Papiermühle: Kapellen, Wanderweg und Radrouten
Unterkünfte in Papiermühle
Papiermühle verbindet markante Wegverläufe mit zwei unterschiedlichen Kapellen. Ein Rundwanderweg führt über Papiermühle, einen Ortsteil von Neumagen-Dhron; zwei Radrouten beziehen den Ort auf verschiedene Weise in ihre Strecken ein. Dazu kommen die Geschichte der Wegekapelle, die Umnutzung der Kapelle St. Konrad von Parzham und ein archäologischer Fund am Dhrontal. Für die Reiseplanung ergibt sich so ein Schwerpunkt auf Wandern, Radfahren und örtlichen Kulturspuren.
Wandern auf dem Rundweg „Rund ums Dhrönchen“
Der Rundwanderweg „Rund ums Dhrönchen“ führt über Zummethöhe, Dhrönchen, Heidenburg, Papiermühle und den Reiterhof Kron zurück zur Zummethöhe. In der genannten Reihenfolge liegt Papiermühle zwischen Heidenburg und dem Reiterhof Kron; anschließend führt der Rundweg zurück zur Zummethöhe. Damit ist Papiermühle als Station innerhalb einer Runde eingeordnet. Wenn Sie den Streckenverlauf planen, können Sie den Ort also als Teil des Rundkurses betrachten, dessen Ausgangs- und Rückkehrpunkt an der Zummethöhe liegt.
Radrouten mit unterschiedlichen Streckenbezügen
Die beiden Radrouten geben Papiermühle unterschiedliche Rollen. Die „Mosel-Radtour mit römischem Flair“ führt unterhalb von Hunolstein über Gräfendhron und Papiermühle zurück an die Mosel; in Neumagen-Dhron trifft sie auf den Moselradweg. Beim „Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg“ führt der beschriebene Abschnitt ab Papiermühle auf einem ruhigen Wirtschaftsweg dem Lauf der Dhron folgend nach Neumagen-Dhron. Die Routen unterscheiden sich damit in ihrer Orientierung: Bei der einen sind die Rückkehr an die Mosel und der Anschluss an den Moselradweg genannt; bei der anderen stehen der Dhronlauf und Neumagen-Dhron am Ende des Abschnitts im Vordergrund. Für die Orientierung ist der Bezug zu Neumagen-Dhron nicht gleichbedeutend mit demselben Verlauf: Bei der Mosel-Radtour ist dort der Anschluss an den Moselradweg genannt, beim Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg das Ziel des beschriebenen Abschnitts. Da sich Straßenverhältnisse ändern können, prüfen Sie vor Ihrer Fahrt die aktuelle Streckensituation.
Zwei Kapellen, unterschiedliche Geschichten
Die Wegekapelle in Papiermühle ist ein schlichter, dreiseitig geschlossener Bau aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ihr Eingang ist spitzbogig; die heute seltene Wandgestaltung in Rollstempeltechnik (Musterwalze) setzt einen eigenen Akzent. Der Spitzbogen gehört zur äußeren Form, während die Rollstempeltechnik die Wandgestaltung charakterisiert. So treten zwei unterschiedliche architektonische Details hervor.
Die Kapelle St. Konrad von Parzham hat eine andere Geschichte: Sie wurde am 24. Juni 1954 eingeweiht und 1986 renoviert. Sie liegt nahe dem Zusammenfluss der Kleinen und Großen Dhron. Nach ihrer erfolgreichen Umnutzung ist sie ein multifunktional nutzbarer Raum im Besitz der Ortsgemeinde. Bei der Wegekapelle stehen Bauform und Wandtechnik im Vordergrund, bei St. Konrad die datierte Geschichte, die Lage am Zusammenfluss und die multifunktionale Nutzung.
Ein archäologischer Fund am Dhrontal
Ein archäologischer Fund ergänzt die örtlichen Kulturspuren. 1974 wurden am Westhang des Dhrontales, wenige hundert Meter vor Papiermühle, acht Gräber freigelegt. Zu den Funden zählten Reste von Krügen, Schalen, Töpfen und Tellern mit Leichenbrand. Archäologen deuteten den Befund als Anschnitt eines Gräberfeldes. Leichenbrand bezeichnet verbrannte menschliche Überreste; die Freilegung und die archäologische Deutung sind damit zwei unterschiedliche Aspekte des Fundes.
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