Muldestausee: Wasser, Natur und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Muldestausee
Am Muldestausee treffen Wasseraktivitäten auf Wander- und Radwege, Naturbeobachtungen und Spuren des Braunkohlebergbaus. Die unterschiedlichen Themen geben Ihrer Planung einen konkreten Ausgangspunkt.
Wasseraktivitäten und Wege
Die Wasserfläche des Muldestausees umfasst 6,3 km². Auf ihr finden Segelregatten sowie Drachenboot-, Kanu- und Ruderwettkämpfe statt. Am Muldestausee und am Gröberner See gelten Angeln, Segeln, Stand-up-Paddling, Rudern, Kanufahren und Drachenboot-Aktivitäten als Möglichkeiten auf dem Wasser. Damit stehen verschiedene Arten der Wassernutzung neben dem Wettkampfgeschehen.
Rund um den Muldestausee verlaufen zahlreiche Rad- und Wanderwege. Die Kohle-Dampf-Licht-Radroute lässt sich mit dem Elberadweg, dem Europaradweg R1, dem Radweg Berlin-Leipzig und dem Muldental-Radweg zu einer größeren Runde verbinden. Das Wegenetz ergänzt die Aktivitäten auf dem Wasser um Touren mit dem Rad und zu Fuß. Wenn Sie Ihre Reise nach einer Bewegungsart ausrichten möchten, können Sie so zwischen Wasseraktivitäten, Radfahren und Wandern unterscheiden.
Natur beobachten und Landschaft erleben
Am Nordufer des Muldestausees präsentiert das HAUS AM SEE eine Dauerausstellung mit mehr als 80 Präparaten heimischer Tiere. Sie informiert auch über die frühere Tagebaugeschichte des Stausees; ergänzende Programme können variieren. Tierwelt und Landschaftsentwicklung stehen hier nebeneinander und eröffnen zwei unterschiedliche Blickwinkel auf das Reiseziel.
Die Muldeaue oberhalb des Muldestausees umfasst Auwald, Wiesen, bewaldete Bereiche, Flutrinnen und Altarme. Am Einlaufbereich des Muldestausees bietet die Muldebrücke nahe Pouch einen Blick auf das Flussdelta, das sich hinter dem Einlassbauwerk gebildet hat. Die Landschaft zeigt sich hier sowohl in ihren Auenstrukturen als auch in der Form des Flussdeltas.
Eine Wanderung vom Einlauf des Muldestausees folgt dem oberen Hangrand des Muldentals und eröffnet weite Blicke über die Muldeaue und das ehemalige Bergbaugebiet Goitzsche. Im eisfreien Einmündungsbereich sammeln sich im Winter nordische Wasservögel. Dazu zählen Gänsesäger, Schellenten und Reiherenten. Der Weg und der winterliche Vogelzug setzen unterschiedliche Akzente: Dort sind weite Landschaftsblicke beschrieben, hier die Beobachtung von Wasservögeln.
Muldestausee liegt am Rand des Naturparks Dübener Heide. Ein wertvolles Biotop bietet seltenen und gefährdeten Tierarten Lebensraum. Zusammen mit der Muldeaue und den Wintervögeln ergibt sich so ein Naturthema, das sowohl Landschaftselemente als auch Tierwelt umfasst.
Bergbaugeschichte und Aussicht
Der Muldestausee entstand in den 1970er-Jahren, nachdem die Mulde umgeleitet und der frühere Braunkohletagebau Muldenstein geflutet worden war. Seine Wasserlandschaft ist damit eng mit der Veränderung eines ehemaligen Tagebaugebiets verbunden. Die Bergbaugeschichte begegnet Ihnen auch in der Ausstellung im HAUS AM SEE und in den weiten Blicken über das ehemalige Bergbaugebiet Goitzsche.
Der Rote Turm in Pouch wurde im 13. Jahrhundert errichtet und ist 30 Meter hoch. Zu seiner Aussichtsplattform führen mehr als 105 Stufen. Von oben reicht der Blick über den Goitzsche Landschaftspark, Pouch, den Muldestausee und die Dübener Heide. Der Turm ergänzt die jüngere Landschaftsgeschichte des Sees um einen historischen Bau und einen weiten Ausblick.
Kulinarische Angebote
Die Schachtbaude „Pannenkoek“ liegt oberhalb des Muldestausees an der KOHLE | DAMPF | LICHT-Radroute. Zu ihrem Angebot gehören Pfannkuchen, Poffertjes und regionale Fleischprodukte aus eigener Herstellung. Die Auswahl an Speisen kann variieren.
Die Gröberner Seekate bietet frische und geräucherte Fischspezialitäten, hausgemachte Wildwurst, frische Eier, ausgewählte Weine und Produkte aus der Dübener Heide. Auch die Verfügbarkeit dieser Produkte kann sich ändern. Wenn kulinarische Angebote für Ihre Reiseplanung wichtig sind, prüfen Sie die aktuelle Auswahl vorab.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Anhalt-Bitterfeld.