Altena zwischen Burg, Draht und Entdeckungen
Unterkünfte in Altena
Altena verbindet die Geschichte der Burg mit einer langen Drahttradition und Erlebnissen in der Innenstadt und draußen. Für die Planung eines Aufenthalts lohnt ein Blick auf die verschiedenen Schwerpunkte: Auf der Burg wurde ein Kapitel der Jugendherbergsgeschichte geschrieben, während Wege, Museum und Aktivitäten weitere Zugänge zur Stadt eröffnen.
Burg, Jugendherberge und Drahtgeschichte
Auf Burg Altena wurde 1914 die erste Jugendherberge der Welt eröffnet. Die Burg steht damit auch für einen bedeutenden historischen Meilenstein der Jugendherbergsgeschichte. Eine weitere prägende Linie der Stadt ist die Drahtproduktion: Seit dem 16. Jahrhundert wird in Altena und der Region Draht gezogen. Aus der einst mühsamen handwerklichen Herstellung entwickelte sich eine Industrie, die Altena bis heute prägt.
Das Deutsche Drahtmuseum macht die Entwicklung der Drahtherstellung anschaulich. Unter dem Motto „Vom Kettenhemd zum Supraleiter“ zeigt und erklärt es die Herstellung früher und heute. Viele Exponate lassen sich ausprobieren, und Experimentierstationen laden zum Mitmachen ein.
Auch Tallenbrink, Synagogen und der jüdische Friedhof stehen im Zusammenhang mit dem jüdischen Leben in Altena. Sie ergänzen die Industriegeschichte um einen weiteren Zugang zur Stadtgeschichte.
Wege und Erlebnisse in Altena
Der Geschichts- und Naturlehrpfad Altena beginnt gegenüber der Burg und ist etwa 3 km lang. Von dort führt er zu einem Rundweg der Altenaer Höhen. Schautafeln erläutern die heimische Tier- und Pflanzenwelt; Skulpturen, Modelltafeln und ein Tipi ergänzen das Erlebnis. Naturthemen, Informationen am Weg und gestaltete Elemente stehen so nebeneinander. Der Erlebnisaufzug bringt Besucherinnen und Besucher direkt zur Burg Altena hinauf. Prüfen Sie vor Ihrer Anreise, ob der Aufzug aktuell in Betrieb ist.
Eine Schatzsuche führt mit Ritter Eberhard durch die Innenstadt von Altena: Die Teilnehmenden lösen Rätsel und suchen einen Schatz. Sie ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Die Altersangabe hilft Ihnen, dieses Angebot bei der Planung eines Aufenthalts mit Kindern einzuordnen.
Die Eisenstraße Südwestfalen führt durch Altena und macht Industriekultur in Südwestfalen für Groß und Klein erlebbar. Sie bietet damit einen weiteren Blick auf das Thema, das auch die Drahtgeschichte der Stadt prägt.
Weitere Möglichkeiten für den Aufenthalt
Eine Wandermöglichkeit führt von Altena nach Hemer oder Neuenrade; die Rückfahrt kann mit dem Bus erfolgen. Prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Busverbindungen. Der Altenaer-Canu-Verein e.V. bietet von Mai bis Oktober an jedem ersten Dienstag im Monat von 18 bis 20 Uhr ein „After-Work-Paddling“ an. Der Altenaer-Canu-Verein e.V. bietet Schnupperkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Fragen Sie beim Verein nach der aktuellen Verfügbarkeit der Kurse und bestätigen Sie vor der Teilnahme die Paddling-Termine.
Metallgeschichte im Märkischen Kreis
Im übergeordneten Reiseziel Märkischer Kreis eröffnet die regionale Metallgeschichte weitere Perspektiven. Im Drahtgewerbe des Sauerlands wurde das sogenannte Osemundeisen als Rohstoff verwendet. Dieses außergewöhnlich weiche Eisen ließ sich zu feinem Draht ziehen. Die Luisenhütte ist ein besucherorientiertes Erlebnismuseum, das anschaulich zeigt, wie dort Eisen hergestellt und zu Gussprodukten weiterverarbeitet wurde. Rohstoff und Weiterverarbeitung geben dabei unterschiedliche Einblicke in die Metallgeschichte der Region.
Weitere Reiseziele entdecken: Hemer, Werdohl, Halver, Meinerzhagen, Balve, Plettenberg, Menden, Iserlohn
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkischer Kreis.