Eringerfeld: Schloss, Rundwege und Wald
Unterkünfte in Eringerfeld
Eringerfeld ist ein Ortsteil von Geseke. Schlossgeschichte, markierte Rundwanderwege und Waldlandschaft prägen unterschiedliche Seiten des Ortes. So können Sie Ihren Aufenthalt an dem Thema ausrichten, das Sie besonders interessiert: an der barocken Anlage, einer Tour durch die Umgebung oder den geschützten Wald- und Gewässerräumen.
Schloss Eringerfeld und seine Baugeschichte
Schloss Eringerfeld ist eine Wasserburg. Von 1676 bis 1699 wurde sie von den Domherren Johann Gottfried und Rhabanus Christoph von Hörde als Familienstiftung neu erbaut. Die frühbarocke Schlossanlage entstand auf den Mauern einer älteren Burg. An der Errichtung wirkten der Kapuzinerpater und Architekt Ambrosius von Oelde sowie der Baumeister Jobst Scheck aus Störmede mit.
Die mehrflügelige Anlage gruppiert sich um einen zentralen Ehrenhof und ist ein besonderes Beispiel barocker Baukunst in Westfalen-Lippe. Seit 1983 ist Schloss Eringerfeld als Baudenkmal eingetragen. Die Kapelle bildet den ältesten Teil der Anlage; sie wurde bereits 1661 geweiht. Damit reicht die Geschichte dieses Gebäudeteils weiter zurück als der Neubau des Schlosses. Die unterschiedlichen Jahreszahlen helfen, die Baugeschichte in mehrere Abschnitte einzuordnen.
Rundwanderwege ab der Ortsmitte
Auf einer Fläche von 3 × 3 Kilometern gibt es in Eringerfeld sieben erschlossene und markierte Rundwanderwege unterschiedlicher Länge. Sie sind rosettenartig um den Ortskern angelegt und beginnen am Wegekreuz in der Ortsmitte. Damit haben die Rundwege einen gemeinsamen Ausgangspunkt, an dem Sie Ihre Orientierung beginnen können.
Die verschiedenen Routen führen an einem Schloss vorbei, an sehenswerten alten Baumbeständen am Rand des Forstes entlang sowie durch Wald und Wiesen. Sie führen außerdem zum wildromantischen Tal des Naturschutzgebiets Westerschledde. Die Wege verbinden damit unterschiedliche Landschaftsbilder, ohne dass jede Route denselben Verlauf hat. Wenn Sie eine bestimmte Runde planen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Wegweisung; Wegdetails und Beschilderung können sich ändern.
Wald, Bäche und geschützte Landschaft
Das FFH-Gebiet „Eringerfelder Wald und Proevenholz“ liegt zwischen Eringerfeld und Prövenholz. Dort befinden sich zwei große, artenreiche Waldgebiete auf Kreidemergel. Im westlichen Teilgebiet, dem Eringerfelder Wald, kommen Waldmeister-Buchenwälder vor. Auch die Gewässer gehören zum Landschaftsbild: Westerschledde und Ruthenbach verlaufen von Süden nach Norden durch das FFH-Gebiet. In Teilbereichen sind sie naturnahe, periodisch trockenfallende Fließgewässer.
Das Naturschutzgebiet „Eringerfelder Wald-Sued“ umfasst im Bereich Eringerfeld einen großen Laubwaldkomplex auf Kalk. Zu seinen Lebensräumen zählen Waldmeister-Buchenwälder in unterschiedlichen standörtlichen Ausprägungen sowie naturnahe Quellbereiche, Bach- und Talabschnitte. Die Westerschledde durchfließt dieses Naturschutzgebiet ebenfalls von Süden nach Norden und führt nur zeitweise Wasser. Der Eringerfelder Wald nordwestlich von Eringerfeld bildet zudem ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet in der Geseker Börde.
Die Schutzgebiete beschreiben verschiedene Aspekte der Landschaft: Waldtypen und Untergrund, Gewässerverläufe sowie Quell- und Talräume. Für einen Spaziergang bietet das eine konkrete Orientierung, worauf Sie unterwegs achten können – vom geschlossenen Laubwald bis zu den abschnittsweise trockenfallenden Bächen.
Ein lokales Erinnerungszeichen
Zur Ortsgeschichte gehört auch das Eringerfelder Kreuz. Es wurde am 22. März 1882 zur Erinnerung an die schwere Geburt von Anna Elisabeth Freiin von Ketteler errichtet. Das Kreuz ergänzt die große Baugeschichte des Schlosses um ein persönliches lokales Gedenken.
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