Hodorf: Radwege, Störlandschaft und Fährgeschichte
Unterkünfte in Hodorf
Hodorf lässt sich für die Reiseplanung über drei Themen erschließen: die Störlandschaft, Radwege durch die Marsch und die Geschichte der Fähren.
Radfahren zwischen Stör und Marsch
Hodorf ist mit der Brückentour verbunden, die parallel zur Stör verläuft. Eine weitere Route, der Störtörn 1, führt durch Hodorf auf ruhigen Marschwegen nach Norden. Sie verbindet die Störlandschaft mit Deichwegen und offenem Marschland. Als Startorte für den Störtörn 1 kommen Wewelsfleth, Wilster oder Heiligenstedten infrage. So können Sie bei der Tourenplanung zwischen verschiedenen Startpunkten wählen, ohne die beiden Routen gleichzusetzen.
Zur Orientierung ist der Störtörn 1 mit einem blauen Fluss auf grünem Grund markiert; Pfeile zeigen den Verlauf des Flusses an. Am Störsperrwerk gibt es einen kostenfreien Ausflugs- und Deichparkplatz, der vor allem für Besucher, Radfahrende und Spaziergänger gedacht ist. Prüfen Sie vor einer Radtour die aktuellen Routenbedingungen.
Störlandschaft und Fährgeschichte
Hodorf liegt in der Störlandschaft der Krempermarsch. Flächen innerhalb der großen Störschleife werden zunehmend für Landschafts- und Naturschutz genutzt und bieten seltenen Pflanzen und Tieren Entwicklungsraum. Die Landschaft bildet so einen eigenen Schwerpunkt neben den Radwegen und der Ortsgeschichte.
Zur Geschichte der Fähren gehören zwei unterschiedliche Zeitangaben: Die Holler-Fähre bei Deicherde war bis etwa 1955 in Betrieb. Eine zweite Fähre in Hodorf wurde bis 1935 von Nikolaus von Holdt betrieben. Die Fährleute bestritten ihren Lebensunterhalt mit Fährgeld, Fischerei und kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Ein weiterer historischer Bezug aus dem nahen Umfeld ist die Schwingbrücke in Heiligenstedten: Sie sollte es den Einwohnern Hodorfs erleichtern, Gottesdienste in der St. Marienkirche zu besuchen. Die Holler-Fähre bei Deicherde blieb demnach etwa zwei Jahrzehnte länger in Betrieb als die von Nikolaus von Holdt betriebene Fähre.
Übernachten und vor Ort planen
Zum Fährhaus Hodorf gehören Zeltcamping, Mietwohnwagen, Gästezimmer sowie Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile. Zum Aktivitätsangebot zählen Schwimmen im Badeteich, Angeln am Stördeich und Abende am Lagerfeuer. Auch die Verfügbarkeit dieser Aktivitäten kann sich ändern, daher empfiehlt sich eine Nachfrage vorab.
Als Haltestelle des öffentlichen Verkehrs für das Fährhaus Hodorf ist Beidenfleth Großkampen (Nord) geführt. Prüfen Sie den aktuellen Anschluss vor der Anreise.
Steinburg als regionaler Rahmen
Auf Ebene des Reiseziels Steinburg führt der Elberadweg als einer von fünf Radfernwegen durch die Region des Kreises. Die Wilstermarsch, eine der ältesten Landschaften Schleswig-Holsteins, beherbergt außerdem die Tiefste Landstelle der Bundesrepublik Deutschland auf 3,54 Metern unter Normalnull. Diese regionalen Bezüge ergänzen die Ortsmerkmale Hodorfs, die von der Störlandschaft, den Marschwegen und der Fährgeschichte geprägt sind.
Weitere Reiseziele entdecken: Horst, Stördorf, Bokelrehm, Krempe, Wilster, Heiligenstedten, Lägerdorf, Rethwisch
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steinburg.