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Klettbach: Bockwindmühle, Barockkirche und Theaterdorf

Unterkünfte in Klettbach

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Klettbach stehen für eine kulturell geprägte Reise vor allem drei Ortsmerkmale: die Bockwindmühle, die barock umgebaute Kirche und die Theatertradition. Die Themen reichen von technischer Geschichte über Kirchenarchitektur bis zum Theaterleben.

Bockwindmühle, Kirche und Theatertradition

Die heute in Klettbach stehende Bockwindmühle wurde 1743 in Esperstedt erbaut und 1909 nach Klettbach umgesetzt. Anschließend wurde sie technisch aufgerüstet; seither prägt sie das Ortsbild. An ihrer Geschichte lassen sich ursprünglicher Standort, Umsetzung und technische Weiterentwicklung als verschiedene Abschnitte eines Bauwerks nachvollziehen.

Die Kirche in Klettbach wurde zwischen 1721 und 1725 im barocken Stil umgebaut. Dabei erhielt sie im Wesentlichen ihr bis heute erhaltenes Erscheinungsbild mit Mansardwalmdach und geschweifter Turmhaube. In der Kirche steht außerdem eine Barockorgel, die Johann Georg Schröter aus Erfurt 1725 baute. Sie zählt zu den wenigen noch bespielbaren Instrumenten aus der Zeit Johann Sebastian Bachs in Thüringen. Kirchenbau und Orgel geben damit unterschiedliche Einblicke in die barocke Bau- und Musikgeschichte des Ortes.

Auch Klettbachs Theatertradition hat einen klaren historischen Bezug: Im Mai 1902 wurde das Stück „Die Dorfmusikanten“ uraufgeführt. Mit dieser Premiere begründete der Ort seinen bis heute gepflegten Ruf als „Theaterdorf“. Wer sich für Ortsleben und Kulturgeschichte interessiert, findet hier neben Bauwerken auch eine fortgeführte kulturelle Identität.

Kultur und Veranstaltungen in Klettbach

Klettbach gehört zu den 23 Orten des Feininger-Radwegs. Dort stehen nahe den von Lyonel Feininger gemalten Motiven farbig gestaltete Pultaufsteller mit Hinweisen und Erläuterungen zu seinen Gemälden. Dieser Bezug zur Malerei ergänzt die örtlichen Themen Mühle, Kirche und Theater um einen eigenen Zugang zur Kunst.

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Ein wiederkehrender Termin im Jahreslauf ist das Mühlenfest: Es findet jedes Jahr am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag auf dem Gelände der Bockwindmühle statt und bietet Informationen und Unterhaltung durch den Mühlenverein. Im Rahmen des Fests wird ab 11 Uhr der traditionelle Mühlengottesdienst mit Pfarrer Christian Dietrich gefeiert. Wenn Sie Ihren Aufenthalt daran ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Reise das Datum und die aktuelle Veranstaltungsankündigung.

Weitere Kultur- und Wanderziele im Weimarer Land

Das übergeordnete Reiseziel Weimarer Land bietet weitere kulturelle und landschaftliche Themen. Der Thüringer Drei Türme Weg ist ein Rundwanderweg im südlichen Weimarer Land und führt durch die geschützte Landschaft des Mittleren Ilmtals. Er verbindet den Paulinenturm bei Bad Berka, den Hainturm im Belvederer Forst bei Weimar und den Carolinenturm bei Blankenhain. Die drei Turmnamen machen den Aufbau des Rundwegs anschaulich. Für eine andere Art der Aktivität bietet der VitalParcours Bad Berka Nordic-Walking-Strecken in abwechslungsreichen Landschaften; die Bestätigung seiner insgesamt vier Routen als Qualitätswege durch den Deutschen Nordic-Walking-Verband erfolgte 2011. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Routenbedingungen.

Auch der Goethe-Erlebnisweg lässt sich als eigenständiger regionaler Schwerpunkt einordnen: Er verbindet Weimar und Großkochberg, folgt Goethes Weg zu Charlotte von Stein und umfasst zwölf Erlebnisstationen zwischen Natur und Kultur. So stehen ein Weg mit benannten Türmen, Nordic-Walking-Routen und ein literarisch ausgerichteter Erlebnisweg für unterschiedliche Interessen im Weimarer Land.

Wer Kultur lieber über Sammlungen und Ausstellungen erschließt, findet im Weimarer Land weitere Themen: Das Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden zeigt mehr als 40 historische Gebäude aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Die Dauerausstellung im Coudray-Haus Bad Berka behandelt 200 Jahre Entwicklung des Kur- und Gesundheitswesens in Bad Berka. Für Kunst und regionale Kulturgeschichte stehen außerdem das Kunsthaus Apolda Avantgarde mit Ausstellungen internationaler und regionaler Künstler sowie das GlockenStadtMuseum Apolda, das sich der Kulturgeschichte der Glocken und der Textilindustrie der Region widmet. Diese Ziele ergänzen Klettbachs eigene Ortsgeschichte um größere regionale Perspektiven; aktuelle Besuchsbedingungen sollten Sie jeweils vorab prüfen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kranichfeld.

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