Liebenscheid: Wandern, Natur und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Liebenscheid
Wer eine Reise nach Liebenscheid plant, kann den Aufenthalt an drei Themen ausrichten: evangelische Kirchengeschichte, Wander- und Pilgerwege sowie besondere Naturorte. Die Sehenswürdigkeiten und Wegbeschreibungen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Tagesplanung. So lässt sich bereits bei der Suche nach einem Hotel in Liebenscheid abwägen, ob Ortsgeschichte, eine längere Wanderung oder Naturerlebnisse im Vordergrund stehen.
Kirche, Burg und ländliche Geschichte
Die evangelische Kirche ist seit 1765 ein zentrales optisches Wahrzeichen Liebenscheids. Sie ist eine evangelische Predigtkirche; ein originaler Steinboden im Fischgrätmuster stellt einen Teil des Bodens der ersten Kapelle von 1452 dar. Die Pfarrkirche an der Kirchgasse 10 ist ein dreiachsiger Mansarddachbau aus 1765. Damit finden sich in einem Bauwerk Hinweise auf die heutige Gestalt und einen früheren Sakralbau.
Von der früheren Burg ist oberirdisch nichts erhalten. Reste eines Kellergewölbes liegen unter einem Haus in der Dorfmitte; der zentrale Park trägt weiterhin den Namen Schlosspark. Die Ortsgeschichte zeigt sich auch in Weißenberg: Dort wurde die Schule von 1835 im Jahr 1989 restauriert und steht unter Denkmalschutz. Im Obergeschoss ist das Museumsstübchen „Aal Schul“ untergebracht. Es bewahrt lokale Bräuche und gibt eine Einführung in das frühere ländliche Leben.
Wanderwege mit unterschiedlichen Strecken
Der Missionsweg Nord-Nassau führt von der evangelischen Kirche in Liebenscheid über Rabenscheid und Langenaubach nach Haiger. Die Wanderroute ist etwa 19 Kilometer lang und verläuft größtenteils auf dem Rothaarsteig und dem Westerwaldsteig. Ein eigenes Logo kennzeichnet den Missionsweg; Informationstafeln erläutern sowohl die Route als auch die Missionare.
Der 11 Kilometer lange VR3 beginnt an einem Wanderparkplatz an der K38 zwischen Liebenscheid-Weißenberg und Rabenscheid. Er führt durch Liebenscheid-Weißenberg, am Museumsstübchen „Aal Schul“ und an der „Alten Esche“ vorbei, weiter zum Ketzerstein und über das Naturschutzgebiet Fuchskaute zurück. Mit rund 19 Kilometern ist der Missionsweg länger als der VR3; die Streckenlängen geben Ihnen einen ersten Anhaltspunkt für die Tourenplanung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Verlauf und die Markierungen.
Natur, Radfahren und Winterangebote
Im Gebiet von Liebenscheid liegt der Ketzerstein, ein als Naturdenkmal ausgewiesenes Basaltgebilde. Der Fels erstarrte in ungewöhnlichen Blöcken statt in Säulen; mit dem Standort ist außerdem eine ungewöhnliche Kompassreaktion verbunden. Im Naturschutzgebiet Fuchskaute führt der VR3 durch eine Landschaft, die auch für ihre reichen Arnikabestände bekannt ist. Das Schutzgebiet umfasst 40,2 Hektar und wurde 1984 ausgewiesen. Die gefährdete Violette Feuerfalter hat in der Gemeinde eines ihrer letzten größeren Verbreitungsgebiete.
Zum örtlichen Naturfreizeitangebot zählen Wanderwege, Pilgerwege, Radwege und Schutzgebiete. Auch für eine Radtour gibt es einen konkreten Routenvorschlag: Die WW1-Tour führt von der Fuchskaute Richtung Weißenberg und Liebenscheid über Schotterstraßen, Naturwege, Asphalt und Trails. Der Wechsel der Oberflächen ist ein eigener Gesichtspunkt bei der Tourenplanung.
Zu den örtlichen Freizeiteinrichtungen gehören das Gelände „Flughafen“ mit Grill und Skilanglaufhütte sowie eine Skilanglaufloipe. Damit stehen neben Wander- und Radrouten auch ausgewiesene Winterthemen für Ihre Reiseplanung im Raum.
Weitere Reiseziele entdecken: Kölbingen, Wallmerod, Maxsain, Bilkheim, Pottum, Goddert, Rehe, Ebernhahn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westerwald.