Lasel: Nims, Dorfkirche St. Helena und Winterbrauch
Unterkünfte in Lasel
Lasel lässt sich über drei Themen erschließen: die Lage beiderseits der Nims, die katholische Dorfkirche St. Helena und einen Winterbrauch mit einem großen, strohumwickelten Holzkreuz. Für die Wahl des Reiseziels bieten sie unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Die Flusslage beschreibt den Ort räumlich, während Baugeschichte und Brauchtum historische und kulturelle Perspektiven eröffnen.
Lasel und die Nims
Die Nims durchfließt Lasel; der Ort liegt auf beiden Seiten des Flusses. Damit ist die Nims ein konkreter räumlicher Bezugspunkt für die Orientierung. Sie können die Flusslage als geografisches Merkmal Lasels von den historischen Themen unterscheiden, die sich mit der Kirche und dem örtlichen Brauch verbinden.
Dorfkirche St. Helena: Baugeschichte und Ausstattung
Die katholische Dorfkirche St. Helena wurde von 1885 bis 1896 nach Plänen des aus Prüm stammenden Architekten Gabriel Krekeler in neugotischer Formensprache errichtet. Neugotik greift Gestaltungsformen der Gotik auf und ordnet den Bau damit einer klar benannten architektonischen Richtung zu. Besonders ist auch die vollständige Erhaltung der bauzeitlichen Ausstattung und Ausmalung: St. Helena zählt zu den wenigen Sakralräumen dieser Zeit, bei denen beides erhalten ist. Die Ausmalung bezeichnet die farbliche Gestaltung des Kirchenraums; zusammen mit der Ausstattung eröffnet sie einen eigenen Blick auf die Innenraumgestaltung.
Ein früherer historischer Bezug reicht bis 1346 zurück: Papst Clemens VI. gewährte in diesem Jahr einen Ablass für die Kirche der heiligen Helena in Lasel. Das liegt mehr als fünf Jahrhunderte vor dem Bau von 1885 bis 1896. Die Daten markieren unterschiedliche Zeitebenen: Der Ablass ist ein mittelalterlicher Bezug zur Kirche, die Bauzeit beschreibt den neugotischen Kirchenbau. So lassen sich die beiden historischen Aspekte einordnen, ohne sie zu einem einzigen Bauereignis zusammenzufassen.
Ein Brauch nach Fastnacht
Am Sonntag des ersten Wochenendes nach Fastnacht wird in Lasel der Winter mit einem Strohmann symbolisch verbrannt. Für den Brauch wird am Ortsausgang in Richtung Feuerscheid ein großes, mit Stroh umwickeltes Holzkreuz aufgestellt und angezündet. Zeitpunkt, Handlung und Ortsangabe geben dem Brauch einen klar umrissenen Ablauf. Wenn Sie Ihre Reise zeitlich darauf ausrichten möchten, informieren Sie sich vorab über den jeweiligen Termin.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm
Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm finden sich weitere kultur- und wissensbezogene Schwerpunkte. Sie reichen von Bergbau und Paläontologie bis zu Militärgeschichte und Burgenkultur.
Zum Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebiets. Einstündige Führungen in den Mühlenberger Stollen vermitteln den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik. Wenn Sie eine Führung in Ihre Reiseplanung aufnehmen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine.
Das Devonium in Waxweiler vermittelt komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben auf spielerische Weise. Ein anderer Schwerpunkt erwartet Sie im Westwallmuseum: Es ist auf drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet und zeigt in unterirdischen Gängen und Räumen eine militärhistorische Ausstellung. Die Themen setzen somit unterschiedliche Akzente – vom fossilen Leben über den Bergbau bis zur Militärgeschichte.
Die rund 700 Jahre alte Wasserburg Rittersdorf ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten und vermittelt ein eindrucksvolles Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur. In der Burg gibt es ein privat geführtes Restaurant mit feiner Landküche. Wenn Sie das Restaurant in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie den Betrieb bitte vor Ihrer Reise.
Weitere Reiseziele entdecken: Obermehlen, Nimsreuland, Orlenbach, Willwerath, Pittenbach, Großlangenfeld, Brandscheid, Nimshuscheid.
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