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Kirchheimbolanden: Stadtmauer, Schlossgarten und Aussicht

Unterkünfte in Kirchheimbolanden

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kirchheimbolanden verbindet mehrere klar unterscheidbare Themen: mittelalterliche Stadtbefestigung, Schlossgarten, Kirchenbau und Aussicht. An der Stadtmauer geht es um erhaltene Abschnitte und einen begehbaren Teil des Wehrgangs; im Schlossgarten stehen historische Umgestaltung und gewachsene Gehölze im Mittelpunkt. Die Protestantische Paulskirche bringt Rokoko-klassizistische Formen und eine Stumm-Orgel ins Bild, während der Wartturm Ausblicke zum Donnersberg und zum Alzeyer Hügelland eröffnet. So können Sie den Ortsbesuch nach Baugeschichte, Gartenlandschaft oder Aussicht ausrichten.

Stadtmauer und Altstadt

Die Stadtmauer stammt aus dem 14. Jahrhundert und zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigungen der Region. Große Teile der West- und Südbefestigung sind erhalten, ebenso zwei Wehrtürme und Stadttore. Ein Teil des Wehrgangs ist begehbar. Damit lässt sich die Befestigung sowohl als historisches Bauwerk als auch über einen konkreten begehbaren Abschnitt erleben. Die Altstadt ist das ganze Jahr über frei zugänglich; bei außergewöhnlichen Sperrungen sollten Sie die örtlichen Hinweise prüfen. Wenn Sie den Wehrgang einplanen, beachten Sie, dass sich die Aussage zur Begehbarkeit auf einen Teil der Anlage bezieht.

Schlossgarten und Baumbestand

In der späten Fürstenzeit wurde der Schlossgarten zu einer englischen Gartenanlage umgestaltet. Der heutige Altbaumbestand ist zu einem großen Teil Heinrich von Brunck zu verdanken. Außerdem sind viele exotische Gehölze erhalten und zu stattlichen Bäumen herangewachsen. So stehen im Schlossgarten zwei verschiedene Zeitschichten nebeneinander: die historische Umgestaltung der Anlage und der heute prägende Bestand an gewachsenen Bäumen. Für Ihren Besuch ergibt sich daraus ein eigener Schwerpunkt neben Stadtmauer und Baugeschichte.

Paulskirche und Stumm-Orgel

Die Protestantische Paulskirche wurde von 1738 bis 1744 als Hof- und Stadtkirche in rokoko-klassizistischen Formen erbaut. Ihre Orgel entstand 1745: Johann Michael Stumm baute sie mit drei Manualen und 38 Registern. Die Jahreszahlen machen einen kurzen zeitlichen Vergleich möglich: Der Bau der Kirche reicht über mehrere Jahre, die Orgel folgte unmittelbar danach. Wer sich für Kirchenbau interessiert, findet damit sowohl ein konkretes Baudatum und eine architektonische Einordnung als auch Angaben zu einem einzelnen Instrument.

Aussicht vom Schillerhain

Die Aussichtsplattform des Wartturms liegt auf dem 360 Meter hohen Schillerhain. Der Turm selbst ist 11,50 Meter hoch; die Plattform ist über 51 Stufen erreichbar. Von dort reicht der Blick zum Donnersberg und zum Alzeyer Hügelland. Die beiden Höhenangaben beziehen sich also auf unterschiedliche Dinge: auf den Standort und auf den Turm. Die Zahl der Stufen ist eine konkrete Orientierung für den Zugang zur Plattform und kann in Ihre Besuchsplanung einfließen.

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Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Donnersbergkreis

Auch das übergeordnete Reiseziel Donnersbergkreis bietet eigene landschaftliche Themen. Der Donnersberg ist 687 Meter hoch und die höchste Erhebung der Pfalz. Er umfasst etwa 2.400 Hektar, ist nahezu vollständig bewaldet und erstreckt sich diagonal über bis zu 7,5 Kilometer. Für Wanderungen stehen unter anderem zwei Rundwanderwege mit unterschiedlichen Längen und Zielen zur Wahl: Der Rundwanderweg Ludwigsturm ist 6,7 Kilometer lang, beginnt am Haus Linn in Dannenfels und führt zum Ludwigsturm. Der Rundwanderweg Ruine Wildenstein ist 7,9 Kilometer lang und führt zur Ruine Wildenstein. Der Ludwigsturm ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten gesperrt; berücksichtigen Sie diese Einschränkung, wenn Sie die Tour planen.

Auch die Geschichte des übergeordneten Reiseziels reicht über die Stadtbefestigung hinaus. Die Burgruine Falkenstein steht auf einem ehemaligen Vulkanschlot und wurde erstmals 1135 urkundlich erwähnt. Der Keltische Ringwall besteht aus den überschütteten Resten einer etwa 8,5 Kilometer langen Keltenmauer. Sie umgab von etwa 130 bis 60/50 v. Chr. ein keltisches Oppidum auf dem Donnersberg. Diese Beispiele setzen andere historische Akzente als die mittelalterliche Stadtmauer von Kirchheimbolanden: Hier geht es um eine Burganlage und um eine keltische Siedlung auf dem Donnersberg.

Weitere Reiseziele entdecken: Göllheim, Eisenberg (Pfalz), Dannenfels, Schweisweiler, Mannweiler-Cölln, Kalkofen, Zellertal, Rockenhausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Donnersbergkreis.

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