Zum Inhalt

Reifferscheid: St. Michael und seine Baugeschichte

Unterkünfte in Reifferscheid

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Die Pfarrkirche St. Michael gibt der Baugeschichte Reifferscheids einen konkreten Anhaltspunkt. An ihr treffen ein neu errichteter Kirchenbau, erhaltene ältere Bauteile und spätere Veränderungen zusammen. Besonders aufschlussreich ist die Abfolge: Die neugotische Planung des 19. Jahrhunderts und die bei einer späteren Renovierung wieder lesbar gemachte ältere Konstruktionsweise gehören zu verschiedenen Kapiteln derselben Kirche.

St. Michael: Baugeschichte und sichtbare Details

Die Kirche wurde 1893 bis 1895 nach Plänen des Architekten Lambert von Fisenne neu errichtet. Der untere Teil des Turms blieb erhalten; die Weihe erfolgte 1896. So stehen ein älterer Bauteil und die neugotische Neugestaltung des späten 19. Jahrhunderts nebeneinander.

Bei der Renovierung von 1971 bis 1973 wurden die tragenden mittleren Säulen entfernt, sodass das alte Konstruktionsprinzip lesbar bleibt. Die Kreuzgewölbe wirken dadurch, als würden sie über dem Mittelschiff schweben. Auch der frühere Chor mit seinem neugotischen Altar blieb erhalten und dient als Sakramentskapelle. Die Renovierung veränderte damit nicht nur die Stützen im Mittelschiff: Sie ließ zugleich die Gewölbeform hervortreten und bewahrte einen früheren Teil des Kirchenraums für eine neue Funktion.

An St. Michael lassen sich drei Bauperioden unterscheiden: der gotische Turmschaft, die neugotische Kirche von Fisenne und spätere Ergänzungen. Die restaurierte ursprüngliche Bemalung ist ebenfalls weiterhin sichtbar. Damit prägen sowohl Bauteile aus unterschiedlichen Zeiten als auch die erhaltene Farbgestaltung den Eindruck der Kirche. Für die architekturgeschichtliche Betrachtung ist gerade diese Verbindung aufschlussreich: St. Michael lässt sich nicht auf den neugotischen Neubau reduzieren, sondern zeigt mehrere Schichten seiner Baugeschichte.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Ahrweiler

Im übergeordneten Reiseziel Ahrweiler zeigt das Haus der Schützen in Ahrweiler kunsthistorische Schätze aus den vergangenen drei Jahrhunderten. Dazu gehören Uniformen, Bilddokumentationen und historische Schützengewehre. Die drei Ahrweiler Schützengesellschaften betreiben seit 2002 ein Museum; Besuche dort erfolgen nach Vereinbarung.

Anzeige

Die Römervilla am Silberberg in Ahrweiler bietet einen weiteren Zugang zur Geschichte der Region. Besucher können dort ein Modell des römischen Gutshofs ansehen und einen audiovisuellen Vortrag verfolgen. Für historische und heimatkundliche Fragen der Region ist das Kreisarchiv Ahrweiler eine Anlauf- und Beratungsstelle. So stehen im übergeordneten Reiseziel Ahrweiler unterschiedliche Anlaufpunkte für Architektur-, Regional- und römische Geschichte nebeneinander.

Wander- und Radwege im Kreis Ahrweiler

Auch die Wegeangebote sind auf Kreisebene zu betrachten: Die zertifizierten Wanderwege Rheinburgenweg, Eifelleiter und AhrSteig liegen im Kreis Ahrweiler. Der Rotweinwanderweg und zahlreiche markierte kommunale Wege ergänzen das Wanderwegenetz des Kreises. Diese Wegeangaben beziehen sich auf den Kreis Ahrweiler; sie beschreiben keine Routenführung durch Reifferscheid.

Für Fahrradtouristen spricht der Kreis Ahrweiler insbesondere mit dem Rheinradweg und dem Ahrradweg. Wandern und Radfahren bilden damit unterschiedliche Themen innerhalb des übergeordneten Reiseziels Ahrweiler: Auf der einen Seite stehen zertifizierte und markierte Wanderwege, auf der anderen zwei Radwege, die der Kreis in seiner Ansprache von Fahrradtouristen hervorhebt.

Weitere Reiseziele entdecken: Eichenbach, Aremberg, Quiddelbach, Wiesemscheid, Kaltenborn, Niederadenau, Sierscheid, Herschbroich.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Adenau.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.