Laumersheim – Weinbau, Palmberg und Mühlengeschichte
Unterkünfte in Laumersheim
Laumersheim bietet für die Reiseplanung mehrere historische Anknüpfungspunkte: Weinbau, Wallfahrt zum Palmberg sowie die Geschichte der Bartholomäuskirche und der Mühlen. Die Themen reichen von frühen Weinbau-Belegen bis zu Bauwerken und einer langen Wallfahrtstradition.
Weinbau mit frühen Belegen
Der Weinbau in Laumersheim ist für die Jahre 769 und 774 belegt. Im Ort gibt es mehrere Weingüter, darunter die Winzergenossenschaft Vier Jahreszeiten. So gehören frühe Weinbaugeschichte und heutige Weingüter zu unterschiedlichen Zeitperspektiven desselben Themas: Die Jahreszahlen verweisen auf die lange historische Tradition, während die Genossenschaft und weitere Weingüter die örtliche Weinwirtschaft benennen.
Die Bartholomäuskirche durch verschiedene Epochen
Die Bartholomäuskirche wurde 1316 erstmals als Kapelle erwähnt. Erhalten geblieben sind Turm und Chor aus gotischer Bauzeit. Eine weitere markante Phase folgte nach dem Jahr 1689, als französische Truppen Dorf und Kirche niederbrannten. Das Langhaus wurde 1719 wiederaufgebaut; als Simultankirche diente es von 1719 bis 1721 verschiedenen Konfessionen. Die Baugeschichte umfasst damit sowohl gotische Bauteile als auch den späteren Wiederaufbau.
Auch die Kunstwerke der Kirche verweisen auf unterschiedliche historische Zeiträume. 1933 wurden dort Wandmalereien aus dem frühen 14. Jahrhundert freigelegt. Außerdem werden in der Bartholomäuskirche drei wertvolle Holzfiguren gezeigt, die auf 1520 datiert sind. Für geschichtlich Interessierte verbinden sich hier Baugeschichte, Malerei und Bildhauerei, ohne dass sie derselben Epoche angehören.
Palmberg: Wallfahrt und Pfingstmontag
Am Palmberg finden seit dem Mittelalter Wallfahrten zum heiligen Ort statt. Die Heilig-Kreuz-Kapelle auf dem Palmberg wurde 1721–1722 erbaut. Wallfahrtstradition und Kapelle stehen damit für verschiedene Zeiträume: Die religiöse Tradition reicht bis ins Mittelalter zurück, während die Kapelle ein Bau des frühen 18. Jahrhunderts ist. Ein kleiner Kreuzweg führte früher von Laumersheim zum Palmberg; dieser Routenbezug gehört zur Geschichte des Ortes.
Jeden Pfingstmontag findet auf dem Palmberg ein ökumenischer Gottesdienst statt, an den sich Beisammensein und ein Picknick anschließen. Wenn Sie diesen Termin für Ihre Reise einplanen möchten, empfiehlt es sich, die Arrangements des jeweiligen Jahres vorab zu prüfen.
Mühlenweg und Mühlengeschichte
Der Eckbach-Mühlen-Weg führt durch Laumersheim und erstreckt sich über 24,5 Kilometer von der Eckbachquelle bis nach Dirmstein. Er folgt der Markierung „Mühlenwanderweg“ und passiert 23 ehemalige Mühlen. Die Route lässt sich in einzelne Tagesetappen gliedern. So geben Gesamtlänge und Etappenplanung unterschiedliche Orientierung: Die 24,5 Kilometer bezeichnen die gesamte Strecke, während einzelne Tagesabschnitte eine Aufteilung ermöglichen. Die ehemaligen Mühlen bilden dabei den historischen Bezug des Weges.
Eine eigene Mühlengeschichte hat die Hornungsmühle, die 1366 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Eine mit ihr verbundene Stiftung von 1439 entwickelte sich zu einer Bruderschaft, die Kranke und Reisende mit Lebensmitteln versorgte. Diese Geschichte ergänzt die Bau- und Wegespuren um einen sozialen Aspekt: Sie erzählt auch davon, wie eine Stiftung zur Versorgung von Menschen beitrug.
Spuren des Wasserschlosses
Das Wasserschloss wurde 1492 von Hans von Flersheim erbaut. Heute sind davon nur Fragmente erhalten. Zusammen mit den mittelalterlichen Spuren an Kirche und Mühle erweitert das Bauwerk den zeitlichen Bogen der Laumersheimer Geschichte bis in die frühe Neuzeit.
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