Saulheim: Wein, Geschichte und Landschaft
Unterkünfte in Saulheim
Saulheim verbindet Weinlagen mit historischen Ortsbildern, geführten Ortsrundgängen und Wegen durch die Landschaft. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Wein und Panorama, die Geschichte Nieder-Saulheims oder eine Radrundtour. Auch die Mühlbachaue eröffnet eine andere Perspektive auf den Ort.
Weinlagen und Ausblicke
Die Hiwweltour Saulheimer Hölle führt durch die Saulheimer Weinlagen Hölle und Schlossberg. Von der Route bieten sich Panoramablicke zum Donnersberg, Soonwald, Rheingau, Feldberg und Odenwald. Damit verbindet sie Weinbergslandschaft mit weiten Ausblicken; ein bestimmtes Tempo oder eine bestimmte Dauer ist damit nicht vorgegeben.
Auch Weinproben und Spaziergänge durch die Weinberge gehören zum Angebot vor Ort: Das Weingut Kösterhof bietet beides nach Vereinbarung an. Das Weingut Mario und Lydia Dechent ermöglicht Weinproben in seiner Vinothek und verfügt außerdem über einen historischen Gewölbekeller. In den Saulheimer Lagen Hölle, Schloßberg und Probstey sowie im Stadecker Lenchen wachsen Silvaner, Riesling, Burgundersorten, Sauvignon blanc und verschiedene rote Rebsorten.
Saulheim zählt zu den großen Weinbaugemeinden Rheinhessens. Für 2025 ist der Ort mit insgesamt 545 Hektar Rebfläche auf Rang zehn dieser Gruppe verzeichnet. Die Zahl gibt eine Größenordnung des Weinbaus im Ort; sie sagt nichts über einzelne Weingüter oder deren jeweiliges Angebot aus.
Ortsgeschichte und historische Bauwerke
Der Lange Stein ist der größte Menhir Rheinhessens und ein kulturhistorisches Denkmal. In seiner Umgebung finden sich Siedlungs- und Grabspuren aus der Jungsteinzeit, der Eisenzeit und der Römerzeit. Die unterschiedlichen Zeitstufen machen den Platz auch für Besucher interessant, die sich für frühe Besiedlung und archäologische Zeugnisse interessieren.
In Nieder-Saulheims Ortsmitte liegt der Römer, umgeben vom historischen Rathaus und zwei neugotischen Kirchen. Das Rathaus fällt durch seinen Treppenturm, die Wendeltreppe und das Renaissance-Dach auf. Eine der evangelischen Kirchen bewahrt eine gotische Taufe aus dem 13. Jahrhundert, eine gotische Kanzel aus dem 15. Jahrhundert und eine Rokokoorgel von 1728. So lassen sich im Ortsbild Bauformen und Ausstattungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten entdecken.
Eine lebensgroße Steinfigur, der Ritter Hundt, steht zentral in Saulheim und gilt seit 1987 als Wahrzeichen des Ortes. Wer mehr über die Ortsgeschichte und das Mühlenwesen erfahren möchte, kann an geführten Touren durch das historische Nieder-Saulheim und entlang des Saulheimer Bachs teilnehmen. Die Führungen sind auch auf Englisch und Französisch möglich.
Das Heimatmuseum ist in einem ehemaligen Herrenhaus untergebracht. Es zeigt Innenräume des 19. Jahrhunderts und traditionelle Handwerke wie Küferei, Schuhmacherei und Weberei. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.
Landschaft und Aktivitäten
Zwischen den beiden historischen Ortskernen liegt die renaturierte Mühlbachaue, ein Park und eine natürliche Auenlandschaft mit Wasserläufen sowie vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt. Zu den dortigen Merkmalen zählen Wege, Sitzgelegenheiten und Aussichtspunkte, Möglichkeiten zur Tierbeobachtung und ein Bouleplatz. Damit bietet die Aue einen eigenen Schwerpunkt neben Weinbergen und Ortsgeschichte.
Für Radtouren starten in Saulheim Rundwege auf befestigten Wirtschafts- und Radwegen ohne motorisierten Verkehr. Die Routen umfassen auch Anstiege und bieten Fernblicke, Rastplätze sowie Gelegenheiten für Erfrischungen. Weinbergsroute und Radrundtour unterscheiden sich damit sowohl durch ihre beschriebenen Landschaftsschwerpunkte als auch durch die genannten Streckenmerkmale.
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