Lonnig entdecken
Unterkünfte in Lonnig
Lonnig verbindet eine weit zurückreichende Siedlungsgeschichte mit einem Bauwerk, das den Ort bis heute prägt: der Kirche des ehemaligen Stifts. Römische Wurzeln und die erhaltene Choranlage stehen für unterschiedliche historische Ebenen. So richtet sich der Blick zugleich auf die frühe Besiedlung und auf ein erhaltenes Zeugnis mittelalterlicher Baugeschichte. Für die Wahl eines Aufenthaltsorts bietet Lonnig damit mehr als einen einzelnen geschichtlichen Bezugspunkt.
Römische Vergangenheit
Lonnigs Geschichte reicht bis in eine römische Besiedlung zurück. Als Ursprung gilt eine römische Villa, also ein landwirtschaftlicher Betrieb. Gebäudereste wurden wiederholt festgestellt. Die Bezeichnung Villa beschreibt hier den landwirtschaftlichen Betrieb und damit den Ursprung der Besiedlung; die wiederholt festgestellten Gebäudereste ergänzen das Bild um bauliche Zeugnisse dieser frühen Ortsgeschichte.
Damit erhält Lonnigs römische Vergangenheit einen konkreten Bezug zur Entwicklung des Ortes. Siedlung und Landwirtschaft gehören in diesem frühen Kapitel zusammen. Dieser zeitliche Ausgangspunkt unterscheidet sich deutlich von der späteren Geschichte des ehemaligen Stifts und seiner Kirche. Wer sich für historische Themen interessiert, findet in Lonnig so zwei verschiedene Zugänge: die römische Besiedlung und ein erhaltenes kirchliches Bauwerk aus dem Mittelalter.
Die ehemalige Stiftskirche
Die Kirche des ehemaligen Stifts Lonnig prägt bis heute das Ortsbild. Zu ihrer Baugeschichte gehört eine Choranlage, die in den ersten beiden Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts errichtet wurde und bis heute erhalten ist. Ihre Entstehungszeit gibt dem Bau einen klaren historischen Bezugspunkt im frühen 13. Jahrhundert.
Kirche und Choranlage erzählen dabei auf unterschiedliche Weise von Lonnigs Vergangenheit: Die Kirche prägt das Ortsbild, während der erhaltene Chor eine konkrete Bauphase veranschaulicht. Zusammen mit der römischen Siedlungsgeschichte ergibt sich ein weiter zeitlicher Bogen – von den frühen Wurzeln des Ortes bis zu einem bedeutenden Zeugnis seiner mittelalterlichen Geschichte.
Ein weiteres Merkmal des Ortsprofils
Lonnig ist außerdem als „Pferdefreundliche Gemeinde“ bekannt. Diese Charakterisierung ergänzt die historischen Themen um eine weitere Facette des Ortsprofils. Für die Einordnung des Reiseziels stehen damit sowohl seine Geschichte als auch diese kommunale Bezeichnung im Blick.
Kulturgeschichte im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz
Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere, klar unterscheidbare Kulturthemen hinzu. Die Genovevaburg wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut und ist eines der Wahrzeichen von Mayen. Sie setzt einen anderen historischen Akzent als die Lonniger Stiftskirche: Hier steht eine Burg im Mittelpunkt, dort die Kirche eines ehemaligen Stifts.
Die Abtei Sayn führt in eine weitere Epoche: Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien der Abtei aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Auch die Sayner Hütte gehört zu den markanten Kulturorten im übergeordneten Reiseziel. Als Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur ist sie das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden dort moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem werden Führungen und kreative Workshops angeboten.
Die regionalen Beispiele reichen damit von Burg- und Kirchengeschichte bis zur Industriekultur. Lonnig selbst bietet mit seiner römischen Besiedlungsgeschichte, der prägenden Kirche und der erhaltenen Choranlage einen eigenen historischen Schwerpunkt. Diese Unterscheidung hilft Ihnen, den Ort und die Themen des übergeordneten Reiseziels getrennt einzuordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Mayen, Herresbach, Volkesfeld, Waldesch, Koblenz, Lasserg, Rhens, Alken
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.