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Radegast: Fuhneradweg und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Radegast

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Radegast verbindet mehrere klar unterscheidbare Themen für die Reiseplanung: den Fuhneradweg, geschützte Landschaften sowie Bau- und Ortsgeschichte. Die Route führt am Gestüt und am Marktplatz vorbei; im Zentrum geben Informationstafeln Einblicke in die Geschichte einzelner Gebäude. Hinzu kommen eine Kirche mit Spuren zweier Bauzeiten und ein umgestalteter Friedhofspark. Wenn Sie ein Hotel in Radegast suchen, helfen diese Schwerpunkte dabei, Ihren Aufenthalt nach dem Interesse an Radweg, Architektur oder Ortsgeschichte auszurichten.

Radegast am Fuhneradweg

Der Fuhneradweg führt am Gestüt und am Marktplatz von Radegast vorbei. An oder nahe der Route liegen eine Friedenseiche aus dem Jahr 1871, ein Friedhofsgarten mit geschnitzten Holzskulpturen, ein Spielplatz mit Trinkwasserbrunnen und ein Bürgerpark. Die genannten Merkmale setzen unterschiedliche Akzente: Die Eiche bringt ein konkretes Jahr in die Ortsbetrachtung, die Skulpturen prägen den Friedhofsgarten, und der Spielplatz ist mit einem Trinkwasserbrunnen ausgestattet. So stehen entlang oder nahe derselben Route kulturgeschichtliche und praktische Anlaufpunkte nebeneinander.

Grünräume und geschützte Landschaften

Radegast grenzt im Südosten an das Naturschutzgebiet „Cösitzer Teich“ und im Süden an das Landschaftsschutzgebiet „Fuhneaue“. Die Richtungen geben zwei unterschiedliche Bezugspunkte für die räumliche Orientierung: Cösitzer Teich liegt südöstlich, die Fuhneaue südlich von Radegast. Der 4.500 m² große Friedhofspark eröffnet einen weiteren Blick auf die Grünräume des Ortes. Er entstand aus einem überwucherten, kaum begehbaren Teil eines Friedhofs und wurde zu einem Platz zum Verweilen umgestaltet. Seine heutige Aufenthaltsfunktion ist damit das Ergebnis einer Veränderung der früheren Friedhofsfläche.

Kirche und Baugeschichte

Die Kirche in Radegast vereint zwei Bauzeiten: Sie wurde 1875 als neoromanische Backsteinkirche errichtet, ihr Westturm aus dem Jahr 1752 blieb von der Vorgängerkirche erhalten. Der Turm ist also älter als das Kirchengebäude, zu dem er gehört. Drei Fenster des Glaskünstlers Thomas Kuzio befinden sich in Apsis und Chor und leuchten in kräftigen, tiefen Bernsteintönen. Am Bauwerk lassen sich dadurch verschiedene Aspekte betrachten: außen der Backsteinbau mit dem älteren Westturm, im Innenraum die farbige Glasgestaltung. Baugeschichte und Kunst treffen hier in konkreten Merkmalen der Kirche aufeinander.

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Ortsgeschichte und Handwerk

Weiße Informationstafeln an Hauswänden im Zentrum erläutern Passanten und Touristen die Geschichte einzelner Gebäude und deren Veränderungen im Laufe der Zeit. So lässt sich Ortsgeschichte anhand konkreter Häuser erkunden; im Mittelpunkt stehen sowohl deren Vergangenheit als auch der Wandel, den sie erfahren haben.

Die Falschmünzerei in Radegast ist ein Besuchsziel am Fuhneradweg. In der Falschmünzerwerkstatt können Besucher die Prägung von Medaillen mit einer historischen Handspindelpresse miterleben. Besuche erfolgen nach vorheriger Absprache. Anders als die Informationstafeln, die sich an Passanten und Touristen richten, ist die Werkstatt also ein Programmpunkt, den Sie vorab vereinbaren sollten. Die beiden Möglichkeiten unterscheiden sich auch thematisch: An den Tafeln geht es um die Veränderungen einzelner Gebäude, in der Werkstatt um den handwerklichen Vorgang des Prägens.

Weitere Reiseziele entdecken: Görzig, Storkau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Südliches Anhalt.

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