Lauschied zwischen Nahe und Glan
Unterkünfte in Lauschied
Lauschied liegt auf erhöhtem Gelände zwischen Nahe und Glan im Glan-Nahe-Dreieck. Für die Wahl eines Reiseziels verbinden sich hier zwei konkrete Themen: Wanderblicke von den Höhen Richtung Hunsrück und historische Spuren von römischer Zeit bis zu den schriftlichen Ortszeugnissen des Mittelalters. So können Sie Lauschied anhand von Landschaft und Geschichte einordnen, bevor Sie Hotels für Ihren Aufenthalt vergleichen.
Wandern von den Höhen
Bei Wanderungen von Lauschieds Höhen reicht der Blick zum Hunsrück. Eine etwa 15 Kilometer lange Rundwanderung führte bei einer 2023 organisierten Wanderung von der Gemeindehalle über Wasserreservoirs, Windräder und Jeckenbach zurück nach Lauschied. Der Hunsrück-Blick beschreibt die Aussicht von den Höhen; die Wanderung von 2023 benennt dagegen Streckenlänge, Ausgangspunkt und Stationen. Prüfen Sie den Streckenverlauf vorab.
Ortsgeschichte über mehrere Zeitstufen
Lauschied entstand im frühen 7. Jahrhundert als neue Siedlung in einem gerodeten Gebiet. Um 1200 wurde der Ort erstmals unter dem historischen Namen Villam Lubescheid iuxa Mettersheim schriftlich erwähnt. Die Angaben beziehen sich auf verschiedene historische Ebenen: Die Datierung im frühen 7. Jahrhundert betrifft die Entstehung als Siedlung, die Nennung um 1200 die schriftliche Überlieferung und die damalige Namensform. In den Bereichen In Frohnhausen und An den Pfühlen sind außerdem Hinweise auf eine römische Villa verzeichnet.
Ein weiterer historischer Zusammenhang betrifft das Kloster Disibodenberg: Es besaß Jagdrechte in der Gegend und gewährte den Hofherren in Lauschied im Gegenzug während der Jagden ein Beherbergungsrecht.
Johannes Bückler, bekannt als Schinderhannes, hielt sich 1797 und 1798 in Lauschied auf. Johannes Leyendecker, ein Schuhmacher aus Lauschied, gilt als geistiger Anstifter vieler Verbrechen, die mit Schinderhannes verbunden werden. Der Aufenthalt Bücklers und die zugeschriebene Rolle Leyendeckers sind unterschiedliche historische Bezüge: der eine ist zeitlich benannt, der andere beschreibt die Rolle eines Lauschieder Einwohners.
Kirche und Denkmalstatus
Die Evangelische Kirche Lauschied wurde 1731 erbaut und ist als Kulturdenkmal geschützt. Das Gebäude wurde außerdem gemeinsam von katholischer und lutherischer Gemeinde genutzt. Damit verbindet die Kirche ein konkretes Baujahr und den Denkmalschutz mit einer Nutzung durch zwei Konfessionen.
St. Georgshütte: Ausstattung und Anreise
Die St. Georgshütte ist eine katholische Einrichtung der Pfarrei St. Willigis Nahe-Glan-Soon. Sie bietet Innenräume und Geschirr für bis zu 30 Personen; außerdem gibt es eine Küche, Toiletten, einen Grill und einen Außenbereich. Der Zugang führt über den Sportplatz und eine Schotterstraße in den Wald. Klären Sie Nutzungsabsprachen und Verfügbarkeit vor der Anreise und prüfen Sie die örtlichen Bedingungen am Zugang.
Weitere Reiseziele entdecken: Oberhausen An Der Nahe, Warmsroth, Monzingen, Fürfeld, Bockenau, Brauweiler, Merxheim, Entenpfuhl
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Kreuznach.