Häuserzeile zu sein, nimmt sie durch die platzartige Erweiterung der Häuserzeilen eine zentrale Stellung ein. Lyonel Feininger malte insgesamt vier Bilder von der Kirche in Vollersroda. So verbindet sich das Kirchengebäude mit der Kunstgeschichte des Ortes. In der Denkmalliste des Weimarer Landes ist die Kirche mit ihrer Ausstattung, dem Kirchhof und dem Gefallenendenkmal als Einzeldenkmal verzeichnet.

Urkundliche Nennung und Landschaftswandel

Die erste urkundliche Nennung Vollersrodas stammt aus dem Jahr 1262. In einer Urkunde des Volrad von Kranichfeld für das Kloster Oberweirnar erscheint der Ort unter dem Namen Volradshrode. Die urkundliche Nennung von 1262 und der Kirchenbau von 1775 markieren unterschiedliche Stationen der Ortsgeschichte.

Auch die Landschaft hat eine historische Nutzungsgeschichte: Im 19. Jahrhundert wurde in Vollersroda Torf gestochen; das betreffende Gebiet wurde später in Teiche umgewandelt. Die Abfolge von Torfgewinnung und späterer Umwandlung ergänzt die Geschichte des Dorfes um den Wandel der Flächennutzung.

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Mit dem Feininger-Radweg unterwegs

Der 27,8 Kilometer lange und gut beschilderte Feininger-Radweg führt von Weimar über Niedergrunstedt, Gelmeroda, Possendorf und Vollersroda nach Mellingen. Im südlichen Weimarer Land verbindet die Route mehrere Lieblingsmotive Lyonel Feiningers und führt ebenfalls nach Vollersroda. Kirche und Radweg bieten damit zwei unterschiedliche Bezüge zum Maler: Die Kirche war Motiv für insgesamt vier Bilder, während die Route mehrere Lieblingsmotive in der Region verbindet. Die Streckenlänge ist eine konkrete Planungsgröße für Ihre Tour; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Wegebedingungen.

Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Weimarer Land

Im übergeordneten Reiseziel Weimarer Land führt der Thüringer Drei Türme Weg als Rundwanderweg durch die geschützte Landschaft des Mittleren Ilmtals im südlichen Weimarer Land. Er verbindet den Paulinenturm bei Bad Berka, den Hainturm im Belvederer Forst bei Weimar und den Carolinenturm bei Blankenhain.

Eine weitere regionale Route ist der Goethe-Erlebnisweg. Er folgt Goethes Weg zu Charlotte von Stein, verbindet Weimar und Großkochberg und umfasst zwölf Erlebnisstationen zwischen Natur und Kultur. Die Wege unterscheiden sich in ihrem Charakter: Der Drei Türme Weg ist ein Rundwanderweg mit drei benannten Türmen, der Goethe-Erlebnisweg verbindet seine Stationen mit Goethes Weg zu Charlotte von Stein.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mellingen.

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