Husen: Natur, Wege und Baugeschichte
Unterkünfte in Husen
Husen liegt am Oberlauf der Altenau, die den Ort vollständig durchfließt. Fluss, Stausee und Streuobstwiesen prägen die Landschaft; zugleich erzählen Burg und Kirche von der Baugeschichte des Ortes. Diese Themen geben Ihrer Reiseplanung konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie Husen und das übergeordnete Reiseziel Lichtenau kennenlernen möchten.
Altenau und Stausee Husen
Im Bereich Husen-Dalheim fließt die Altenau seit der Renaturierung im Jahr 2017 wieder kurvenreich und voller Leben. Ziel der Renaturierung ist es, Fischen und Vögeln erneut Lebensraum zu bieten. Im Hochwasserrückhaltebecken Husen-Dalheim hat sich durch extensive Beweidung eine artenreiche Insektenwelt entwickelt. Der Stausee Husen selbst ist ein Hochwasserrückhaltebecken. Er wurde nach dem extremen Hochwasser im Altenautal im Juli 1965 bei Lichtenau-Husen gebaut.
Heute wird der Stausee als Naherholungsziel besucht und ist von einem Netz aus Wander- und Radwegen umgeben. Das macht ihn zu einem eigenen Thema für die Reiseplanung: Hier treffen die Geschichte des Hochwasserschutzes und die heutige Nutzung als Erholungsgebiet aufeinander. Auch der Wanderweg A3 führt auf seinem Rückweg am Becken entlang zurück nach Husen.
Wanderwege, Streuobstwiesen und Radtour
Der Wanderweg A3 ist rund 9,8 Kilometer lang und verläuft zwischen Dorf, Feldern und Altenautal. Er beginnt in der Nähe der Schützenhalle an der Lichtenauer Straße, Ecke Ellern, und führt zunächst parallel zur Altenau westwärts durch Husen. Der Rückweg verläuft am Hochwasserrückhaltebecken entlang zurück in den Ort. Wer sich für den A3 interessiert, kann sich so an seiner ungefähren Länge, dem Startbereich und den beschriebenen Landschaften orientieren.
Ein eigenes Naturthema erschließt der Naturlehrpfad Streuobstwiesen Husen. Er führt durch die Streuobstwiesenanlage und vermittelt Wissenswertes über die heimische Natur sowie über die Bedeutung von Streuobstwiesen. Für eine Radtour gibt es den etwa 19 Kilometer langen Altenau-Radweg: Die familienfreundliche Rundtour führt hinter Husen leicht bergan. An der Obstwiese zwischen Husen und Dalheim steht am Radweg eine Entdeckerkiste.
Zu Fuß und mit dem Fahrrad stehen damit unterschiedliche Strecken und Themen zur Auswahl: Der A3 beschreibt einen Wanderweg zwischen Dorf, Feldern und Tal, während die Radtour als Rundweg ausgewiesen ist. Am Stausee treffen sich Wander- und Radwege; der Naturlehrpfad widmet sich ausdrücklich den Streuobstwiesen und der heimischen Natur.
Burg, Kirche und Kapellen
Die Burg Husen ist ein Baudenkmal im Zentrum des Ortes und liegt auf einem teilweise baumbestandenen Gelände. Das heutige Gebäude wurde wahrscheinlich 1712 anstelle einer älteren Burganlage errichtet. Der überlieferte Zeitpunkt ist also mit einer Unsicherheit verbunden; zugleich verweist die Burg auf eine ältere Baugeschichte am selben Ort.
Die katholische Pfarrkirche Maria Magdalena in Husen ist eine neuromanische Hallenkirche, die der heiligen Maria Magdalena geweiht ist. Sie wurde 1903/04 nach Plänen von Franz Mündelein errichtet. Die Orgelempore stammt aus dem ehemaligen Kloster Dalheim. Architektur, Weihe und historische Herkunft der Empore bieten verschiedene, klar unterscheidbare Aspekte der Kirchengeschichte.
In der Umgebung von Husen liegt die frei zugängliche Annenkapelle, auch Amerunger Kapelle genannt. Sie steht am Zusammenfluss von Altenau und Holtheimer Wasser zwischen Lichtenau und Husen. Der heutige Barockbau wurde 1669 errichtet; am Umfeld führen der Altenau-Wanderweg und der Altenau-Radweg vorbei, und es eignet sich für eine Rast in der Natur. Auch der ehemalige Freistuhl bei der Wüstung Amerongen ist mit Lichtenau-Husen verbunden.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Lichtenau
Das übergeordnete Reiseziel Lichtenau liegt mit seinem Stadtgebiet und 15 Dörfern vollständig im Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Rund um das Kloster Dalheim führen Wanderwege unterschiedlicher Länge durch abwechslungsreiche Landschaften des Naturparks. Zum Kloster gehören rund 20.000 Quadratmeter Klostergärten und 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.
Ein weiterer geschichtlicher Akzent im Reiseziel Lichtenau sind die großen Grabanlagen der Jungsteinzeit in Atteln. Sie wurden vor etwa 5.000 Jahren als Gemeinschaftsgräber errichtet. Eine Siedlungsgemeinschaft bestattete dort über mehrere Generationen ihre Toten. Die Grabanlagen ergänzen die Baugeschichte Husens um einen eigenen, deutlich früheren Abschnitt der regionalen Geschichte.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lichtenau.