Nußbaum – Wein, Wanderwege und Geschichte
Unterkünfte in Nußbaum
Nußbaum bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für eine Reise: eine Landschaft, die zu erholsamen Wanderungen einlädt, Weinbau mit drei benannten Lagen und eine Ortsgeschichte, die vom Rittergeschlecht bis zum Wiederaufbau nach 1504 reicht. Hinzu kommen Aussichtspunkte und Hildegard-bezogene Informationstafeln. So können Sie den Ort über seine Wege, den Wein und historische Bauzeugnisse kennenlernen.
Wanderlandschaft und Weinbau
Die abwechslungsreiche Landschaft eignet sich für erholsame Wanderungen. Das Naturdenkmal Matzpfuhl ist eine Pflanzung von Pappeln aus der Napoleonzeit. Am Wanderparkplatz Friedenseiche haben Sie Aussicht über das Nahetal in Richtung Donnersberg. Damit stehen ein Naturdenkmal und ein benannter Aussichtspunkt für unterschiedliche Eindrücke der Landschaft.
Der Weinwanderweg in Nußbaum zeigt die Landschaft des Nahetals. Auch der Weinbau prägt den Ort: Auf 20 Hektar Weinbergen reift Wein in den Lagen Rotfeld, Höllenberg und Sonnenberg. Die drei Namen geben dem Weinbau eine konkrete örtliche Gliederung. Nußbaum hat außerdem Winzer und ein Gasthaus, das Besucher zum Einkehren einlädt. Wein, Wege und Einkehr sind damit eigenständige Themen für die Reiseplanung.
Ortsgeschichte und historische Bauzeugnisse
Bis 1400 war Nußbaum Sitz der Ritter von Nußbaum. Im Jahr 1504 brannte der Ort fast vollständig nieder; etwa ein Jahrhundert später wurde er aus den Überresten des alten Ortskerns wieder aufgebaut. Die beiden Daten markieren einen Einschnitt und einen späteren Neubeginn in der Ortsgeschichte.
Der Turm der Nußbaumer Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Kirche wird von beiden Konfessionen genutzt. Im Kirchhof der Simultankirche steht zudem ein barockes Grabkreuz. Das Nußbaumer Schloß wurde im 18. Jahrhundert erneuert und befindet sich in Privatbesitz. Diese Bauzeugnisse verweisen auf unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte: einen mittelalterlichen Turm, die gemeinsame Nutzung einer Kirche und ein Schloss mit späterer Erneuerung.
Hildegard-Tafeln und Pilgerwanderweg
In Nußbaum stehen zwei Informationstafeln der Hildegard-Route zu unterschiedlichen Themen. Am Dorfplatz befindet sich Tafel 19 mit dem Titel „Heilkräutern“. Am Ortsausgang behandelt Tafel 20 die „Landtiere“ aus Hildegards Buch. Die Themen der Tafeln lenken den Blick von Heilkräutern zu Tieren; ihre Standorte sind der Dorfplatz und der Ortsausgang.
Auch der Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg bietet einen größeren Zusammenhang für die Tourenplanung. Eine Etappe verbindet Monzingen, Nußbaum, Bad Sobernheim, Staudernheim und Disibodenberg. Wenn Sie diese Etappe in Ihre Wanderung einbeziehen, prüfen Sie vorab die aktuellen Wegbedingungen.
Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach
Im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach finden Sie auch andere historische und landschaftliche Themen. In Bad Kreuznach wurden die Brückenhäuser ab 1480 aus Platzmangel erbaut. Die Fachwerkgebäude stehen auf Pfeilern der alten Nahebrücke, die um etwa 1300 errichtet wurde. Die Museen der Stadt Bad Kreuznach sind seit 1985/86 im denkmalgeschützten ehemaligen Rittergut Bangert in einem historischen Park untergebracht.
Ein weiteres Beispiel ist der Barfußpfad in Bad Sobernheim, der als sommerliches Freizeitangebot genannt wird. Der 3,5 Kilometer lange Fußweg führt bis zur Nahe und umfasst ein Lehmstampfbecken, einen Geschicklichkeitsparcours sowie verschiedene Bodenbeläge. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach neben Nußbaums Wein- und Ortsgeschichte auch Museumsbesuche und ein saisonales Wegangebot in Bad Sobernheim als unterschiedliche Themen zur Auswahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Odernheim Am Glan, Bockenau, Seibersbach, Bad Münster Am Stein-Ebernburg, Hallgarten, Schöneberg, Hergenfeld, Bärweiler
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Kreuznach.