Kirchsahr entdecken
Unterkünfte in Kirchsahr
Kirchsahr verbindet kirchliche Kunst und lange Ortsgeschichte mit Wanderwegen im Sahrbachtal und Spuren des Bergbaus. Für die Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Interessen nebeneinander: mittelalterliche Bildkunst in St. Martin, Naturbeobachtungen an Tal und Höhen sowie die Geschichte alter Gruben. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie überlegen, ob Kulturgeschichte oder Wanderungen im Freien Ihren Reiseplan stärker bestimmen.
St. Martin und Kirchsahrs Geschichte
Die kleine steinerne Kirche wurde um 1730 wiederaufgebaut; ihre Fundamente reichen bis etwa 1100 zurück. Eine Kirche wird bereits um 1105 angenommen, der erste sichere urkundliche Nachweis stammt jedoch aus dem Jahr 1302. Die beiden frühen Daten stehen für unterschiedliche Aussagen: Die Existenz um 1105 ist eine Annahme, 1302 markiert den ersten sicheren schriftlichen Beleg.
In St. Martin befindet sich ein spätmittelalterliches Triptychon der Kölner Schule, das auf etwa 1400 bis 1408 datiert wird. Im Zentrum steht die Kreuzigung; 18 weitere Tafeln zeigen Szenen aus dem Leben und der Passion Christi. Auch eine seltene Türkische Madonna befindet sich in der Kirche. Der Altaraufsatz wurde ursprünglich vom Stift Bad Münstereifel in Auftrag gegeben und ist seit 1782 in der Kirche ausgestellt. Für kulturinteressierte Reisende verbindet sich hier die Betrachtung eines Bildprogramms mit der Geschichte eines Werks, das seit Jahrhunderten am Ort ist.
Wandern im Sahrbachtal
Das Wanderparadies Sahrbachtal umfasst ein Wegenetz von rund 80 Kilometern, das von Kreuzberg bis zur Landesgrenze bei Kirchsahr reicht. Im Sahrbachtal zweigen 19 Wanderwege von drei Hauptrouten ab. Eine konkrete Strecke ist der 8,6 Kilometer lange Sahrbachweg, die Hauptachse des Wandergebiets. Die Angaben beschreiben unterschiedliche Maßstäbe: Rund 80 Kilometer stehen für das Netz, 8,6 Kilometer für den Hauptweg.
Zwölf Informationstafeln entlang des Sahrbachwegs behandeln Flora, Fauna, Geschichte, Handwerk und Kultur des Sahrbachtals. Zu den Höhepunkten des Weges gehört die geschützte Feuchtwiese. Das Tal bietet Ausblicke über die Höhen der Eifel und Einblicke in die sich wandelnde Natur im Tal und an den angrenzenden Höhen. So stehen auf einer Wanderung sowohl Landschaftseindrücke als auch Themen aus Natur und regionaler Geschichte im Blick. Da sich Bedingungen einzelner Wege ändern können, prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuellen Wegangaben.
Bergbaugeschichte und Stollen
Der Bergbau setzte sich in Kirchsahr als Tradition bis weit ins 20. Jahrhundert fort. Einige ehemalige Bergwerksstollen bieten Fledermäusen und anderen Tieren Lebensraum; die Nutzung als Lebensraum kann sich saisonal ändern. Am Gretelstollen zeigen Karten die Lage alter Stollenmundlöcher und die in Kirchsahr abgebauten Erze. Die Eingangsgestaltung ermöglicht Besuchern den Blick in den Stollen, restaurierte Förderwagen stehen davor. Wenn Sie die Informationselemente gezielt einplanen, prüfen Sie vor dem Besuch ihren aktuellen Stand, da sich solche Darstellungen ändern können.
Der Alte Stollen in Binzenbach liegt direkt am Sahrbachweg und reicht ungefähr 30 Meter in den Berg. Prüfen Sie seine Zugangsbedingungen vor Ort, bevor Sie ihn in eine Tour aufnehmen. Damit bietet der Weg neben seinen Landschafts- und Naturthemen auch Anknüpfungspunkte zur Bergbaugeschichte.
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