Hille entdecken: Moorlandschaft und Mühlenerbe
Unterkünfte in Hille
Für eine Reise nach Hille stehen Naturraum und Mühlengeschichte nebeneinander. Die Gemeinde Hille liegt zwischen den Hängen des Wiehengebirges und der offenen Norddeutschen Tiefebene; durch ihre Felder verläuft der Mittellandkanal. Das Große Torfmoor und mehrere Zeugnisse des Kornbrenner- und Mühlenhandwerks geben dem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte.
Moore, Wald und Landschaft
Das Große Torfmoor umfasst rund 500 Hektar und wurde 1980 offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es gilt als Westfalens größtes Hochmoor. Holzbohlenstege führen in das Moor hinein, wo seltene Pflanzen und Vögel Lebensraum finden. Das Moorhus informiert über die Entstehung des Großen Torfmoors und vermittelt geführte Moorwanderungen; prüfen Sie die aktuellen Buchungsmöglichkeiten vorab. Auch das Programm Dütt un' Datt verbindet eine geführte Wanderung durch das Große Torfmoor mit einer Erläuterung des Kornbrennens im Brennereimuseum. Informieren Sie sich vor einer konkreten Planung über Termine und Buchungsbedingungen. Eine andere Naturkulisse bietet die rund 47 Hektar große Wald- und Wiesenlandschaft des Mindenerwalds rund um den Sonnenhügel: Dort sind Wandern und Entspannen möglich. Damit unterscheiden sich die Naturthemen: Im Moor prägen Schutzgebiet, Stege und seltene Lebensräume den Besuch, im Mindenerwald stehen Wald und Wiesen sowie Wandern und Entspannen im Vordergrund.
Mühlen, Brennerei und Baukultur
Der historische Meyer-Brennereikomplex an der Mindener Straße 71 besteht aus dem Brennereigebäude und einem Kesselhaus mit Schornstein. Die erhaltene technische Ausstattung der früheren Meyer-Brennerei macht jeden Arbeitsschritt des Kornbrennerhandwerks nachvollziehbar. Die Windmühle Südhemmern wurde um 1830 als hölzerne achteckige Mühle gebaut. In der Heimatstube im ehemaligen Müllerhaus werden Flachsverarbeitung, Spinnen, Weben, Seilmachen und Zigarrenmachen gezeigt. Damit reicht das Spektrum von technischer Kornbrennerei bis zu Textil-, Seil- und Zigarrenhandwerk. Der Von-Oeynhausen'sche Hof, auch Reimlers Hof genannt, ist ein barockes Herrenhaus und Bau- und Kulturdenkmal. Historische Windmühlen in Hille stehen zudem mit der Westfälischen Mühlenstraße in Verbindung.
Eine weitere Planungsoption verbindet eine Fahrt mit der historischen Preußischen Bahn von Minden mit einem Spaziergang durch Hille und einem Besuch der Alten Brennerei. Prüfen Sie vorab die Fahrtage und Verfügbarkeit der Bahn.
Kultur und Mühlen im übergeordneten Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Minden-Lübbecke zeigt sich die Mühlenkultur auch in einem größeren Rahmen. Im Mühlenkreis gibt es 43 funktionsfähige Wind-, Wasser- und Rossmühlen. Die Mühlenroute verbindet mehr als 40 Wind-, Wasser- sowie pferde- oder motorbetriebene Mühlen auf einem Rundkurs von etwa 280 Kilometern. Der Mühlensteig setzt einen anderen Maßstab: Er führt in vier Tagesetappen von jeweils 11 bis 20 Kilometern zu zehn restaurierten Mühlen. Für Kunst und Kultur statt Mühlengeschichte verbindet die LandArt-Route auf fünf Teilrouten gut 80 Stationen; entlang der Wege begegnen Ihnen Kunstwerke, Ateliers, Galerien und weitere Stationen in unterschiedlichen Landschaftsräumen. Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Minden-Lübbecke liegt das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim. Dort können Sie täglich im 1826 errichteten Glasturm beobachten, wie Glasmacher mit Pfeife, Holzform und Schere Gefäße aus glühender Glasmasse herstellen.
Weitere Reiseziele entdecken: Rothenuffeln, Hüllhorst, Petershagen, Stemwede, Lübbecke, Preussisch Oldendorf, Bad Oeynhausen, Minden
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Minden-Lübbecke.