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Sollwitt: Siedlungsspuren und ländliche Geschichte

Unterkünfte in Sollwitt

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sollwitts Ortsgeschichte reicht mindestens bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1407 zurück. Archäologische Hinweise führen weiter in die Jungsteinzeit und in die vor- und frühgeschichtliche Zeit. Für die Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche Blickwinkel: frühe Besiedlung, ländliche Selbstverwaltung, technische Geschichte, Moorlandschaft und Radwege.

Frühe Siedlungsspuren und ländliche Geschichte

Feuersteinwerkzeuge und Waffen deuten auf Besiedlung seit der Jungsteinzeit hin. Eisenschlacke weist auf Raseneisenschmelze in vorgeschichtlicher und frühgeschichtlicher Zeit in der Gegend hin. Die erste urkundliche Erwähnung von 1407 ist davon zeitlich zu unterscheiden: Sie markiert den schriftlichen Nachweis, nicht den Beginn der Besiedlung. Ein neolithisches Steinbeil, das nahe der Straße zwischen Sollwitt und Süderhackstedt gefunden wurde, trägt Verzierungen, die möglicherweise auf eine rituelle Nutzung hindeuten.

In Klein-Sollwitt sind im Siedlungsbereich Reste älterer Bausubstanz erhalten. Vier historische Erbpachthöfe in Sollwitt waren ursprünglich Eigentum des Domkapitels, der katholischen Kirchenverwaltung in Schleswig. Auch der Dingstock erzählt von der ländlichen Selbstverwaltung: Mit ihm wurden Versammlungen oder Verhandlungen beim Bauervogt einberufen. Die Dingstöcke aus Sollwitt und Sollwittfeld hatten gespaltene Enden, in denen schriftliche Bekanntmachungen gehalten wurden. Der Überbringer trug sie von Nachbar zu Nachbar.

Windgeschichte und Dorfleben

Die historische Herkules-Windturbine in Pobüll wurde 1923 gebaut und 1924 in Betrieb genommen. Ihr Rotor maß zwölf Meter, der Turm war 28 Meter hoch und die Winddynamo leistete 13 Kilowatt. Die Anlage trieb außerdem eine angeschlossene Kornmühle an. Zu ihr gehörten 120 installierte Lampen; eine Turmlampe diente der Dorfbeleuchtung. Acht Elektromotoren wurden zum Dreschen und Häckseln eingesetzt. So verbindet die Geschichte der Turbine Stromerzeugung, Licht und landwirtschaftliche Arbeit.

Der Ortskulturring Sollwitt-Pobüll besteht seit 1953 und organisiert jährlich Veranstaltungen und Kurse. Welche Angebote und Termine konkret auf dem Programm stehen, variiert. Wenn Sie einen Besuch mit einer Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie deshalb die aktuellen Termine.

Moor und Landschaftsschutz

Das mit Sollwitt verbundene Pobüller Moor weist eine Torfschicht von bis zu sieben Metern auf; Teile des Moors wurden 1927 urbar gemacht. So stehen ein landschaftliches Maß und ein historischer Eingriff nebeneinander: die maximale Mächtigkeit der Torfschicht und die teilweise Urbarmachung im Jahr 1927.

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Das Pobüller Bauernholz ist ein Landschaftsschutzgebiet auf einem flachen Endmoränenrücken in der Husum-Bredstedt-Geest. Auf rund 152 Hektar verteilen sich Laubwald, Feuchtwiesen, Moore und Felder. Die Feuchtgebiete bieten zahlreichen Vogelarten Brut- oder Rastlebensraum; das Gebiet ist als NATURA-2000-Gebiet ausgewiesen. Im Gemeindewappen wird Pobüll durch einen Laubbaum dargestellt, der auf den nahegelegenen Pobüller Bauernwald verweist.

Radwege und Tourenplanung

Die GeestRundtour erreicht Sollwitt, nachdem sie durch das Landschaftsschutzgebiet Pobüller Bauernholz und das Nordermoor geführt hat. Die Tour ist mit 31,6 Kilometern und einer Dauer von 2 Stunden 5 Minuten beschrieben. Sie verläuft überwiegend auf verkehrsarmen Nebenstraßen oder Feldwegen und meidet Hauptstraßen, wo dies möglich ist. Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Routenangaben und Bedingungen, da sich Routenbeschreibungen und Wegverhältnisse ändern können.

Radwege verbinden Sollwitt mit Viöl und Süderhackstedt. Auch bei diesen Wegen sollten Sie den Zustand vor Ort prüfen. Die Angaben zur GeestRundtour und zu den Verbindungen unterscheiden die Streckenlänge und Dauer einer beschriebenen Tour von den Verbindungen zwischen den Orten – zwei verschiedene Aspekte, die bei der Planung Ihrer Radtage hilfreich sein können.

Weitere Reiseziele entdecken: Högel, Tönning, Wittbek, Immenstedt, Grothusenkoog, Wittdün, Stedesand, Nebel

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordfriesland.

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