Orsfeld: St. Peter und historische Wegekreuze
Unterkünfte in Orsfeld
Orsfeld hat einen klaren kulturhistorischen Schwerpunkt: Die Filialkirche St. Peter ist eine Sehenswürdigkeit des Ortes; hinzu kommen mehrere Nischen- und Wegekreuze mit unterschiedlichen Formen und Datierungen. Auch eine Mountainbike-Route führt in ihrer Streckenfolge über Straßen im Ort.
St. Peter: Baugeschichte an einzelnen Teilen ablesen
Die katholische Filialkirche St. Peter ist eine Sehenswürdigkeit in Orsfeld. Sie ist ein Saalbau aus dem Jahr 1781; ihr Westturm ist vermutlich mittelalterlich. Der Turm ist der älteste erhaltene Teil der heutigen Kirche. Er stammt aus der mittelalterlichen Orsfelder Kapelle und ist deren einziger erhaltener Überrest.
Auch die Sakramentsnische verweist auf eine andere Zeitstufe: In der Nordostwand des Chorschlusses befindet sich eine spätgotische Nische mit der Jahreszahl 1487. Die beiden Daten beziehen sich auf verschiedene Bauteile. 1781 bezeichnet den Saalbau, während 1487 an der Sakramentsnische steht. So lässt sich die Baugeschichte anhand konkreter Teile statt über ein einziges Datum einordnen.
Für Ihre Ortswahl bietet St. Peter einen bestimmten Schwerpunkt: Die Angaben verbinden den Saalbau des 18. Jahrhunderts mit einem vermutlich mittelalterlichen Turm und einem spätgotischen Detail. Wenn Sie bei einem Aufenthalt historische Architektur interessiert, können Sie diese Bauformen und Zeitangaben als Orientierung für Ihre Suche nach einem Hotel in Orsfeld nutzen.
Nischen- und Wegekreuze in Orsfeld
Ein Nischenkreuz in Orsfeld ist unverziert und hat einen schmal abgefasten Schaft. Das Abschlusskreuz sitzt ohne Stamm direkt auf dem Nischendach. Seine Datierung ist unsicher: Es stammt wahrscheinlich aus dem 16. oder frühen 17. Jahrhundert. Eine genaue Ortsangabe gibt es auch für ein weiteres Nischenkreuz an der Straße nach Seinsfeld: Es liegt etwa 150 Meter südlich der Kreuzung mit der Straße Kyllburg–Oberkail.
Am Orsfelder Wasserhäuschen steht das alte Gerichtskreuz, ein spätgotisches Nischenkreuz, das wahrscheinlich aus dem Jahr 1415 stammt. Die zeitliche Einordnung unterscheidet sich damit von der des unverzierten Nischenkreuzes. Bei einem Wegekreuz an der Kyllburger Straße 2 ordnet ein Steinmetzzeichen unterhalb der Inschrift den Schaft der Gruppe der Kyllburger Kreuze aus dem frühen 17. Jahrhundert zu.
Der Schaft des Wegekreuzes an der Kyllburger Straße 2 ist an die Scheune eines Gehöfts angelehnt; der obere Teil des Kreuzes fehlt. Bei den Kreuzdetails stehen somit verschiedene Merkmale im Vordergrund: die wahrscheinliche Datierung am Gerichtskreuz, die Form des Nischenkreuzes und das Steinmetzzeichen am Schaft an der Kyllburger Straße. Die Ortsangabe an der Straße nach Seinsfeld bietet dagegen eine Orientierung über die Kreuzung und die ungefähre Entfernung.
Verkehrslage und Mountainbike-Route
Orsfeld liegt verkehrsgünstig an der B 257 und an der A 60. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Orsfeld suchen, können beide Straßen bei der Wahl des Reiseziels als Orientierung dienen.
Die Mountainbike-Route „Ginaff Kyll Orsfeld“ führt in ihrer Streckenfolge über die Schulstraße sowie die Adressen Schulstraße 6 und Schulstraße 15 in Orsfeld. Auf der gesamten Strecke entfallen 72,02 Prozent auf Naturwege; dieser Anteil bezieht sich auf den vollständigen Routenverlauf und nicht nur auf den Abschnitt in Orsfeld. Die Streckenliste kann sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Fahrt die aktuellen Bedingungen.
Regionaler Kontext im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Zum übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm gehören weitere, thematisch eigenständige Angebote. Das Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf bietet einstündige Führungen, bei denen Sie den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik kennenlernen. Zum Besucherbergwerk gehört außerdem ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebiets.
Weitere regionale Themen setzen andere Akzente: Das Devonium in Waxweiler vermittelt spielerisch Zusammenhänge der Paläontologie und des fossilen Lebens. Das Westwallmuseum ist in drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet; seine militärhistorische Ausstellung befindet sich in unterirdischen Gängen und Räumen. Die rund 700 Jahre alte Wasserburg Rittersdorf ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten und vermittelt ein Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur.
Weitere Reiseziele entdecken: Oberkail, Neuheilenbach, Neustraßburg, Balesfeld, Neidenbach, Malberg, Gransdorf, Steinborn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kyllburg.