Baustert: Pfarrkirche, Gnadenkapelle und Themenweg
Unterkünfte in Baustert
Baustert verbindet eine waldreiche Umgebung am Rand des Naturparks Südeifel mit Stationen der Bau- und Ortsgeschichte. Wer bei der Wahl des Reiseziels neben Spaziergängen auch historische Architektur und denkmalgeschützte Orte schätzt, findet hier unterschiedliche Themen: die Pfarrkirche St. Maximin, die Gnadenkapelle, die Denkmalzone Brunnenstraße und den Themenweg Denkmäler Baustert-Brimingen. Die Bauwerke und Orte unterscheiden sich in Alter und Gestalt.
Pfarrkirche St. Maximin und ihre Baugeschichte
Die heutige Pfarrkirche St. Maximin wurde 1965–1967 als breit gelagerter Saalbau an einen älteren Turm angebaut. Der Turm stammt noch von der Erweiterung der Kirche aus den Jahren 1900–1910. So lassen sich zwei Bauphasen unterscheiden: Der Saalbau ist jünger als der Turm, den er einbezieht. Im Inneren sind Teile der neuromanischen Ausstattung des Vorgängerbaus erhalten, darunter Taufbecken, Stallen, Figuren und Kapitelle. Zum älteren Inventar gehören außerdem ein 1823 entstandenes Sandsteinretabel mit der Darstellung der Grablegung sowie Holzfiguren aus dem 18. Jahrhundert. Für Reisende mit Interesse an Kirchenbau ist damit nicht nur die Form des jüngeren Gebäudes bemerkenswert, sondern auch das Nebeneinander unterschiedlicher Ausstattungsstücke und Zeitschichten.
Gnadenkapelle und Brunnenstraße
Die Gnadenkapelle wurde 1766 oder möglicherweise 1769 aus Dank für die Geburt eines Kindes errichtet. 1981 wurde sie einige hundert Meter weiter in Richtung Hütterscheid an den Waldrand zu einer Wegegabelung versetzt und dort als exakte Kopie wiedererrichtet. Dabei kamen alte Werksteine und das ursprüngliche Türeingangsgewände zum Einsatz. Die beiden möglichen Gründungsjahre bleiben offen; die Versetzung und der Wiederaufbau gehören dagegen klar in das Jahr 1981. So lassen sich der ursprüngliche Anlass der Kapellengründung und ihre spätere bauliche Geschichte auseinanderhalten.
Ein anderes Ortsbild zeigt die kleine Denkmalzone Brunnenstraße, im Volksmund auch „Hilt“ genannt. Entlang der in einem Bogen ansteigenden Straße liegen kleine Höfe. Ihre Bebauung stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und hat ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute im Großen und Ganzen bewahrt. Anders als bei der Pfarrkirche steht hier nicht ein einzelnes Bauwerk mit mehreren Bauphasen im Mittelpunkt, sondern eine Gruppe von Höfen entlang eines Straßenverlaufs.
Wald, Bachlauf und Themenweg
Baustert verfügt über eine 100 Hektar große, waldreiche Umgebung am Rand des Naturparks Südeifel, die zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Im Ortsteil Berghausen von Baustert weist der Mühlbach einen sehr schönen mäandrierenden Verlauf auf. Die waldreiche Umgebung und der gewundene Bachlauf sind unterschiedliche Landschaftsmotive des Ortes.
Der Themenweg Denkmäler Baustert-Brimingen führt zu denkmalgeschützten Gebäuden und zahlreichen Wegekreuzen. Entlang der Strecke informieren 13 Tafeln über die jeweiligen Objekte; außerdem führt der Weg an der Pfarrkirche St. Maximin vorbei. Er erreicht auch die Kapelle Baustert. Dort können Wandernde in das Innere schauen und die Sitzecke zum Verweilen nutzen; ihre Gestaltung kann sich ändern. In das Gästebuch der Kapelle kann sich jeder eintragen. Nach dem Aufstieg bietet sich auf dem Themenweg ein Panoramablick über Baustert. Damit verbindet der Weg historische Stationen mit einem Blick über den Ort, während die einzelnen Tafeln die jeweiligen Objekte in den Mittelpunkt stellen.
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