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Oberlungwitz entdecken

Unterkünfte in Oberlungwitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Oberlungwitz erstreckt sich über etwa sieben Kilometer entlang des Oberlaufs des Lungwitzbachs. Für Ihre Reiseplanung bietet der Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Motorsport am Sachsenring, Naturthemen am Lungscher Lehrpfad und Bau- und Ortsgeschichte. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Oberlungwitz suchen, können diese Themen helfen, den Schwerpunkt Ihres Besuchs zu bestimmen.

Natur am Lungscher Lehrpfad

Der Lungscher Lehrpfad beginnt am Henny Pond und führt direkt in das Landschaftsschutzgebiet Hirschgrund. Informationstafeln erklären Umwelt- und Naturschutz. So lassen sich bei der Planung drei konkrete Orientierungspunkte unterscheiden: der Start am Henny Pond, das Ziel im Hirschgrund und die Naturthemen entlang des Lehrpfads.

Der Lehrpfad spricht damit ein anderes Interesse an als die motorsportbezogenen Angebote des Ortes: Hier steht die Vermittlung von Umwelt- und Naturschutz im Mittelpunkt. Wer Oberlungwitz nicht nur über seine Bauwerke oder seine Motorsportgeschichte kennenlernen möchte, findet in dieser Verbindung aus Weg und Informationstafeln einen weiteren thematischen Zugang.

Sachsenring und Motorsportgeschichte

Am Sachsenring in Oberlungwitz können Besucher an Sicherheits- oder Sportfahrprogrammen für Autos und Motorräder teilnehmen. Das Angebot umfasst unter anderem Drifttraining, Streckentraining und Motorrad-Kurventraining, außerdem Racetaxi-Fahrten, Formelwagen- und Tourenwagenfahrten, Beiwagen-Taxifahrten sowie Indoor-Karting. Die verschiedenen Formate machen deutlich, dass der Sachsenring nicht allein mit Motorradrennen verbunden ist, sondern auch unterschiedliche Fahr- und Mitfahrangebote umfasst.

Seine heutige Form hat der Sachsenring nach dem Ende des alten Straßenkurses erhalten. Dieser wurde 1990 geschlossen; das neue Zentrum entstand zwischen Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz. Zwei Jahre nach dem Bau des neuen Zentrums kehrten Motorrad-Weltmeisterschaftsrennen zurück. Diese Abfolge ordnet die jüngere Rennsportgeschichte ein: Auf die Schließung des alten Kurses folgte ein neuer Standort, bevor der internationale Motorradrennsport dort wieder stattfand.

Kirchen und Baugeschichte

Die Abteikirche wurde von 1746 bis 1748 erbaut und 1749 geweiht. Sie ist im Stil einer alten Dorfkirche gestaltet und besitzt zwei Emporen. Im Inneren steht eine kleine zweimanualige Kreuzbach-Orgel mit mechanischen Kegelladen. Auch die barocke Kanzel ist bemerkenswert: Sie zeigt Moses mit den Tafeln der Zehn Gebote. Zwei alte Glocken aus der Abteikirche befinden sich heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

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St. Martin bewahrt einen mittelalterlichen Turmabschnitt. Die Kirche wurde 1804 umgebaut; zu ihren besonderen Merkmalen gehören außerdem ein 45 Meter hoher Turm mit Blick über Oberlungwitz, die Umgebung und das Erzgebirge sowie eine große dreimanualige Jehmlich-Orgel. Abteikirche und St. Martin stehen damit für unterschiedliche Bau- und Ausstattungsdetails: In der einen Kirche prägen unter anderem Emporen, Kanzel und Kreuzbach-Orgel den Eindruck, in der anderen der mittelalterliche Turmteil, der Umbau von 1804 und die Jehmlich-Orgel.

Spuren des früheren Ortslebens

In Oberlungwitz sind historische Drei- und Vierseithöfe erhalten, die an die frühere Zeit als Bauerndorf erinnern. Die Bezeichnungen der Hofanlagen verweisen auf die Zahl der Seiten, die von Gebäuden eingefasst sind. Zusammen mit den Kirchen erzählen die Höfe von einer Ortsgeschichte, die sich nicht nur an einzelnen Jahreszahlen, sondern auch an überlieferten Bauformen ablesen lässt.

Das Projekt Lungscher Stadtgeflüster ergänzt diesen Blick mit Informationstafeln an bedeutenden Gebäuden und Orten, an denen Teile der Oberlungwitzer Geschichte verschwunden sind. Eine weitere Spur der Ortsgeschichte ist die Strumpfwirkertradition: Mit ihr wird das Jahr 1731 verbunden, als Samuel Uhlig den ersten Strumpfwirkerstuhl des Ortes erwarb.

Auch Verkehr prägte die Geschichte Oberlungwitz'. Die historische Poststation stand an der alten fränkischen Postroute von Chemnitz über Oberlungwitz nach Lichtenstein. Mit dieser Strecke verbunden ist die erhaltene Königlich-Sächsische Postmeilensäule. Sie steht heute auf dem neu gestalteten Vorplatz neben dem Gasthaus Zur Post. Eine weitere historische Durchgangsstraße führte von Hof über Zwickau nach Chemnitz und war von hohem Verkehrsaufkommen und häufigen Truppenbewegungen geprägt.

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