Berthelsdorf/Erzgebirge entdecken
Unterkünfte in Berthelsdorf/Erzgebirge
Berthelsdorf/Erzgebirge vereint eine besondere historische Siedlungsform, eine vielschichtige Kirchengeschichte und Spuren des Bergbaus. Auch die Landschaft lässt sich bei Rad- und Wandertouren erleben. Eine Rundtour führt am Hüttenteich vorbei, der zu einer kurzen Pause einlädt. Für die Planung Ihres Aufenthalts können diese unterschiedlichen Schwerpunkte Orientierung geben.
Waldhufendorf und Ortsgeschichte
Berthelsdorf wurde als Waldhufendorf angelegt. Jeder Bauer erhielt eine Hufe, also ein zur Urbarmachung bestimmtes Waldstück von 2319 Metern Länge und etwa 100 Metern Breite. Aus dieser Anordnung erklärt sich die langgestreckte Form des Ortes: Die bewirtschafteten Felder liegen streifenförmig hinter den Gehöften. Hufe, Gehöft und Feldstreifen beschreiben damit gemeinsam eine Siedlungsstruktur, in der die landwirtschaftliche Nutzung eng mit der Gestalt des Ortes verbunden ist. Der Überlieferung nach geht die Gründung Berthelsdorfs auf das Jahr 1163 zurück.
Baugeschichte der Kirche
Auch die Kirche Berthelsdorf erzählt von mehreren Bauphasen. Der barocke Kirchenneubau entstand 1756. Anstelle seines Dachreiters wurde 1881/82 der markante Kirchturm errichtet, nach Plänen des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel (1838–1915). Der Turm weist neoromanische und frühgotische Bauelemente auf. Das Kirchenschiff hat eine eigene, unmittelbar folgende Bauphase: Es ging aus einer Saalkirche hervor und wurde 1883 im neoromanischen Stil umgebaut. Während für den Turm sowohl neoromanische als auch frühgotische Elemente genannt sind, ist der Umbau des Schiffs dem neoromanischen Stil zugeordnet. So lassen sich die Bauarbeiten zeitlich und architektonisch voneinander unterscheiden.
Bergbaugeschichte in der Landschaft
Die Umgebung ist von einer jahrhundertealten Bergbau- und Industrielandschaft geprägt. Ihr Zustand ist vielfältig: Bereiche sind saniert und liebevoll restauriert, andere im Unterholz versunken. Ein konkretes Element der Bergbaugeschichte ist der historische Wernergraben. Er verlief durch die Wiesenflächen von Berthelsdorf und Langenrinne bis zu den Walkteichen unterhalb der Rosine. Auf einer Länge von 2260 Metern verband er das Muldenwehr mit der Hauptrösche. Verlauf, Endpunkte und Länge geben dem Graben einen klaren räumlichen Bezug innerhalb der beschriebenen Bergbaulandschaft.
Hüttenteich und Touren
Der Berthelsdorfer Hüttenteich liegt im europäischen FFH-Gebiet „Freiberger Bergwerksteiche“ und bietet geschützten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Bei einer Rundtour von Lichtenberg zur BLOCKLINE kommen Sie ebenfalls an ihm vorbei: Die Strecke führt über Weigmannsdorf nach Berthelsdorf und zurück; der Hüttenteich lädt dabei zu einer kurzen Pause ein.
Berthelsdorf eignet sich außerdem als Startpunkt für Rad- und Wandertouren. Gut ausgebaute und beschilderte Wege führen durch idyllische Natur zu sehenswerten Aussichtspunkten. Da sich Routenbedingungen und Beschilderung ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Verlauf Ihrer geplanten Tour.
Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so unterschiedliche Schwerpunkte: Ortsform und Kirche stehen für die Siedlungs- und Baugeschichte, während Wernergraben und Hüttenteich Bergbaugeschichte und Landschaft verbinden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weißenborn/Erzgebirge.