Urmitz: Traditionen und Spuren der Bimsindustrie
Unterkünfte in Urmitz
Urmitz bietet für die Reiseplanung mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: gelebte Traditionen, Zeugnisse der Bimsindustrie und eine historische Brücke bei Urmitz und Engers. Auch der Rheinradweg (EuroVelo-Route EV15) ist am Wohnmobilhafen als Aktivität vor Ort aufgeführt. Wenn Sie ein Hotel in Urmitz suchen, können diese Themen helfen, den Charakter des Reiseziels jenseits der Übernachtungsfrage einzuordnen.
Brauchtum im Jahreslauf
Der Rheinische Karneval, das Kirschweihfest und St. Martin gehören in Urmitz zu den Traditionen, die rund ums Jahr gefeiert und gepflegt werden. Sie werden von Alt an Jung weitergegeben. Für Besucher, die sich neben Bauwerken auch für gelebtes Brauchtum interessieren, sind diese Feste ein eigener Teil des Ortsprofils: Sie verbinden wiederkehrende Anlässe mit einer generationenübergreifenden Praxis.
Industriegeschichte und Brücke
Am Denkmal der Bimsindustrie in Urmitz ist neben einer Informationstafel eine Klopfmaschine zu sehen. Damit stehen schriftliche Information und ein sichtbares technisches Objekt nebeneinander. Die Verbindung der beiden Elemente bietet einen konkreten Zugang zur Industriegeschichte des Ortes.
Die Kronprinz-Wilhelm-Brücke bei Urmitz und Engers ergänzt diesen historischen Blick. Sie wurde nach dem ältesten Sohn Kaiser Wilhelms II. benannt und am 15. August 1918 für den Verkehr freigegeben. Das Datum markiert ihre historische Verkehrsfreigabe; die Namensgebung verweist auf die Zeit des Kaiserreichs. Zusammen mit dem Denkmal der Bimsindustrie zeigt die Brücke einen anderen Aspekt der Ortsgeschichte.
Wohnmobilstellplatz und Radroute
Der Wohnmobilstellplatz in Urmitz wurde 2011 eröffnet. Am Wohnmobilhafen ist der Rheinradweg (EuroVelo-Route EV15) als Aktivität vor Ort aufgeführt. Wenn Sie den Radweg in Ihre Reiseplanung aufnehmen, prüfen Sie die aktuellen Streckenbedingungen vorab. So können Sie dieses konkrete Angebot neben den Traditionen und historischen Orten als eigenen Schwerpunkt Ihrer Reise berücksichtigen.
Kultureller Rahmen in Mayen-Koblenz
Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere historische Themen hinzu, die vom Ortsprofil Urmitz zu unterscheiden sind. In Mayen wurde die Genovevaburg 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut; sie ist eines der Wahrzeichen der Stadt. In Bendorf steht die Sayner Hütte für das industrielle Erbe: Das restaurierte Industriedenkmal lädt mit modernen Ausstellungen und multimedialen Inszenierungen zum Entdecken ein. Zudem ist es Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Die Abtei Sayn setzt einen mittelalterlichen Schwerpunkt: Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland.
Auch Hein's Mühle gehört zu diesem regionalen Erbe. Sie ist die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum erläutert die Arbeitsschritte des Mahlprozesses und die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region. In den Kirchen St. Medard in Bendorf sind die evangelische und die katholische Kirche unter einem Dach vereint und durch die sogenannte ökumenische Pforte verbunden. Ein anderer Blick auf die Landschaftsgestaltung eröffnet sich im Schlosspark Sayn: Carl Friedrich Thelemann gestaltete ihn von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn als englischen Landschaftsgarten. Zum Park gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze.
Weitere Reiseziele entdecken: Kürrenberg, Bendorf, Plaidt, Rhens, Niederelz, Vordereifel, Nörtershausen, Gering
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.