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Hilgert entdecken: Töpfergeschichte und HG5

Unterkünfte in Hilgert

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hilgert verbindet eine lange Töpfertradition mit dem Wanderweg HG5. Die Ortsgeschichte des Tonhandwerks und die Landschaft entlang der Route setzen unterschiedliche Akzente für einen Aufenthalt: Sie können sich mit der Entwicklung des Handwerks beschäftigen oder den Weg von der Waldstraße bis ins Masselbach-Tal in den Mittelpunkt stellen.

Töpfergeschichte und Pfeifenbäckerei

Hilgert gilt als eines der ältesten Töpferzentren für graublaue Steinware. Archäologische Funde zeigen, dass die örtlichen Töpfer sämtliche Entwicklungsstufen dieses Handwerks bis ins 18. Jahrhundert durchliefen. Die Geschichte ist auch an konkreten Daten abzulesen: Der Name Hilgert wurde 1349 erstmals in einem Sühnebrief erwähnt, die moderne Namensform erschien spätestens 1772 auf einer Karte von J. F. Düntzfeld. Der Ortsname könnte auf „Hilligrod“ zurückgehen, das als „heilige Rodung“ gedeutet wird.

Tonpfeifenbäcker sind in Hilgert erstmals 1754 belegt; 1792 wurde dort eine eigene Zunft der Pfeifenmacher gegründet. Die Pfeifenbäckerei, auch Pfeiffestuff genannt, ist ein Kulturdenkmal an der Schulstraße 18. Zu ihrer historischen Produktion gehörten zweiteilige Formen für die Tonpfeifen. Die fertigen Pfeifen wurden anschließend zwölf Stunden bei 950 °C gebrannt. So geben schon die Herstellungsschritte einen konkreten Einblick in das Handwerk. Eine Töpferwerkstatt in Hilgert gilt als eine der letzten Spuren dieses Gewerbes und führt die Tradition der Handarbeit fort.

Wandern und Landschaft am HG5

Der HG5 beginnt in der Waldstraße, führt durch Hilgert und verlässt anschließend die Siedlung. Die Route ist als mittelschwer beschrieben und umfasst 11,3 Kilometer. Für den Anstieg sind etwa 195 Höhenmeter angegeben; die ausgewiesene Dauer beträgt 3,1 Stunden. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenhinweise, denn Wegangaben können sich ändern.

Unterwegs führt der HG5 über offene Weideflächen und durch Wald hinab ins Masselbach-Tal. Dort verläuft der Weg über Auenwiesen und durch weitere Waldabschnitte in Richtung Hundsdorf. Im Frühjahr hebt die Route blühende Landschaften in Waldflächen hervor, die sich nach früheren Rodungen regenerieren. Eine weitere Station ist das GeoTop Glockenschächte, ein Relikt des historischen Tonabbaus im Kannenbäckerland. Damit verbindet der Weg verschiedene Landschaftsbilder mit einem Zeugnis der örtlichen Rohstoffgeschichte.

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Fürs Radfahren gibt es einen anderen Streckenverlauf: Eine Radroute rund um Höhr-Grenzhausen führt durch den Wald weiter in Richtung Hilgert. So lassen sich Wandern und Radfahren als unterschiedliche Möglichkeiten betrachten, die Umgebung zu erkunden, ohne sie als eine gemeinsame Route zu verstehen.

Anreise und Orientierung

Die Buslinie VRM 425 verbindet Hilgert an Wochentagen und am Wochenende mit Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Wirges und Montabaur. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise. Mit dem Auto ist Hilgert über die Landesstraße 307 von Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach aus erreichbar. Öffentliche Parkplätze gibt es am Sportplatz in der Waldstraße.

Weitere Reiseziele entdecken: Grenzau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Höhr-Grenzhausen.

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