Korb: Wandern, Fachwerk und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Korb
Für Korb lassen sich zwei Reisemotive gut auseinanderhalten: Wege in den Westerwald und die Bau- sowie Gewerbegeschichte von Unnau-Korb. Wenn Sie ein Hotel für die Reise suchen, hilft diese Trennung bei der Frage, ob Ihre Zeit vor allem dem Wandern, den historischen Gebäuden oder beiden Themen gelten soll. Die Routen setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte.
Wanderwege und Routenwahl
Eine Etappe des Kölner Weges beginnt am Bahnhof Unnau-Korb. Am Ortseingang von Korb verläuft sie am Wäschbach entlang und führt anschließend in den Hohen Westerwald. Sie gilt als kurze, einfache Wanderung mit zahlreichen Aussichtspunkten; auch für Radfahrer gilt sie als geeignet. Der WesterwaldSteig setzt einen anderen landschaftlichen Akzent: Wiesenwege führen durch das Wäschbachtal nach Unnau-Korb, und die Aussicht reicht bis zum Monsberg. Für Ihre Wahl sind damit konkrete Unterschiede greifbar: Beim Kölner Weg zählen die kurze, einfache Wanderung und die Aussichtspunkte; beim WesterwaldSteig der Verlauf durch das Tal und der Blick zum Monsberg.
Für die Bahnplanung ist der Bahnhof Unnau-Korb als Startpunkt der Kölner-Weg-Etappe genannt; der WesterwaldSteig führt nach Unnau-Korb mit Bahnanbindung. Unnau-Korb wird außerdem zusammen mit Nistertal-Bad Marienberg und Hachenburg an der Bahnverbindung Limburg–Westerburg–Hachenburg–Au (Sieg) genannt. Prüfen Sie für Ihren Reisetag den aktuellen Fahrplan.
Fachwerk und Baugeschichte
Das Denkmalverzeichnis vom 19. November 2024 führt an der Hachenburger Straße in Unnau-Korb eine Denkmalzone mit einer Gruppe von Quereinhäusern des 19. Jahrhunderts. Bis auf Hausnummer 16 sind die Häuser giebelständig, also mit dem Giebel zur Straße ausgerichtet; es handelt sich um Fachwerkbauten, die teilweise verkleidet sind. Der Begriff giebelständig beschreibt die Ausrichtung des Hauses; Fachwerk und Verkleidung beschreiben dagegen Bauweise und äußere Gestaltung. Am Wiesenweg 3 nennt das Verzeichnis eine ehemalige Schule, einen eingeschossigen, verschieferten Fachwerkbau aus dem Jahr 1878. Mehrere verkleidete Fachwerk-Quereinhäuser sowie ein Bahnhofs-Empfangsgebäude mit Güterschuppen aus der Zeit um 1885 ergänzen die historische Bausubstanz in Unnau-Korb. Die Jahreszahlen 1878 und um 1885 liegen nur wenige Jahre auseinander: Die ehemalige Schule und das Bahnhofsgebäude gehören damit in einen ähnlichen Zeitraum, stehen aber für unterschiedliche Gebäudetypen.
Ältere Gewerbegeschichte
Der Name Kalkofenseifen geht auf einen 1697 bei Korb erwähnten Kalkofen zurück. Unterhalb von Korb wurde 1725 ein Eisenreckhammer mit Drahtzug und Nagelschmiede betrieben. Die beiden Daten liegen 28 Jahre auseinander, doch ihre Bedeutung ist verschieden: Der Kalkofen erklärt die Herkunft eines Namens, der Eisenreckhammer steht für einen bestimmten Gewerbebetrieb. Die Jahresfolge reicht von der Erwähnung des Kalkofens 1697 über den Betrieb des Eisenreckhammers 1725 bis zu den Gebäuden des 19. Jahrhunderts.
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