Oberdiebach zwischen Weinbergen und Welterbe
Unterkünfte in Oberdiebach
Oberdiebach vereint Weinbaugeschichte, Wanderwege und historisches Kulturerbe am Rhein. Der Schellengang führt durch ein Tal am Rhein, das mit der historischen Grenze zwischen Kurpfalz und Kurmainz verbunden ist. An den Weinberghängen wird seit mehr als 500 Jahren Riesling angebaut. Seit 2002 gehört Oberdiebach zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit Landschaft, Wandern und Baugeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Wandern auf dem Schellengang
Der Schellengang ist ein 11,3 Kilometer langer Premiumwanderweg in Oberdiebach. Er bietet wechselnde Ausblicke über den Rhein und seine Seitentäler und führt durch Wälder, offene Felder sowie ein Gebiet eines Beweidungsprojekts. Der Fürstenbergblick ist ein Rastplatz an der Strecke. Die Kilometerzahl hilft Ihnen, den Wanderanteil Ihres Aufenthalts einzuordnen; Wälder, Felder und Ausblicke kennzeichnen den Wechsel der Landschaft. Über einen Verbindungsweg sind der RheinBurgen-Weg und die Schellengang-Rundtour in etwa zehn Minuten erreichbar. Beschilderung und Zugangsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor der Tour.
Natur und Landschaftspflege am Bischofshub
Am Bischofshub kommt der seltene Wendehals vor; sein Vorkommen wurde 2021 dokumentiert und kann sich mit den ökologischen Bedingungen ändern. Eine 2021 dokumentierte Beweidung der ehemaligen Weinbergflächen am Bischofshub durch GNOR begann 2010 mit Exmoor-Ponys; später kamen Ziegen hinzu. Diese Pflege kann sich ändern. Der Ort verbindet so Weinbaugeschichte mit einem konkreten Beispiel für die Entwicklung der Landschaft, ohne dass daraus ein aktuelles Besuchsangebot folgt.
St. Moritz: Architektur und historische Ausstattung
Die Kirche St. Moritz ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche mit fünf Jochen; ihr Chor endet in einer 5/8-Form. Am Westturm ist das untere Geschoss romanisch erhalten. Eine dreischiffige Hallenkirche gliedert den Kirchenraum in drei Schiffe; ein Joch bezeichnet einen Abschnitt des Raums, und 5/8 beschreibt die polygonale Form des Chorabschlusses. Die romanische Pfeilerbasilika als Vorgängerbau ist erstmals 1258 erwähnt; dieses Datum gehört also zur Geschichte des Vorgängers. In St. Moritz sind stark restaurierte Wandmalereien aus der Bauzeit im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts und aus der Zeit um 1470 bis 1480 erhalten. Dazu kommen Reste des Chorgestühls von 1508.
Besuchsbedingungen und Radroute
Burg Fürstenberg ist in Privatbesitz und nicht für Besucher geöffnet. Der Garten am Alten Pfarrhaus Oberdiebach ist ebenfalls privat; er umfasst ungefähr 1.000 Quadratmeter und gehört zum denkmalgeschützten Alten Pfarrhaus aus dem Jahr 1773. Prüfen Sie vor einer Anreise die aktuellen Besuchsarrangements für den Garten.
Für Radreisende liegt in Rheindiebach ein Standort der Turner Route auf einer Wiese am Rheinufer, neben dem Rheinradweg und nahe der Grillhütte. Vom Rheinradweg aus ist der Standort mit dem Fahrrad ohne Umweg erreichbar. Der Vierthälerbus bietet in den umliegenden Gemeinden kostenlose Tür-zu-Tür-Fahrten, unter anderem zu Arztterminen, Friseuren und Geschäften. Wenn Sie den Dienst für Ihre Planung einbeziehen möchten, bestätigen Sie vorab die aktuellen Betriebsarrangements.
Weinbau im größeren regionalen Zusammenhang
Zum übergeordneten Reiseziel Mainz-Bingen gehört Rheinhessen, das mit 26.300 Hektar Rebfläche Deutschlands größtes Weinbaugebiet ist. Dieser regionale Weinbaukontext ergänzt die lange Riesling-Tradition an den Weinberghängen Oberdiebachs, ohne die Eigenschaften der gesamten Region dem Ort zuzuschreiben.
Weitere Reiseziele entdecken: Undenheim, Dienheim, Genheim, Münster-Sarmsheim, Lörzweiler, Uelversheim, Oberheimbach, Stadecken-Elsheim.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mainz-Bingen.