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Lehmen: Weinberge, Wanderwege und Kultur an der Mosel

Unterkünfte in Lehmen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lehmen verbindet Wanderwege durch steile Weinberge mit einer vom Weinbau geprägten Landschaft und einzelnen Zeugnissen der Ortsgeschichte. Für die Reiseplanung ist vor allem die Wahl der passenden Wegstrecke wichtig: Der Würzlaysteig führt als 11,3 Kilometer lange lineare Themenroute der Mosel.Erlebnis.Route von Lehmen nach Löf. Der Weg ist über die Bahnhöfe in Lehmen, Kattenes und Löf erreichbar.

Wanderwege und Wegstrecken

Eine anspruchsvollere Etappe des Würzlaysteigs ist der 2,7 Kilometer lange nördliche Abschnitt zwischen Lehmen und dem Ausoniusstein oberhalb der steilen Weinberge. Dafür sollten Sie je nach körperlicher Verfassung etwa 1,5 bis 2,5 Stunden einplanen. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Kondition sind erforderlich; für Kinder unter acht Jahren ist dieser Abschnitt eher ungeeignet. Diese Angaben helfen, die kurze Streckenlänge nicht mit einem geringen Anspruch gleichzusetzen.

Für einen kürzeren Einblick in die Weinbergslandschaft bietet sich der Weinberg-Erlebnispfad im Razejungewingert an: Der etwa 280 Meter lange Rundweg führt an Thementafeln zu Besonderheiten des Weinbergs vorbei. Dazu zählen Trockenmauern als Lebensraum sowie Schmetterlinge und Reptilien. Mitglieder der Lehmer Razejunge haben das Projekt ehrenamtlich für Kinder umgesetzt; die Beschreibung des Wegs richtet ihn nicht ausschließlich an Kinder. Vom Parkplatz an der Schleuse Lehmen an der B 416 erreichen Sie ihn über einen ausgeschilderten Fußweg von etwa 500 Metern. Prüfen Sie Parkplatz und Beschilderung vor Ort auf mögliche vorübergehende Änderungen.

Eine längere Wanderoption ist der 100 Kilometer lange Schoppenstecher-Rundwanderweg. Er verläuft beiderseits der Mosel durch steile Rebhänge, bewaldete Höhen und Weinorte zwischen Koblenz und Treis-Karden. In Lehmen gehören der Aussichtspunkt Klosterberg, die Moselstaustufe, der Glockenturm und der Aussichtspunkt Ausoniusstein zu den Sehenswürdigkeiten. Der Weg führt hier unter anderem am Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert vorbei.

Weinbau und Kulturlandschaft

Lehmen ist eine Weinbaugemeinde mit heute 23 Hektar bestockter Rebfläche. Etwa 80 Prozent davon entfallen auf Weißwein- und 20 Prozent auf Rotweinrebsorten. Riesling ist die dominierende Rebsorte in den fünf Weinbergslagen Moselsürscher Fahrberg, Lehmener Ausoniusstein, Lehmener Klosterberg, Lehmener Würzlay und Lehmener Lay. Die Lehmener Würzlay zählt zu den 30 ausgewiesenen historischen Weinbaulandschaften an der Mosel und erstreckt sich vom südlichen Ortsrand bis zum Naturschutzgebiet Ausoniusstein in Richtung Kattenes.

Die Lehmer Razejunge pflegen in der Würzlay einen eigenen Weinberg, Weinbergterrassen, Trockenmauern und Kleinbiotope in den Steillagen. Zugleich vermitteln sie Kindern und Jugendlichen den Weinbau in der Kulturlandschaft der Terrassenmosel. Im Razejungewingert konzentriert sich die biologische Vielfalt der Würzlay; zu den dort genannten seltenen Arten zählen die Rotflügelige Ödlandschrecke, der Apollofalter und der Wespenbussard.

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Natur und Aussicht am Ausoniusstein

Die Lehmener Würzlay bietet seltenen Arten der Moselweinberge Lebensraum, darunter Zippammer, Mauereidechse, Schlingnatter und Rotflügelige Ödlandschrecke. Auch zahlreiche Tag- und Nachtfalter lassen sich dort beobachten. Der Würzlaysteig erschließt die Taleinschnitte des Naturschutzgebiets Ausoniusstein, des Katteneser Mühlentals, des Kehrbachtals und des Alsbachtals, die Einblicke in die heimische Flora und Fauna bieten.

Am Aussichtspunkt Ausoniusstein reicht der Blick über das Moseltal sowie nach Oberfell, Kattenes und Alken. Dort befindet sich außerdem ein ehemaliges Schieferbergwerk, in dem bis in die 1930er-Jahre Moselschiefer abgebaut wurde. So liegen an diesem Ort Landschaftsblick und ein Zeugnis des früheren Abbaus beieinander.

Glockenturm und Lehmener Linde

Der kleine, ungegliederte Glockenturm mit einer Glocke an der St.-Kastor-Kirche steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Ein weiteres markantes Ziel ist die Lehmener Linde hoch über dem Ort, direkt neben der L 82. Neben dem Baum steht ein 1759 errichteter Bildstock. Das Alter der Linde wird auf 300 bis 320 Jahre geschätzt; als Naturdenkmal ist sie seit 1937 geschützt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kobern-Gondorf.

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