Neidhartshausen: Kirche, Fachwerk und Fledermauspfad
Unterkünfte in Neidhartshausen
Neidhartshausen verbindet historische Bauwerke mit Naturbezügen. Kirche, Fachwerk und Fledermausthemen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um den Ort kennenzulernen: vom Ortskern über einen ausgeschilderten Themenweg bis zu den Buchenwäldern am Neuberg.
Kirche und Fachwerk im Ortskern
Die dem Erzengel St. Michael geweihte Kirche liegt mitten in Neidhartshausen und wurde 1722 erbaut. Im Ortskern stehen zahlreiche traditionelle Fachwerkhäuser. Sie sind so angeordnet, dass jedes Haus von seinen Wohnzimmerfenstern aus freie Sicht auf die Kirche hatte. Ein Fachwerkhausensemble aus der Renaissancezeit ergänzt das bauliche Bild. Kirche und Fachwerk lassen sich aus zwei Blickwinkeln betrachten: Die Kirche hat eine konkrete Jahresangabe, während das Ensemble durch seine Epoche eingeordnet wird. Auch die überlieferte Sichtbeziehung zwischen den Häusern und der Kirche gehört zur Ortsgeschichte.
Fledermauspfad und geschützte Wochenstube
Der Fledermauspfad ist 1,8 Kilometer lang und verläuft zwischen Neidhartshausen und Zella. Fünf Informationstafeln sowie Skulpturen heimischer Holzbildhauer säumen den Weg. Im Ort sind außerdem verschiedene Fledermausobjekte von Rhöner Holzbildhauern zu sehen. So begegnet Ihnen das Fledermausthema sowohl auf der Strecke als auch in Form von Objekten im Ort.
Auf dem Dachboden der Kirche in Neidhartshausen befindet sich seit Jahrzehnten eine geschützte Wochenstube des Großen Mausohrs. Das Quartier wurde 2008 als Flora-Fauna-Habitat in das Natura-2000-Netzwerk aufgenommen. Pfad und Wochenstube sind unterschiedliche Bezüge zum selben Naturthema: der eine als Weg mit Informationstafeln und Skulpturen, die andere als geschütztes Quartier in der Kirche.
Die gepflasterten und asphaltierten Wege, auf denen der Fledermauspfad nach Neidhartshausen führt, sind für Kinderwagen und Rollstühle geeignet. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegemarkierung vor Ort; Wegverhältnisse können sich ändern.
Buchenwälder am Neuberg
Am Neuberg bei Neidhartshausen sind rhöntypische, urwüchsige Buchenwälder erhalten. Sie setzen einen anderen Naturakzent als die Wochenstube in der Kirche: Hier prägt ein Wald den Landschaftsbezug, dort steht ein geschütztes Quartier im Mittelpunkt. Fledermauspfad, Wochenstube und Buchenwälder bieten somit verschiedene Ansatzpunkte, wenn Sie sich für die Natur rund um Neidhartshausen interessieren.
Weitere Kulturthemen in Dermbach
Auch Dermbach bietet eigene kulturgeschichtliche Bezugspunkte. Das Museum der Thüringischen Rhön in Dermbach zeigt traditionelles Handwerk wie Weben und Schnitzen sowie historische Werkzeuge, Trachten, Möbelstücke, landwirtschaftliche Geräte und Handwerkskunst. Zu den Themen der Kultur- und Sozialgeschichte zählen unter anderem die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach, der Bauernkrieg in der Vorderrhön, die Korkverarbeitung in Dermbach und die Feldabahn. Diese Schmalspurbahn wurde 1880 erbaut; auch kleinere Industriebetriebe entlang der Bahn gehören zu den Museumsthemen.
Ein weiterer eigener Geschichts- und Architekturbezug in Dermbach ist das Schloss: Der Fuldaer Fürstabt Adalbert von Schleifras ließ es 1707 erbauen. Drei schlichte Gebäude im Barockstil umschließen einen weiten rechteckigen Hof. Diese Beispiele ergänzen den Blick auf die Region, bleiben aber eigene Themen Dermbachs und sind von Kirche, Fachwerk und Naturbezügen in Neidhartshausen zu unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Kaltennordheim, Fischbach, Creuzburg, Steinbach, Tiefenort, Behringen, Treffurt, Zella.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wartburg.