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Manubach: Wandern, Fachwerk und Geschichte

Unterkünfte in Manubach

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Manubach stehen Wandern, Ortsgeschichte und eine ungewöhnliche Zuckersammlung als unterschiedliche Interessenschwerpunkte nebeneinander. Die St.-Oswald-Schleife bietet eine konkrete Wanderoption; Kirche, Fachwerk und Befestigungsgeschichte prägen den historischen Ortscharakter. Das Zuckerstübbche ergänzt die Auswahl um eine auf Zucker konzentrierte Sammlung. Bei der Suche nach einem Hotel in Manubach können Sie den geplanten Schwerpunkt mitdenken: Wandern auf der Schleife oder ein stärker kulturhistorischer Blick auf den Ort.

Wandern und Landschaft

Die ausgeschilderte St.-Oswald-Schleife ist eine 10,7 Kilometer lange Rundwanderung um Manubach. Sie führt durch Wiesen, Felder, Wald, Weinberge, Brachflächen und Ziegenweiden. Aussichtspunkte, Bänke, eine Schutzhütte und ein Picknickplatz gehören zu den Rastmöglichkeiten am Weg. Während Kirche und Fachwerk die Baugeschichte im Ort veranschaulichen, führt die Rundwanderung durch wechselnde Landschaften.

Das Naturschutzgebiet Wiesen am Hirtenborn umfasst rund 253 Hektar und Teile von Manubach, Oberdiebach, Oberheimbach und Weiler bei Bingen. Es schützt und entwickelt großflächiges, halbnatürliches Offenland mit angrenzenden Wäldern im Binger Wald als zusammenhängenden Biotopkomplex.

Kirche und historisches Ortsbild

St. Oswald ist eine spätromanische Kirche und gilt als herausragendes Beispiel einer alten Dorfkirche. Die schlichte Hallenkirche kommt ohne Chor aus; der Gottesdienstraum liegt dadurch nahe bei der Gemeinde, und der Innenraum trägt reformatorischen Charakter. Das gotische Gestühl wurde vom Holzschnitzer Erhard Falckener aus Abensberg gefertigt. Gemeinsam mit der alten Schule von 1832, dem alten Pfarrhaus von 1780 und Fachwerkhäusern am Schadenbach bildet St. Oswald den Dorfmittelpunkt.

Rund um die Kirche und am oberen Ende Manubachs stehen zahlreiche gut gepflegte Fachwerkhäuser. Sie stammen aus der Zeit von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis ins frühe 19. Jahrhundert. Überwiegend sind ihre Giebel zur Straße ausgerichtet. An den Schwellenbalken finden sich häufig Sprüche, unter den Giebeltraufen Weinmalereien. So prägen neben dem Alter auch Fassadenstellung und Verzierungen das Ortsbild.

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Befestigung, Weinlagen und Welterbe

Manubach war ab dem 14. Jahrhundert mit Mauern, Türmen und einer äußeren Dornenhecke befestigt. Von der früheren Befestigung sind keine Reste erhalten; Straßen- und Flurnamen weisen jedoch weiterhin auf sie hin. Auch St. Oswald war früher befestigt und konnte in Notzeiten als Zufluchts- und Wehrkirche dienen.

Seit 2003 gehört Manubach zum UNESCO-Welterbegebiet Mittelrhein. Mit dem Ort verbunden sind die Weinlagen St. Oswald, Mönchwingert, Heilgarten und Langgarten.

Das Zuckerstübbche

Das Zuckerstübbche wurde 2017 eröffnet und geht auf eine 40 Jahre währende Sammelleidenschaft für Zucker zurück. Seine Kernsammlung umfasst rund 130.000 verschiedene Zuckerwürfel, Zuckertütchen und Zuckersticks. Zur Sammlung gehören außerdem Werbeartikel, historische Werkzeuge der Zuckerherstellung, Zuckerhüte und Geschichten rund um Zucker. Besuche sind nach vorheriger Vereinbarung möglich; der Eintritt ist frei. Bitte vereinbaren Sie Ihren Besuch vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Ludwigshöhe, Lörzweiler, Bingen Am Rhein, Engelstadt, Waldalgesheim, Ober-Hilbersheim, Appenheim, Sprendlingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mainz-Bingen.

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