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Kruft entdecken

Unterkünfte in Kruft

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kruft verbindet den Blick auf eine geschützte Landschaft mit einer Ortsgeschichte, die vom Tuffstein und Trass geprägt ist. Hinzu kommen historische Orte wie das Rathaus mit dem Marienbrunnen und die Kirche St. Dionysius. Wenn Sie ein Hotel in Kruft suchen, geben diese Themen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt: Natur, regionale Geschichte oder die Geschichte einzelner Bauwerke und Kapellen.

Tuffstein und Trass: Spuren der Ortsgeschichte

Im Gemeindegebiet von Kruft betrieben die Römer unterirdische Steinbrüche, um Tuffstein zu gewinnen. Das Material wurde nachweislich bis nach Italien gebracht und dort für öffentliche Gebäude verwendet. Damit reicht die Geschichte des Krufter Tuffsteins über die örtliche Gewinnung hinaus: Auch seine Verwendung an Bauwerken in Italien gehört zu diesem historischen Zusammenhang.

Auch der in Kruft gewonnene Trass wurde beim Bauen verwendet. Tuffstein und Trass eröffnen so zwei Perspektiven auf die örtliche Materialgeschichte: den Abbau im Gemeindegebiet und die Nutzung der gewonnenen Stoffe. Zusammen mit den historischen Orten im Ortsbild macht das die Geschichte Krufts nicht nur als Abfolge von Jahreszahlen, sondern auch über Baustoffe und ihre Verwendung greifbar.

Korretsberg und Kapellen

Der Korretsberg wird als Naturschutzgebiet wegen seiner landschaftsprägenden besonderen Eigenart und Schönheit erhalten, außerdem aus wissenschaftlichen Gründen und wegen seiner geologischen Beschaffenheit. Damit stehen Landschaft und Geologie neben der Geschichte des Tuffsteinabbaus als eigene Themen Krufts. Wer sich für die Korret-Umrundung interessiert, findet entlang der Route auch einen Bezug zur örtlichen Bau- und Glaubensgeschichte.

Die Ursprungskapelle der Kirche St. Dionysius stammt aus dem Jahr 1722. Eine weitere Station ist die Johanneskapelle am Korret: Dr. Jean Schmitz ließ sie 1936 aus Dankbarkeit dafür errichten, dass er gesund aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt war. Die Korret-Umrundung führt an der Kirche St. Dionysius und der Johanneskapelle vorbei. So verbindet die Route einen Landschaftsbezug mit zwei konkreten historischen Orten. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Bedingungen.

Im Ortsbild steht der Marienbrunnen vor dem historischen Rathaus von Kruft. Zusammen mit der Kirche St. Dionysius und den Kapellen lässt sich damit eine Auswahl unterschiedlicher historischer Bezugspunkte benennen: ein Brunnen vor dem Rathaus, eine Ursprungskapelle mit dem Datum 1722 und die 1936 errichtete Johanneskapelle. Die jeweiligen Geschichten unterscheiden sich, gehören aber alle zum Krufter Themenbild.

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Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz ergänzen weitere Orte die lokale Perspektive um eigene Themen. Die Genovevaburg wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut und ist eines der Wahrzeichen von Mayen. Die Abtei Sayn bietet eine weitere historische Zeitschicht: Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien der Abtei stammen aus der Zeit um 1255 und gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland.

Industriegeschichte ist ein Schwerpunkt der Sayner Hütte. Sie ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem gibt es Führungen und kreative Workshops. Ein anderes regionales Geschichtsthema zeigt Hein’s Mühle: Sie ist die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum erläutert die Arbeitsschritte des Mahlprozesses und die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region.

Auch Landschaft, Architektur und Wissenschaft setzen eigene Akzente. Der Schlosspark Sayn wurde von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn als englischer Landschaftsgarten durch den Architekten Carl Friedrich Thelemann gestaltet. Zum Park gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze. In Mendig ist der Lava-Dome das Deutsche Vulkanmuseum; das Geysir-Museum erklärt in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert. Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig die Themen im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz sind, ohne sie mit Krufts eigenen Sehenswürdigkeiten gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Kerben, Weitersburg, Kalt, Nitztal, Mayen, Gappenach, Herresbach, Kirchwald.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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