Faid entdecken: Kirche, Baukultur und Wanderwege
Unterkünfte in Faid
Faid lässt sich über zwei Blickwinkel kennenlernen: Die Ortsgeschichte zeigt sich in der Kirche, auf dem Friedhof und an historischen Wohnhäusern; zugleich ist der Ort ein Ausgangspunkt für Wanderungen in Richtung Moseltal und durch das Wild Enderttal. Für Ihre Reiseplanung stehen damit konkrete Bau- und Geschichtszeugnisse ebenso im Blick wie Landschaftserlebnisse. Die historischen Bauten unterscheiden sich nach Datierung und Bauform; bei den Wanderungen sind Wegbeschaffenheit, Rastmöglichkeiten und Ausblicke eigene Anknüpfungspunkte.
Kirche und kirchliche Ortsgeschichte
Die St.-Stephanus-Kirche wurde 1750 erbaut und ist dem heiligen Stephanus geweiht. Faid wurde 1798 zur Pfarrei erhoben. Noch früher, im Jahr 1470, wurde hier eine frühe Messstiftung eingerichtet. Diese Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte der kirchlichen Ortsgeschichte: auf die Messstiftung, die Erhebung zur Pfarrei und den Bau der Kirche. Zusammen ergeben sie mehrere zeitliche Bezugspunkte, statt die Geschichte auf das Baujahr eines einzelnen Gebäudes zu verkürzen.
Die Kirche ist von Montag bis Sonntag ganztägig geöffnet. Prüfen Sie die Besuchsinformationen vor Ihrem Besuch, da sich Angaben zur Zugänglichkeit ändern können.
Historische Bauwerke in Faid
In Faid gibt es acht Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auf dem Friedhof befindet sich außerdem ein Sandsteinkreuz, das auf 1847 datiert ist. Auch zwei Quereinhäuser geben Einblicke in die Baugeschichte des Ortes. Das Fachwerkhaus in der Dorfstraße 21 ist auf 1750 datiert und teilweise aus massivem Material gebaut. Zum baulichen Erbe gehört außerdem das verputzte Fachwerk-Quereinhaus in Stiergass 1, das ins 18. oder 19. Jahrhundert datiert wird.
Bei diesen Beispielen stehen verschiedene Merkmale im Vordergrund: Bei den Grabkreuzen sind Funktion und Zeitstellung prägend, bei den Quereinhäusern Bauform, Material und Datierung. Das Haus in der Dorfstraße und die Kirche tragen beide die Jahreszahl 1750; die übrigen Zeugnisse verweisen auf andere Zeitabschnitte. So lässt sich die Ortsgeschichte anhand unterschiedlicher Bau- und Erinnerungsformen betrachten.
Wanderungen und Landschaft
Faid ist ein Ausgangspunkt für Wanderungen ins Moseltal durch das Wild Enderttal. Die Wanderung durch das Wild Enderttal führt über steinige Wege und mehrere Fußgängerbrücken und passiert teilweise wieder bewohnte Mühlen. Damit sind Untergrund, Querungen und die Mühlen konkrete Merkmale dieser Tour.
Daneben hat Faid ein ausgeschildertes Wald- und Wanderwegenetz mit Bänken zum Ausruhen in der Natur. Von den umliegenden Höhen bieten sich Panoramen mit Blick auf die alte Bohnert-Kumb-Waschstelle und das Enderttal. Für die Planung können Sie die unterschiedlichen Schwerpunkte berücksichtigen: Auf der Wanderung durchs Wild Enderttal prägen Wegbeschaffenheit und Mühlen den Eindruck; bei den Höhen stehen Rastbänke und Ausblicke im Vordergrund.
Einordnung in Cochem-Zell
Im übergeordneten Reiseziel Cochem-Zell liegt ein weiterer kulturhistorischer Schwerpunkt bei der Reichsburg Cochem. Die mittelalterliche Burg wurde im 19. Jahrhundert während der Burgenromantik von Louis Ravené im neugotischen Stil restauriert und wiederaufgebaut. Zu den besuchbaren Innenräumen gehören unter anderem Rittersaal, Speisesaal, Jagdzimmer und Kemenate. Damit reicht der kulturhistorische Blick in Cochem-Zell von den kirchlichen Zeugnissen und Fachwerkbauten in Faid bis zu einer mittelalterlichen Burg mit neugotischer Wiederherstellung.
Zum regionalen Aktivitätsspektrum in Cochem-Zell gehören außerdem Radfahren entlang des Flusses, Wandern auf Weinbergspfaden und Bootsausflüge durch die Mosellandschaft. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so zwischen den Wanderwegen, die in Faid beginnen, und weiteren regionalen Aktivitäten mit unterschiedlichen Schwerpunkten wählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Klotten, Dohr, Ernst, Ediger-Eller, Mesenich, Beilstein, Nehren, Bremm
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cochem.