Güntersberge: Bergsee, Selke und Wandern
Unterkünfte in Güntersberge
Güntersberge ist ein staatlich anerkannter Erholungsort am Ufer der Selke. Zu den konkreten Bezugspunkten für einen Aufenthalt gehören der Bergsee, auch Mühlenteich genannt, der Katzsohlteich am Ortsrand, die Selketalbahn und die Kirche. Für Ihre Reiseplanung hilft es, diese Punkte auseinanderzuhalten: Der Bergsee verbindet Teichgeschichte und Bahnbezug; am Katzsohlteich stehen Wanderung und Stempelstelle im Vordergrund.
Wasserorte und Bergsee
Der Bergsee, auch Mühlenteich genannt, wurde 1752 ursprünglich als Bergbauteich angelegt. Er ist 125 Meter lang und 12 Meter breit; die Maße machen seine längliche Form deutlich. Am Bergsee wird geangelt und gerudert. Der geologische Aufschluss Teichdamm befindet sich ebenfalls am Bergsee. So treffen am selben Gewässer Entstehungsgeschichte, unterschiedliche Nutzungen und ein geologischer Bezug zusammen.
Wandern und Bahn
Am Ortsrand von Güntersberge liegt der Katzsohlteich; dort befindet sich Stempelstelle 172 der Harzer Wandernadel. Eine kurze Wanderung dorthin beginnt am Parkplatz am Bergsee, folgt zunächst einem ausgeschilderten Rundweg und biegt dann zum Teich ab. Der Bergsee markiert somit den Startpunkt, der Katzsohlteich das Wanderziel mit Stempelstelle.
Der 75 Kilometer lange Selketal-Stieg führt direkt durch Güntersberge. Gegenüber der kurzen Wanderung zum Katzsohlteich ist das eine deutlich längere Streckenoption. Prüfen Sie vor einer Tour den aktuellen Status des Selketal-Stiegs.
Die Selketalbahn fährt direkt am Südufer des Bergsees vorbei und bietet Eisenbahnliebhabern ein Fotomotiv. Der Bahnbezug liegt damit unmittelbar an einem der benannten Wasserorte.
Kirchengeschichte
Die Kirche macht Güntersberges ältere Geschichte auf eine andere Weise greifbar. Ihr Vorgängerbau wurde beim Stadtbrand von 1856 zerstört. Die 1871 eingeweihte neoromanische Kirche erhielt das barocke Nordportal des Vorgängerbaus sowie den Grabstein des letzten katholischen Pfarrers vor der Reformation. Das Portal verbindet einen barocken Bauteil mit dem späteren neoromanischen Gebäude; der Grabstein führt den Blick noch weiter zurück, in die Zeit vor der Reformation. Zerstörung, Neubau und übernommene Elemente lassen sich so als getrennte historische Schichten betrachten.
Ergänzende Ziele im übergeordneten Reiseziel Harzgerode
Im übergeordneten Reiseziel Harzgerode setzt das Schloss einen eigenen historischen Schwerpunkt. Es wurde zwischen 1549 und 1552 neu errichtet und diente von 1635 bis 1709 als Residenz der Harzgeröder Linie des anhaltischen Fürstenhauses. Als Renaissancebau besitzt es einen Treppenturm und einen Rundturm. Auch die St.-Marien-Kirche in Harzgerode gehört zu diesem historischen Kontext; sie ist ein barocker Bau aus den Jahren 1697 bis 1699.
Einen anderen Blick auf die Geschichte eröffnet das Carlswerk in Mägdesprung. Dort sind mechanische Bearbeitungsmaschinen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Originalzustand und ein Holzkran von 1890 erhalten. Spinde, Werkbänke und Urlaubskarten der Belegschaft veranschaulichen die Arbeitskultur des frühindustriellen Zeitalters. Die Harzgeröder Adventswege kehren jährlich am 2. Advent wieder; Termine und Programm variieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Neudorf, Dankerode, Siptenfelde, Alexisbad, Schielo.
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