Mohorn: Porphyrfächer, Ortsensemble und KNOX Museum
Unterkünfte in Mohorn
Mohorn lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: die Landschaft rund um den Ort, seine markanten Gebäude und die geologische Besonderheit des Porphyrfächers. Naturkunde, Ortsgeschichte und ein Museumsbesuch setzen dabei jeweils einen eigenen Schwerpunkt für Ihren Aufenthalt.
Landschaft und Porphyrfächer
Der Ort Mohorn ist vom Tharandter Wald, dem Triebischtal und weiten fruchtbaren Feldfluren umgeben. Wald, Tal und offene, fruchtbare Landschaft prägen so den beschriebenen Rahmen des Ortes. Wer sich für die Naturgeschichte interessiert, findet mit dem Porphyrfächer ein konkretes Thema: Er ist seit 1958 als Naturdenkmal ausgewiesen.
Der Porphyrfächer ist außerdem in das Geologische Freilichtmuseum am Porphyrfächer-Tharandter Wald (GFM) eingebunden. Tafel 4 erläutert die Art der Magmenförderung als Glutwolkenausbruch, die Abkühlungserscheinungen, aus denen die Fächerform hervorging, und die Ausbildung des Gesteinsgefüges (Ignimbrit). Die Themen ergänzen einander: Die Erläuterung führt von der Entstehungsart über die Form bis zum Gesteinsgefüge. Damit steht am Porphyrfächer nicht nur seine ausgewiesene Bedeutung als Naturdenkmal im Blick, sondern auch die geologische Erklärung seiner charakteristischen Form.
Das Ortsensemble und seine Baugeschichte
Ein anderer Zugang zu Mohorn führt über das markante Ortsensemble. Dazu gehören das Rathaus von 1926 sowie die Kirche von 1496 mit dem Pfarrhaus und die ehemalige Schule von 1859. Die Jahreszahlen machen die zeitliche Spannweite der genannten Gebäude sichtbar. Zugleich lässt sich das Ensemble als Zusammenspiel verschiedener Gebäudetypen betrachten: Rathaus, Kirche, Pfarrhaus und frühere Schule verweisen auf unterschiedliche Funktionen im Ortsleben, ohne dass dafür ein einzelnes Gebäude stellvertretend stehen muss.
Im Unterschied zum Porphyrfächer, bei dem geologische Entstehung und Gesteinsform im Mittelpunkt stehen, lenkt das Ortsensemble den Blick auf Bauwerke und ihre jeweiligen Daten. So können Sie Mohorn anhand verschiedener Themen wahrnehmen: über seine Landschaft, über die Entwicklung seiner markanten Gebäude oder über die geologische Besonderheit.
KNOX Räucherkerzenmuseum in Grund
Im Ortsteil Grund von Mohorn ist im KNOX Räucherkerzenmuseum seit 1999 eine Ausstellung zu besichtigen. Sie umfasst Räucherkerzen und Verpackungen aus der Gründungszeit des Unternehmens um 1865. Hinzu kommen Wissenswertes über die Geschichte des Räucherns, die verwendeten Zutaten einschließlich der „Gewürze“ und die Gewinnung von Weihrauch in fernen Ländern. Das Themenspektrum reicht damit von konkreten historischen Ausstellungsstücken bis zu Hintergründen über Zutaten und Weihrauch.
Wenn Sie sich nicht nur für die Ausstellungsthemen, sondern auch für eine praktische Beschäftigung interessieren, können Sie in einem Workshop eigene Räucherstäbchen herstellen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Ausstellung und Workshop setzen unterschiedliche Akzente: Die Ausstellung vermittelt Inhalte zur Geschichte und zu den Materialien, während der Workshop die eigene Herstellung von Räucherstäbchen ermöglicht.
Mohorn auf einer Radroute
Auch für eine Routenplanung auf dem Rad gibt es einen konkreten Bezug zu Mohorn: Die Radroute „Rund um Wilsdruff“ umfasst einen Halt am Freibad Mohorn. Der Halt ist damit Teil der beschriebenen Route, während die Themen am Porphyrfächer, am Ortsensemble und im KNOX Räucherkerzenmuseum jeweils eigene inhaltliche Anknüpfungspunkte bieten. Je nachdem, ob Sie Geologie, Baugeschichte, Museumsinhalte oder eine Radroute in den Mittelpunkt stellen möchten, können Sie Ihren Blick auf Mohorn unterschiedlich ausrichten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wilsdruff.