Laudert entdecken
Unterkünfte in Laudert
Laudert lässt sich besonders über zwei Interessen erschließen: die Naturschleife Oberes Simmerbachtal und die Geschichte des Ortes. Der Wanderweg verbindet Waldlandschaften, Informationstafeln und weite Blicke mit einer Runde um Laudert und Kisselbach. Kirchen, ein archäologisches Erdwerk, ein Museum und eine umfangreiche Ortschronik setzen andere Schwerpunkte. So können Sie für Ihren Aufenthalt abwägen, ob Naturthemen auf dem Rundweg oder historische Bauwerke und Sammlungen Ihre Planung prägen sollen.
Wandern auf der Naturschleife Oberes Simmerbachtal
Der interkommunale, LEADER-geförderte Wanderweg wurde im Mai 2021 offiziell eröffnet. Die Naturschleife ist eine etwa 14 Kilometer lange Runde um Laudert und Kisselbach; ihr Startpunkt liegt am Sportplatz Laudert. Die ungefähre Länge können Sie als eigenen Baustein Ihrer Reiseplanung berücksichtigen. Prüfen Sie vor der Wanderung den aktuellen Wegezustand und die Beschilderung.
Entlang der Naturschleife sind zehn Informationstafeln verteilt, die Merkmale der umgebenden Natur erklären. Ihre Themen reichen von Flora und Fauna über Waldlandschaften bis zu Vogelarten. Verschiedene Waldlandschaften gehören ebenso zur Route wie die Auenwiesen am Simmerbach. Dazu kommen weite Blicke über Kisselbach und Laudert. Die Tour verbindet damit Naturinformationen am Weg mit unterschiedlichen Landschaftseindrücken; die Tafeln können sich im Lauf der Zeit verändern.
Bauwerke und Geschichte in Laudert
Bei den Sakralbauten lohnt sich ein Blick auf die unterschiedlichen Entstehungszeiten. Die St. Remigius-Kirche wurde 1926 nach Plänen der Mainzer Architekten Becker und Falkowski gebaut. Von Beginn an besuchten Katholiken aus beiden früheren Ortsteilen Lauderts die Kirche. Die Remigiuskapelle hat eine ältere Baugeschichte: Sie wurde 1681 wiederaufgebaut und eingeweiht. Ihr Glockengiebel gilt als sehr selten in Westdeutschland.
Nördlich von Laudert liegt die Alte Burg. Sie ist ein mottenartiges befestigtes Erdwerk und eine geschützte archäologische Denkmalzone. Zu ihren beschriebenen Formen zählen zwei künstliche Wallzüge, ein Wassergraben, ein Hügel und rechteckige Gräben. Anders als die Sakralbauten steht hier die Gestalt einer befestigten Anlage im Mittelpunkt. Der Schutzstatus und die einzelnen Geländestrukturen geben diesem Ort einen eigenen historischen Akzent.
Museum und Ortschronik
Das örtliche Museum verbindet eine Sammlung von mehr als 600 antiken Nachttöpfen mit alten Haushaltsgegenständen und Spielzeug. Hinzu kommen eine Spinn- und Webstube im Stil vergangener Zeiten sowie Kurse im Teddybärenmachen oder Spinnen. Sammlung, Raumgestaltung und Kurse bieten unterschiedliche Zugänge zu Alltagsgegenständen und Handwerk.
Die Ortschronik eröffnet einen umfassenden Blick auf Lauderts Vergangenheit und Gegenwart. Sie wurde 2014 vorgestellt und umfasst etwa 800 Seiten, 42 Karten, 94 Abbildungen und 732 Fotografien. Karten und Bildmaterial ergänzen den umfangreichen Text und machen die Chronik zu einem eigenen Bezugspunkt für die Ortsgeschichte. Zusammen mit Museum und Bauwerken ergeben sich so verschiedene Schwerpunkte: historische Dokumentation, Sammlungen und die Geschichte einzelner Orte und Gebäude.
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