Gees entdecken: Drees, Kirche und Scheiwe Sonndesch
Unterkünfte in Gees
Zu Gees gehören mehrere klar unterscheidbare Besuchsthemen: eine eisenreiche Mineralquelle, die St.-Nikolaus-Kirche mit ihrer Baugeschichte, der wiederkehrende Brauch Scheiwe Sonndesch und ein geschütztes Trilobitenfeld. Damit reicht die thematische Spannweite von einer ganzjährig frei zugänglichen Quelle bis zu einem Termin, der sich nach dem Karnevalskalender richtet. Naturkunde, Ortsgeschichte und Brauchtum setzen unterschiedliche Akzente, wenn Sie Gees als Ziel für einen Aufenthalt erwägen. Die Quelle bietet eine ganzjährig zugängliche Station, während das Brauchtum einen saisonal gebundenen Anlass ergänzt.
Der Geeser Drees
Der Geeser Drees ist eine eisenreiche artesische Mineralquelle in einer Einfassung aus Sandstein. Artesisch bezeichnet eine Quelle, bei der Wasser aufgrund unterirdischen Drucks aufsteigt. Der Eisengehalt ist eine weitere Besonderheit des Wassers. Sie können das Wasser probieren, und die Quelle ist ganzjährig frei zugänglich. Anders als der Scheiwe Sonndesch, dessen Termin am Karnevalskalender hängt, ist ein Besuch der Quelle nicht an ein bestimmtes Wochenende gebunden. Die Sandsteineinfassung ist neben den Eigenschaften des Wassers ein weiteres sichtbares Merkmal des Drees.
St.-Nikolaus-Kirche: Geschichte und Bauphasen
Die St.-Nikolaus-Kirche ist der historische Mittelpunkt von Gees; ihre Geschichte ist bereits 1580 dokumentiert. Der frühere Ostturm blieb erhalten, und 1904 kam ein Neubau hinzu. Die beiden Zeitangaben erfüllen unterschiedliche Rollen: 1580 verweist auf die dokumentierte Geschichte, 1904 auf die spätere bauliche Ergänzung. Die Kirche verbindet damit ihren historischen Stellenwert für Gees mit einer Baugeschichte aus mehreren zeitlichen Schichten. Für Interessierte an Ortsgeschichte und Architektur ist diese Abfolge ein eigener Blickwinkel auf den Ort.
Scheiwe Sonndesch: Brauch nach Karneval
Der wiederkehrende Brauch des Winteraustreibens heißt in Gees Scheiwe Sonndesch. Am ersten Wochenende nach Karneval wird nach Einbruch der Dunkelheit ein mit Stroh umwickeltes, brennendes Rad den Baarlay hinabgerollt. Das Ereignis ist damit sowohl durch den Abend als auch durch seinen Platz im Kalender geprägt. Weil der Karnevalstermin beweglich ist, verschiebt sich auch das genaue Wochenende von Jahr zu Jahr. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Brauch ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine für das betreffende Jahr.
Geeser Trilobitenfeld und Erdgeschichte
Das Geeser Trilobitenfeld ist ein geschütztes Naturgebiet und mit systematischen Fossilausgrabungen verbunden. Ungewöhnlich gut erhaltene Exemplare gelangten in Museen und Sammlungen weltweit. Damit ergänzt das Fossilthema die Kirchen- und Brauchtumsgeschichte um eine naturkundliche Perspektive und reicht über den Ort hinaus. Für Reisende mit Interesse an Erdgeschichte ist das Trilobitenfeld ein eigenständiger thematischer Bezug zu Gees. Die Funde geben der Geeser Erdgeschichte so eine überregionale Dimension.
Anfahrt zum Geeser Drees
Von Gerolstein führt die Zufahrt über die B410 in Richtung Pelm und anschließend über die K33 nach Gees. Nahe der Feuerwehr ist beim Schild „Zum Drees“ ein Parkplatz angegeben; von dort führt ein Fußweg zur Quelle. Planen Sie für den Besuch also sowohl die Straßenanreise als auch das letzte Wegstück zu Fuß ein. Da sich Straßen- und Parkplatzbedingungen ändern können, empfiehlt sich eine aktuelle Prüfung vor der Abfahrt.
Weitere Reiseziele entdecken: Pelm, Kopp, Mürlenbach, Salm, Rockeskyll, Oos, Kalenborn-Scheuern, Hinterhausen
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