Kreuzhof
Unterkünfte in Kreuzhof
Kreuzhof bietet für die Reiseplanung drei klar verschiedene Anknüpfungspunkte: eine Ortsgeschichte mit teils vermuteter Entstehung, eine Radroute und das wechselnde Dorfcafé an der Münchwaldhütte. Sie können daran ausrichten, ob Sie sich eher für die historische Entwicklung, eine konkret benannte Folge von Wegen und Orten oder einen Einkehrtermin interessieren. Beim Dorfcafé gehört die Prüfung des Datums zur Planung; die Route lässt sich über ihre Abfolge von Kreuzhof, Heimkirchen und Niederkirchen einordnen.
Geschichte und Namensherkunft
Der Name Kreuzhof geht vermutlich auf die Lage an wichtigen Wegkreuzungen zurück, an denen früher viele Kreuze standen. Auch die Entstehung des Ortes wird als Vermutung formuliert: Kreuzhof entstand vermutlich im 15. Jahrhundert als Ort einer kleinen Kapelle an einem Wegkreuz. Bald kamen ein Wirtshaus und landwirtschaftliche Betriebe hinzu. Im 16. Jahrhundert fanden dort dreimal jährlich wichtige Jahrmärkte der Umgebung statt. Kapelle, Wirtshaus, Landwirtschaft und Märkte markieren unterschiedliche Aspekte der frühen Ortsgeschichte.
Zu den späteren historischen Daten gehören zwei verschiedene Zuordnungen. 1551 wurde Kreuzhof der lutherischen Pfarrei Heimkirchen zugeordnet. 1566 gelangte Kreuzhof zusammen mit Heimkirchen an Franz Conrad von Sickingen, also an die Herrschaft Schallodenbach. Die Jahreszahlen benennen damit nacheinander eine kirchliche Zuordnung und eine Herrschaftsbeziehung.
Radroute und Einkehr
Die Radroute „Odenbachtal / Meisenheim / Callbach / Alte Römerstraße“ führt über den Felsbergerhof weiter zum Kreuzhof. Von dort verläuft sie über einen Feldweg in Richtung Heimkirchen und zurück nach Niederkirchen. Diese Abfolge hilft Ihnen, Kreuzhof im beschriebenen Routenverlauf einzuordnen: Auf den Felsbergerhof folgt Kreuzhof, danach geht es in Richtung Heimkirchen und zurück nach Niederkirchen.
Das wechselnde Dorfcafé macht am fünften Sonntag im Oktober in der Münchwaldhütte auf dem Kreuzhof Station. Prüfen Sie den Termin vor Ihrer Reise, denn das Café gehört zu einem rotierenden lokalen Programm. Für auswärtige Besucher der Wanderwege der Gemeinde Niederkirchen bietet es eine Einkehrmöglichkeit. So lässt sich der Cafébesuch als eigener Planungspunkt berücksichtigen, statt ihn ohne Blick auf den Termin vorauszusetzen.
Geologie am Kreuzhof
Am Kreuzhof östlich von Niederkirchen befindet sich in der Jeckenbach-Subformation eine Kalkbank, die als Stromatolith ausgebildet ist. Dieser geologische Bezug ergänzt die Ortsgeschichte um eine konkrete Gesteinsformation. Wenn Sie sich für die Erdgeschichte interessieren, steht damit neben den Daten zu Kapelle, Märkten und historischen Zuordnungen ein eigener Schwerpunkt im Ort zur Verfügung.
Niederkirchen als eigener regionaler Kontext
Im übergeordneten Reiseziel Niederkirchen gibt es weitere, eigenständige Anknüpfungspunkte. Im alten Zentrum von Niederkirchen steht eine 1723 erbaute protestantische Kirche. Start und Ziel der Fünf-Berge-Tour ist der Parkplatz an der Westpfalzhalle im Sport- und Freizeitzentrum 2 in 67700 Niederkirchen. Am Sport- und Freizeitzentrum wurde 2022 auf einer Fläche von 1.600 Quadratmetern eine Pumptrack-Anlage als Fahrrad-Parcours errichtet.
Im Ortsteil Wörsbach ist die Wörsbacher Erlebnistour ein fast vier Kilometer langer Familienspazierweg für alle Altersklassen. Zu den Spielmöglichkeiten und Stationen gehören Hüpfhaus, Klangspiel und Leitergolf. In Heimkirchen führt ein Rundwanderweg vom Ortszentrum über den Naturlehrpfad und den Weidenbrunnen zur begehbaren Sonnenuhr auf dem Reiserberg. Diese Routen bieten unterschiedliche Weg- und Erlebnisformen innerhalb des übergeordneten Reiseziels Niederkirchen.
Auch das Bauernmuseum der Familie Pfleger auf dem Holbornerhof gehört zu diesem Kontext. In einer ehemaligen Scheune zeigt es auf fünf Ebenen 100 Jahre landwirtschaftliche Geschichte. Einen weiteren geologischen Bezug bietet der Steinbruch Rauschermühle zwischen Niederkirchen und Wörsbach: Dort wurde Palatinit abgebaut, das vor knapp 300 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten entstand. Der Abbau endete Ende 1966; heute ist der Steinbruch ein bedeutendes Geotop und ein geschütztes Biotop. Die Kalkbank am Kreuzhof und das Palatinit an der Rauschermühle sind damit zwei unterschiedliche geologische Themen im übergeordneten Reiseziel Niederkirchen.
Weitere Reiseziele entdecken: Krickenbach, Niederkirchen, Mackenbach, Hochspeyer, Queidersbach, Mehlingen, Erlenbach, Schwedelbach
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kaiserslautern.